Pflanzen gegen Schnecken – Welche Sorten eignen sich zur Abwehr der Schnecken?

Autor:

Kategorie

Entdecken Sie eine Spur von Schleim in Ihrem Garten, liegt der Verdacht nahe, dass es sich um eine Schnecke handelt. Verschiedene in Deutschland beheimatete Schnecken richten in Ihrem Garten einen großen Schaden an. Sie fressen die Triebe und Knospen der Pflanzen und schränken das Wachstum ein.

Besonders beliebt sind bei den Schnecken Studentenblumen (Tagetes), Funkien (Hosta) sowie Dahlien (Dahlia). Mit großem Appetit machen sich die Schnecken daran diese Pflanzen zu fressen und der Schaden zeigt sich zügig.

Möchten Sie nicht Ihr komplettes Beet umgestalten oder einen Schneckenzaun verlegen, können Sie verschiedene Pflanzen gegen Schnecken einsetzen. Diese setzen Sie ebenfalls im Beet oder in der Nähe ein.

Mit etwas Glück können Sie auf weitere Hausmittel verzichten und die Pflanzen erweisen sich bereits als wirkungsvoll, um die Nacktschnecken zu vertreiben.

Geruchsintensive Kräuter gegen Schnecken

Schnecken mögen nicht gerade aussehen als könnten Sie besonders gut riechen. Doch auf der Nahrungssuche vertrauen sie besonders ihrem Riechsinn, um geeignete Nahrungsquellen zu finden.

Die Gerüche nehmen sie nicht über eine Nase auf. Am gesamten Körper sind Sinneszellen verteilt, über welche chemische Reize aufgenommen werden. Besonders viele befinden sich an den Fühlern der Schnecken.

Unangenehm für Schnecken sind Pflanzen, die über einen starken Eigengeruch verfügen. Sondern die Arten ätherische Öle ab, bleiben Nacktschnecken oder die spanische Wegschnecke lieber auf Abstand und suchen sich andere Futterquellen. Diese Eigenschaft können Sie in Ihrem Garten nutzen, um die Schnecken fernzuhalten.

Thymian-Kraeuter-Schneckenabwehr
Thymian und andere stark riechende Kräuter eignen sich ideal zur Schneckenabwehr

Die folgenden Kräuter wirken unangenehm auf die Schnecken und halten diese vom eigenen Beet fern.

  • Thymian
  • Rosmarin
  • Bärlauch
  • Echte Kamille
  • Schnittlauch
  • Zitronenmelisse

In einem geeigneten Topf können Sie die Kräuter in der Nähe des Beetes aufziehen. Je mehr intensiv riechende Pflanzen Sie einsetzen, desto erfolgversprechender werden die Schnecken auf Abstand gehalten.

Als Alternative können Sie sich auch dafür entscheiden Knoblauch oder Zwiebeln anzupflanzen. Die Wirksamkeit ist jedoch überschaubar und nicht alle Schnecken lassen sich von diesem Geruch beeindrucken.

Setzen Sie die stark riechenden Pflanzen an den Rand des Beetes und diese stellen eine natürliche Barriere dar. Für Schnecken gelten sie als ungenießbar und versperren den Zugang zu den anderen Nutzpflanzen im Beet.

Giftige Pflanzen

Blauer Eisenhut
Der blaue Eisenhut ist nicht nur für Schnecken, sondern auch den Menschen gefährlich

Manche Pflanzen schützen sich, indem sich in den Blättern ein Gift anreichert. Je nach Dosis kann dieses Gift auch dem Menschen gefährlich werden. In der Regel treten Magenverstimmungen auf. Es können aber auch schwerwiegende Symptome, bis zum Eintreten des Todes nach der Aufnahme der giftigen Pflanzen vorkommen. Daher ist im Umgang mit den giftigen Pflanzen gegen Schnecken Vorsicht geboten. Setzen Sie diese nicht ein, wenn sich kleine Kinder oder Haustiere bei Ihnen im Garten aufhalten.

Zu den giftigen Pflanzen gehören:

  • Eisenhut (Aconitum)
  • Fingerhut (Digitalis)
  • Maiglöckchen (Convallaria)
  • Pfingstrose (Paeonia)

Vergehen sich die Schnecken an diesen Sorten, werden sie selber das Gift zu spüren bekommen. Nach kurzer Zeit tritt der Tod ein und Sie sollten die Schnecken entsorgen.

Seien Sie sich aber bewusst, dass die Schnecken dennoch zunächst Ihren Garten bevölkern werden. Die giftigen Pflanzen vertreiben die Schnecken nicht, sondern dezimieren deren Bestand.

Pflanzen mit dicken oder behaarten Blättern

Gerianen - Schnecken
Die behaarten Geranien sind für die Schnecken unangenehm und werden gemieden

Schnecken fühlen sich nur auf geeigneten Untergründen wohl. Kommt der Boden ihnen merkwürdig vor, bleiben sie lieber fern.

Diesen Umstand können Sie nutzen, indem Sie einen natürlichen Schutz aus Pflanzen mit dicken und behaarten Blättern schaffen. Diese können Sie dicht am Rand des Beetes einsetzen, um den Schnecken den Zugang zu versperren.

Als geeignete Pflanzen dienen:

  • Storchschnabel (Geranium)
  • Nelkenwurz (Geum)
  • Geranie (Pellagonium)
  • Fetthenne (Sedum)
  • Wolfsmilch (Euphorbia)

Mit diesen Pflanzen lassen sich Beete gut schützen und die Schnecken fernhalten. Haben Sie große Probleme mit den Schädlingen, dann setzen Sie ausschließlich solche Pflanzen ein, die von Schnecken gemieden werden.

Schnecken mit einem Pflanzensud abwehren

Den Geruch können Sie auch nutzen, indem Sie einen Pflanzensud aufsetzen. Hierfür zerteilen Sie die geruchsintensiven Pflanzenteile und vermischen diese mit Wasser. Lassen Sie die Jauche für einige Tage stehen, damit der Geruch sich so richtig entfaltet.

Nun gießen Sie den Pflanzensud über die Blumen, die Sie schützen möchten. Die Schnecken werden das Weite suchen und den Garten möglichst meiden.

Auch der Kompost eignet sich, um mit dessen Geruch die Schnecken zu vertreiben. Verteilen Sie den Kompost am Rand des Beetes, um durch den Geruch eine abwehrende Wirkung zu erzielen.

Sie müssen sich allerdings bewusst sein, dass der Geruch auch für die menschliche Nase als störend wahrgenommen wird. Daher sollten Sie abwägen, ob diese Maßnahmen für Ihren Garten zumutbar sind.

Die Schnecken in die Falle locken

Sie können die Schnecken auch gezielt in einen Bereich des Gartens locken, in welchem die Tiere keinen Schaden anrichten. Somit fallen diese nicht über Ihr Gemüse oder anderen Pflanzen her, die Sie mühevoll aufziehen.

Pflanzliche Köder

Während manche Pflanzen gegen Schnecken wirksam sind, erweisen sich andere als Festmahl. Zu diesen Pflanzen gehören zum Beispiel Tagetes, Chinakohl und Kopfsalat. Diese Pflanzen können Sie in einer entfernten Ecke des Gartens säen, um die Schnecken etwas unter Kontrolle zu behalten.

Bierfallen

Als altbewährtes Hausmittel werden auch Bierfallen genutzt, um die Schnecken in bestimmte Bereiche zu locken. Der Geruch der offenen Bierflaschen wirkt anziehend auf die kleinen Tiere. Am Ende der Bierflaschen können Sie eine Wasserfalle bauen.

Die Anwendung von Bierfallen oder Scheckenkorn ist allerdings wenig ratsam. In der Praxis zeigt sich, dass die Lockwirkung so stark ist, dass jede Menge Schnecken aus umliegenden Gärten zu Ihnen drängen. Damit weitet sich die Schneckenplage nur aus und Sie haben das Problem nicht beseitigt.

Pflanzen gegen Schecken einsetzen

Die hier präsentierten Empfehlungen erweisen sich als nützlich gegen die Schnecken. Möchten Sie auf chemische Mittel verzichten und Ihren Garten so natürlich wie möglich halten, dann vertrauen Sie der Wirkung dieser Pflanzen. Insbesondere die geruchsintensiven Varianten werden eine Besserung bewirken.

Setzen Sie nicht gleich starke Bekämpfungsmittel ein, sondern gestalten Sie Ihren Garten auf natürliche Weise so, dass Ihr Gemüse oder die Zierpflanzen geschützt werden. Schnecken erhalten keinen Zugang und werden wirksam vertrieben.

Sebastian
Hallo, Ich bin Sebastian und lebe seit wenigen Jahren überwiegend in Indonesien. Dort konnte ich endlich meine Leidenschaft zum Gärtnern ausleben. Meine gewonnene Erfahrung teile ich auf Gartenora.de damit diese Leidenschaft auch Ihnen eine große Freude bereitet.

Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Beiträge