Gesunder Rasen erfordert kontinuierliche Aufmerksamkeit. Wird die Grünfläche vernachlässigt, lassen Unkräuter, kahle Stellen und unschöne Verfärbungen nicht lang auf sich warten. Nachfolgend fünf wirksame Maßnahmen für gesunde Gräser im Überblick.

1 Rasen vertikutieren

Bedarfsgerechte Pflege fördert eine gleichmäßig schöne Rasenfläche. Ist der Rasen bereits vermoost oder verfilzt, wird es Zeit für eine gründliche Bearbeitung durch vertikutieren. Dabei werden hauptsächlich Rasenfilz und Moos entfernt. Die passenden Geräte hierfür sind als Vertikutierer bekannt. Sie verfügen über rotierende Messer, die einige Millimeter in die Grasnarbe eindringen und diese einritzen. Bei diesem Prozess werden die unerwünschten Bestandteile im Rasen gelöst und die Wurzeln der Gräser anschließend besser mit Sauerstoff versorgt. Der Rasen wächst dichter und gewinnt an Robustheit. Die Rasenwurzeln bleiben unbeschädigt, da die Behandlung lediglich oberflächlich stattfindet. Das Vertikutieren ist sowohl im Spätsommer sinnvoll, um die Rasenfläche vor dem Winter zu säubern, als auch im Frühjahr.

Tipp: Ob es Zeit zum Vertikutieren ist, lässt sich mit einer Harke schnell feststellen. Bleiben beim lockeren Durchziehen der Grasnarbe Moos und abgestorbene Pflanzenteile an der Harke hängen, ist der Einsatz eines Vertikutierers ratsam.

Bei kleinen Rasenflächen oder zum gezielten Bearbeiten bestimmter Stellen genügt ein Handvertikutierer völlig. Aufgrund des erforderlichen und nicht zu unterschätzenden Kraftaufwands zum Manövrieren ist ein elektrischer Vertikutierer eine bequeme Alternative. Für größere Flächen wäre ein Benzin-Vertikutierer mit Radantrieb ideal. „Einerseits profitiert man von der Flexibilität des Geräts, andererseits müssen die Verwender weniger Kraft aufwenden, um den Vertikutierer nach vorne zu schieben“, erklärt die Redaktion zur benzinbetriebenen Variante unter vertikutierer.org, einem Verbraucherratgeber rund um Vertikutierer und dessen Besonderheiten.

2 Aerifizieren und Staunässe vorbeugen

Macht sich zunehmend Moos breit und verdrängt den Rasen, schafft ein Aerifizierer Abhilfe. Dieses Gerät belüftet die Rasenfläche, in dem es tiefere Löcher in den Boden sticht. Diese Zwischenräume werden mit Sand aufgefüllt, um den Feuchtigkeitsanteil zu minimieren und Staunässe zu verhindern. Diese Methode stärkt den Rasen und verbessert die Bodenbeschaffenheit. Bei Bedarf lässt sich der Sand mit Rasensamen mischen.

Ergänzende Informationen zur Rasenerde hier zum Nachlesen.

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3 Mähen und Photosynthese ankurbeln

Um die Photosynthese zu unterstützen und das Pflanzenwachstum anzuregen, wird Rasen einmal wöchentlich gemäht. Nach dem Winter ist es wichtig, dass der Rasen nicht zu kurz geschnitten wird. Schließlich sind die Pflanzen nach den kalten Monaten geschwächt. Je mehr Fläche die Blätter aufweisen, desto stärker die Photosynthese. Zwei Drittel der Länge sollte stehen bleiben. Fünf Zentimeter dürfen die Blätter nach dem Mähen aufweisen. Bevorzugen Besitzer englischen Rasen, ist ein Spindelmäher empfehlenswert. Diese Gartengeräte erlauben sehr präzise Schnittflächen. Sichelmäher sind im Vergleich deutlich weniger exakt, die Gräser wirken fransig.

Zu welchen Uhrzeiten Rasenmähen erlaubt ist, welche Vorteile Mähroboter mit sich bringen und ob diese auch bei Regen funktionieren, wird im Ratgeberteil rund um Rasenmäher geklärt.

4 Wässern – am besten automatisiert

Wenn in den Sommermonaten brütende Hitze dem Rasen alles abverlangt, setzt ein gesundes Pflanzenwachstum das Bewässern voraus. Ohne Feuchtigkeit trocknen die Blätter aus. Das Gießen wird abends erledigt, wenn der Rasen bereits im Schatten liegt. Bei Sonnenschein führt Nässe zu Verbrennungen. In großen Gärten sind automatisierte Bewässerungsanlagen ein Segen. Sie versprechen ein Maximum an Komfort und Zeitersparnis. Der laut eigenen Angaben führende Hersteller für Beregnungsprodukte präsentiert unter rainbird.de Lösungen für Hausgärten. Ein System von Mitbewerber Hunter wird im Erfahrungsbericht eines Nutzers vorgestellt:

5 Düngen, aber mit Maß

Wenn zwischen April und Mai der erste größere Wachstumsschub erfolgt, profitieren Rasenpflanzen von Dünger. Er versorgt sie mit wesentlichen Nährstoffen wie Stickstoff, Kalium, Phosphor und Magnesium. Etwa 30 Gramm Dünger pro Quadratmeter dienen als Orientierung. Damit die Grünfläche auch nach dem Sommer als solche bezeichnet werden kann und nicht wie ein Flickenteppich aussieht, kann eine zweite und dritte Düngung Ende Juni beziehungsweise im August vorgenommen werden.

Hallo, Ich bin Sebastian und habe Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Nun hat es mich aus Deutschland hinausgezogen nach Indonesien. Hier sind die Bedingungen natürlich etwas abenteuerlicher und umso mehr muss Ich mich mit dem Thema Gärtnern auseinandersetzen. Meine Erfahrungen und Recherche teile Ich auf Gartenora, um das Gärtnern zu erleichtern.