Der Mähroboter nimmt Ihnen im Garten jede Menge Arbeit ab. Sie müssen nicht mehr selber zum Rasenmäher greifen, sondern der Rasenschnitt wird vollautomatisch übernommen. Um ein perfektes Ergebnis zu erhalten, sind einige Dinge zu berücksichtigen.

Wie tief sollte etwa die Schnitthöhe sein und wie häufig ist ein Mähen notwendig? In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie oft der Mähroboter den Rasen mähen sollte und welche Faktoren einen Einfluss auf die Dauer ausüben.

Weshalb das tägliche Mähen von Vorteil ist

Das Thema, wie häufig der Roboter zum Einsatz kommen sollte, ist auch in der Wissenschaft angekommen. Vor diesem Hintergrund hat die Deutsche Rasengesellschaft sich dieser Frage angenommen und eine Masterarbeit ausgewertet, in denen unterschiedliche Mähtypen verglichen und die Forschungsergebnisse präsentiert wurden.

Die Funktionsweise des Mähroboters

Beim Mähroboter handelt es sich um einen Mäher mit Schnittgutrückführung. Sie arbeiten nach dem Sichelmäherprinzip, bei welchem das Gras erst zerschnitten und danach fein zerkleinert wird. Danach wird es dem Boden zurückgeführt, wo es in der Grasnarbe eindringt.

Die meisten Mähroboter gehen bei dieser Arbeit nach dem Zufallsprinzip vor. Es wird vorab, mit einem Kabel eine fest definierte Fläche eingegrenzt, die vom Rasenmähroboter abgefahren wird. Neben den Ausführungen mit einem Begrenzungskabel, gibt es auch Modelle, die auf dem GPS basieren. Diese gelten als etwas ungenauer und sind nur für größere, simple Rasenflächen zu empfehlen.

Damit sich der Mähroboter im Garten zurechtfindet, sorgen verschiedene Sensoren für Sicherheit und Orientierung. Dazu gehören Stoß- und Fallsensoren. Der Mähroboter wird auf diese Weise davor bewahrt einfach in einen Pool zu fahren oder eine Treppe hinabzustürzen. Wird der Mäher im laufenden Betrieb angehoben, stoppen die Schneiden unverzüglich. Somit ist die Verletzungsgefahr minimal.

Wie mäht der Mähroboter?

Mähroboter - Grashalme
Mähroboter sind darauf ausgelegt, dass sie nur die Spitzen der Grashalme schneiden

Für einen gewöhnlichen Rasenmäher gilt der Grundsatz, dass ca. ein Drittel der Rasenlänge pro Schnitt abgetragen wird. Dies ist mit den größeren Klingen und der variablen Schnitthöhe kein Problem. Das Schnittgut wird zudem aufgesammelt und verbleibt nicht auf dem Rasen.

Anders sieht es hingegen beim Mähroboter aus. Dieser ist wesentlich kleiner und kaum in der Lage längeres Gras zu mähen. Seine Aufgabe besteht eher darin, die Spitze des Rasens abzuschneiden. Auf diese Weise behält der Rasen kontinuierlich seine Länge bei, ohne dass es große Höhenunterschiede gibt.

Täglich den Mähroboter einsetzen

Wie in der Masterarbeit gezeigt, erzielt der Mähroboter die besten Ergebnisse, wenn er täglich eingesetzt wird. Jeden Tag mähen hat den Vorteil, dass die Rasenfläche in der Höhe kaum variiert und nur ein minimaler Schnitt erfolgen muss. Das Schnittgut verbleibt auf dem Rasen und dient dort als Dünger.

Jeden zweiten Tag den Mähroboter zu nutzen, erscheint ebenfalls noch praktikabel. Wobei hierbei bereits die Rasenpflege angepasst und genauer kontrolliert werden muss.

Setzen Sie den Mähroboter seltener ein, ist der Rasenmulch zu lang und verwittert nicht so gut. Dies kann dazu führen, dass der Rasen verfilzt und Sie diesen häufiger vertikutieren müssen.

Zudem kann es bei längeren Grashalmen zu Beeinträchtigungen der Optik kommen. Die Rasenfläche könnte zu ungleichmäßig geschnitten werden. Insbesondere, wenn der Mähroboter mit einem Einsatz nicht die komplette Fläche schneidet, sondern zwischenzeitlich laden muss, kann dies zu sichtbaren Bahnen im Rasen führen.

Nach Möglichkeit sollten Sie daher täglich mähen und den Rasenroboter einsetzen. Dadurch bleibt der Rasen konstant kurz und der Rasenmulch fördert die Gesundheit der Rasenfläche.

Ist ein zu häufiges Mähen schädlich?

Mähroboter - Grashalme Wachstum
Das tägliche Mähen fördert das Wachstum der Grashalme und führt zu einer dichteren Rasennarbe

Ein Schnitt des Grashalmes bedeutet auch immer, dass diese einem gewissen Stress ausgesetzt sind. Je tiefer der Schnitt, desto größer der Stress. Daher wird empfohlen, dass mit einem Rasenschnitt nie mehr als ein Drittel der Gesamtlänge abgetragen wird. Doch wie sieht es aus, wenn Ihr Mähroboter täglich im Einsatz ist?

Der Rasen in Ihrem Garten ist mit anderen Pflanzen kaum vergleichbar. Während Unkräuter tatsächlich einen Schaden nehmen, wenn Sie täglich mähen, ist dies für den Rasen kein Problem.

Dieser profitiert sogar davon, wenn der Mähroboter häufig im Einsatz ist. Durch den kleinen Schnitt wird das Wachstum angeregt und die Grasnarbe bildet sich dichter aus.

Da der Mähroboter nur einen minimalen Schnitt ausführt, ist die Belastung für das Gras nicht gegeben. Jeden Tag mähen wirkt unterstützend bei der Rasenpflege und verringert das Risiko, dass sich Unkräuter in der Fläche ausbreiten. Klee oder Hirse werden dadurch zurückgedrängt und erhalten kaum Raum, um den Rasen zu beschädigen.

Wie wirkt es sich aus, wenn der Mähroboter nur jeden zweiten Tag mäht?

Verfügen Sie nur über eine kleine Rasenfläche und möchten Sie den Mähroboter nicht dauerhaft einsetzen, könnte auch ein Mähen jeden zweiten Tag in Ordnung sein. In der vorgelegten Masterarbeit wurde dargestellt, dass das Mähen an jedem zweiten Tag zu schlechteren Ergebnissen führt. Die Auswirkungen könnten in Ihrem Garten aber minimal sein, sodass es kaum auffällt.

Wichtig ist, dass alle zwei Tage die gesamte Rasenfläche abgearbeitet wird. Wäre dies nicht der Fall, würde der Schnitt an manchen Stellen nur alle vier Tage erfolgen, was zu einer deutlicheren Beeinträchtigung führen würde.

Wie lange sollte der Mähroboter mähen?

Beim Einsatz des Mähroboters ist es wichtig, dass dieser entweder die gesamte Fläche mäht oder so vorgeht, dass zumindest alle Stellen jeden zweiten Tag geschnitten werden.

Besitzen Sie einen Mähroboter, der nach dem reinen Zufallsprinzip arbeitet und sich nicht merkt, welche Stellen er bereits abgearbeitet hat, könnte das Problem auftreten, das manche Bereiche nicht erreicht wurden. Dadurch entsteht eine sehr ungleichmäßige Rasenfläche und es bestehen Höhenunterschiede.

Bei der Wahl des Mähroboters müssen Sie deshalb genau auf dessen Leistungsfähigkeit achten. Dies wird auch als Flächenleistung beschrieben und ist von verschiedenen Faktoren im Garten abhängig. Daher dürfen Sie nicht einfach den Angaben des Herstellers vertrauen, sondern müssen auf die individuelle Gestaltung des Gartens Rücksicht nehmen.

Welche Faktoren sind bei der Mähdauer zu berücksichtigen?

Wenn Sie sich für einen Mähroboter entscheiden und sich fragen, wie oft dieser den Rasen mähen sollte, sind diese Eigenschaften zu berücksichtigen.

Höhendifferenz

Ist Ihr Boden im Garten eben oder gibt es größere Steigungen, die der Mähroboter überwinden muss. Bei einem relativ ebenen Rasen hat der Roboter keine Probleme. Sind jedoch Steigungen zu überwinden, kostet dies mehr Energie, sodass die Flächenleistung sinkt. Der Rasenmähroboter muss häufiger zur Ladestation und kann nur eine kleinere Fläche bearbeiten.

Rasensorten

Haben Sie einen pflegeleichten Rasentyp im Garten oder sind die Halme robust und schwieriger zu schneiden? Je größer der Kraftaufwand für die Schneiden, desto mehr Energie erfordert das Mähen.

Niederschlagsmenge

Bei Regen kommen die meisten Rasenmähroboter nicht zum Einsatz. Das feuchte Gras könnte die Schneiden beeinträchtigen und eine intensivere Wartung erfordern. Daher sind einige Modelle mit einem Regensensor ausgestattet, um nur bei besseren Wetterbedingungen zu arbeiten. Befinden Sie sich in einer Region mit höheren Niederschlagsmengen, sollte der Mähroboter leistungsfähiger sein. Damit kann dieser besser die günstigen Wetterbedingungen ausnutzen und in einem kurzen Zeitfenster die benötigte Arbeit erledigen.

Beschaffenheit des Grundstückes

Mähroboter - verwinkelter Garten
In einem verwinkelten Garten verbraucht der Mähroboter mehr Energie und seine Leistung sinkt

Ist Ihr Garten quadratisch, praktisch angelegt und ist die Fläche frei von Hindernissen, kann der Mähroboter optimal arbeiten. Er „verschwendet“ keine Zeit damit den Hindernissen auszuweichen und kann die komplette Arbeitsdauer den Rasen mähen.

Besitzt Ihr Garten eine höhere Komplexität und befinden sich Bäume, Möbel oder Spielgeräte auf der Fläche, ist die Flächenleistung reduziert. Der Rasenroboter muss diese erst mühsam umfahren und benötigt dafür mehr Energie.

Die maximale Mähdauer

Beim Kauf des Mähroboters ist es wichtig, die notwendige Leistung zu ermitteln. Damit schaffen Sie es tatsächlich, dass der Rasenmähroboter jeden Tag die komplette Fläche schafft.

Ein theoretisches Beispiel

Die Ladezeit und die Laufleistung halten sich bei modernen Mährobotern etwa die Waage. Dies bedeutet, ein durchschnittlicher Rasenroboter lädt 12 Stunden am Tag und ist in der Lage 12 täglich zu mähen.

Gibt der Hersteller eine Flächenleistung von 1.200m² an, ist der Roboter in der Lage diese täglich zu bewältigen. Ist Ihr Rasen größer, werden nicht alle Bereiche jeden Tag angefahren und ein unschönes Ergebnis entsteht.

Ist Ihre Fläche deutlich kleiner, verändert sich auch die Dauer, die der Roboter im Einsatz sein muss. Bei einem Garten mit einer Größe von 600m² halbiert sich in der Theorie die Einsatzdauer des Mähroboters. Damit ist er locker in der Lage, täglich den Rasen zu mähen.

Die Praxis

In der Realität sind die wenigsten Gärten so „perfekt„, dass der Mähroboter kaum zusätzliche Energie aufwenden muss. Kleine Unebenheiten und Hindernisse sind wahrscheinlich auf jedem Rasen anzutreffen. Daher gilt der Grundsatz, dass Sie einen Sicherheitspuffer berücksichtigen sollten.

Je unebener und verwinkelter der Garten, desto größer sollte diese Sicherheit sein. Auch müssen Sie im Hinterkopf behalten, dass die Batterie während der Lebensdauer an Leistung verliert. Zwar sind moderne Lithium-Ionen Akkus für viele Ladezyklen ausgelegt, doch wenn Sie jeden Tag mähen, könnte dies an der Leistung zehren.

Ein Sicherheitspuffer von 15 bis 30% scheint für die meisten Rasen empfehlenswert. Mit solch leistungsstärkeren Modellen können Sie problemlos jeden Tag mähen und erhalten ein besseres Ergebnis.

Mähroboter, wie oft mähen ist sinnvoll?

Mit diesen Tipps wird die Frage beantwortet sein, wie oft der Mähroboter den Rasen mähen sollte. Das beste Rasenbild erhalten Sie, wenn der Rasenmähroboter jeden Tag im Einsatz ist. Wählen Sie hierfür ein ausreichend dimensioniertes Modell, welches diese Leistung abrufen kann.

Aufgrund des Prinzip und den Funktionen eines Rasenmähroboters ist auch das Mähen jeden zweiten Tag möglich. Eine geringe Häufigkeit wird jedoch nicht empfohlen. Der Mähroboter hat Probleme längere Halme zu schneiden und die vermehrten Mulchreste beeinträchtigen den Rasen. Legen Sie die Mähintervalle so kurz wie möglich und führen Sie einen geringen Grasschnitt aus, um ein schönes Rasenbild zu erhalten.

Hallo, Ich bin Sebastian und lebe seit wenigen Jahren überwiegend in Indonesien. Dort konnte ich endlich meine Leidenschaft zum Gärtnern ausleben. Meine gewonnene Erfahrung teile ich auf Gartenora.de damit diese Leidenschaft auch Ihnen eine große Freude bereitet.