Rasendünger ausbringen – Darauf müssen Sie achten

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Für die Gesundheit des Rasens ist es wichtig, dass dieser über alle benötigten Nährstoffe verfügt. Leidet der Rasen unter einem Mangel, erscheint dieser gelb, Unkräuter breiten sich aus und das Wachstum ist beeinträchtigt.

Die natürlichen Nährstoffe im Boden sind selten ausreichend für die Grünfläche. Daher müssen Sie als Gärtner nachhelfen, damit der Rasen unter optimalen Bedingungen wächst.

Das Düngen des Rasens ist eine essenzielle Aufgabe, die Sie nicht vernachlässigen dürfen. Was gibt es beim Rasendünger Ausbringen zu beachten und wie gehen Sie am besten vor?

Erfahren Sie in diesem Ratgeber alles, damit das Düngen des Rasens bestens gelingt.

Welcher Dünger ist für Ihren Rasen am besten geeignet?

Zunächst sollen Sie erfahren, aus welchen Bestandteilen ein Rasendünger besteht und welche Wirkung diese entfalten. Dies hilft Ihnen bei der Entscheidung, welchen Rasendünger Sie verwenden sollten.

NPK- Rasendünger

Im Handel werden Sie den Dünger häufig mit dem Zusatz „NPK“ vorfinden. Diese drei Buchstaben stehen für die Hauptbestandteile des Düngers. Denn dieser enthält große Anteile von Stickstoff (N), Phosphor (P) sowie Kalium (K). Alle drei Bestandteile besitzen einen Einfluss darauf, wie gesund Ihr Rasen ist und ob dieser optimal wächst. Liegt ein Mangel vor, zeigen sich verschiedene Krankheiten und Beeinträchtigungen.

Stickstoff

Frühjahrsdünger - Stickstoff
Im Frühjahr bietet sich das Ausbringen eines Düngers mit hohem Stickstoffanteil an

Stickstoff ist für das Wachstum und die Grünfärbung verantwortlich. Er zählt zu den wichtigsten Nährstoffen nicht nur für den Rasen, sondern allen Pflanzen. Liegt ein Mangel vor, ist das Wachstum gehemmt und der Rasen geschwächt. Unkräuter haben es leichter den Rasen zu verdrängen. Löwenzahn und Klee machen sich auf der Grünfläche breit und beeinträchtigen das Gesamtbild.

Phosphor

Dachten Sie, dass Rasenhalme kaum über ein Wurzelwerk verfügen? Dann sollte die Wirkung des Phosphors darauf hinweisen, dass auch der Rasen über ein komplexes Wurzelwerk verfügt. Der Phosphor im Dünger regt die Wurzelbildung an. Dies ist vor allem für die Bildung einer dichten Grasnarbe wichtig und erleichtert die Aufnahme der Nährstoffe.

Kalium

Der Rasen ist im Jahresverlauf einer hohen Belastung ausgesetzt. Sei es im Sommer, wenn heiße Temperaturen und Grillfeiern dem Rasen zusetzen, oder der Frost im Winter. Ihr Rasen sollte möglichst widerstandsfähig sein, um mit all diesen Einflüssen gut umzugehen. Kalium beeinflusst den pH-Wert des Bodens und verbessert die Verfügbarkeit von Nährstoffen im Boden. Im Allgemeinen stärkt Kalium die Abwehrkräfte und senkt die Frostgrenze. Dadurch überstehen Grashalme den Winter besser und sind im Frühling früher wieder fit.

Unterschiede des Rasendüngers im Frühling und Herbst

Sie haben nun die unterschiedlichen Bestandteile des Rasendüngers kennengelernt. Je nach Jahreszeit und Pflegezeitpunkt verändert sich die Zusammensetzung.

Im Frühling sollten Sie einen Dünger wählen, welcher reich an Stickstoff ist. Dadurch fördern Sie das Wachstum des Rasens und erhalten schneller ein schönes Ergebnis.

Nach dem Sommer ist eine andere Pflege von Bedeutung und Sie bereiten den Rasen auf den Winter vor. Dies gelingt, indem Sie einen Dünger mit einem höheren Anteil an Kalium anwenden. Kalium gilt als natürliches Frostschutzmittel und sorgt dafür, dass der Rasen die kalten Temperaturen besser übersteht.

Wählen Sie je nach Bedarf und Jahreszeit den passenden Dünger, um den Rasen optimal zu versorgen. Auch eine Bodenanalyse kann bei der Entscheidung helfen, welcher Dünger am besten geeignet ist.

Wie häufig sollten Sie düngen?

Die Häufigkeit des Düngens richtet sich vor allem nach dem Bedarf des Rasens. Entdecken Sie kahle Stellen, wirkt der Rasen nicht gesund oder treten verschiedene Krankheiten auf, könnte ein zusätzliches Düngen sinnvoll sein.

Davon abgesehen können Sie sich an einen Düngekalender halten. Rund drei bis vier Mal im Jahr bietet sich das Ausbringen des Düngers an. Dies gliedert sich wie folgt:

  • März: Ausbringen eines Langzeitdüngers, um nach dem ersten Mähen alle benötigten Nährstoffe bereitzustellen
  • Juni: Ein Nachdüngen füllt die Reserven des Bodens und hilft Ihrem Rasen die heißen Sommertemperaturen zu überstehen
  • August: War der Rasen einer intensiven Beanspruchung ausgesetzt oder das Wetter eine hohe Belastung, bietet sich ein weiteres vorsichtiges Düngen an
  • Oktober: Bevor der Winter hereinbricht, sollten Sie mit einem stark kaliumhaltigen Dünger den Rasen vor den kalten Temperaturen schützen

Ein häufigeres Düngen wird nicht empfohlen. Es besteht schnell die Gefahr, dass eine Überdüngung des Rasens eintritt, welche ebenso einen Schaden anrichten kann wie ein Nährstoffmangel. Zudem könnten auch Unkräuter von dem Rasendünger profitieren. Bringen Sie daher nur genauso viel Nährstoffe aus, wie tatsächlich notwendig sind.

Die richtige Anwendung des Rasensdüngers

Wie sieht die genaue Vorgehensweise beim Düngen aus? Mit den folgenden Tipps gelingt das Ausbringen leichter und die Nährstoffe werden ideal aufgenommen.

Zeitpunkt

Ähnlich wie bei der Bewässerung ist auch beim Düngen der Tageszeitpunkt bedeutsam für die Wirkung. Vermeiden Sie es den Dünger in der prallen Mittagssonne auszugeben. Dort könnte der Dünger zu Verbrennungen führen und würde nicht optimal vom Boden aufgenommen werden.

Besser ist es, wenn Sie den Dünger am Morgen auf die Grünfläche geben. Zudem eignen sich Tage besser, an denen etwas Regen angekündigt wurde. Die Feuchtigkeit verhilft dem Dünger besser in den Boden einzudringen, wo die Nährstoffe zur Verfügung stehen.

Menge

Dünger - Menge
Mit einer Bodenanalyse finden Sie genau heraus, wie viel Dünger Sie ausbringen müssen

Der Boden verliert kontinuierlich Nährstoffe. Mit dem Dünger versuchen Sie den Verlust so punktgenau wie möglich auszugleichen. Dies erweist sich ohne eingehende Analyse als äußerst schwierig.

Im Frühjahr bietet es sich an eine Bodenuntersuchung durchführen zu lassen. Hierzu schicken Sie eine Bodenprobe in ein Labor. Daraufhin erfahren Sie genau, in welcher Menge die Nährstoffe vorliegen und wie hoch der pH-Wert des Rasens ist.

Nun bringen Sie den Dünger, je nach Bedarf aus. Im nächsten Jahr wiederholen Sie die Bodenanalyse und können besser abschätzen, ob Sie zu viel oder zu wenig Dünger ausgebracht haben. Dadurch erhalten Sie langfristig das beste Ergebnis und eine Bodenanalyse ist heutzutage auch für Privatgärtner erschwinglich.

Ausbringen

Bringen Sie einen Flüssigdünger oder ein Granulat auf den Rasen aus? Während ein Flüssigdünger besser in den Boden vordringt, ist die Anwendung eines Granulats wesentlich einfacher.

Als Hilfsmittel bietet sich hierfür ein Streuwagen an. Den Wagen befüllen Sie mit dem Granulat und fahren danach den Rasen ab. Dadurch erreichen Sie eine möglichst gleichmäßige Ausgabe und ein Überdüngen wird vermieden.

Nachbereitung

Bleibt der gewünschte Regen aus, sollten Sie selber eine sanfte Bewässerung der Rasenfläche durchführen. Die Feuchtigkeit hilft dem Granulat sich im Boden aufzulösen und das Mittel dringt besser in den Boden vor.

Das vorherige Bewässern ist nur notwendig, wenn Sie gleichzeitig auch einen Unkrautvernichter anwenden. Dann ist eine erneute Bewässerung nach zwei bis drei Tagen anzuraten.

Der Rasendünger erweist sich als ungefährlich. Daher können Kinder und Haustiere unmittelbar nach dem Düngen die Rasenfläche wieder betreten. Es empfiehlt sich jedoch die Grünfläche für kurze Zeit zu schonen. Warten Sie, bis das Granulat sich aufgelöst hat und danach können Sie den Rasen problemlos betreten.

Mögliches Kalken des Rasens

Damit der Dünger seine volle Wirkung entfaltet, muss der Boden sich in einem bestimmten pH-Bereich befinden. Ist er zu sauer oder alkalisch, ist dies schädlich für den Rasen. Er ist dann nicht in der Lage die Nährstoffe aufzunehmen, weshalb auch das Düngen keinen sichtbaren Erfolg bringt.

Mit einem einfachen Teststreifen finden Sie heraus, welchen pH-Wert der Rasen aufweist. Ist er zu sauer, sollten Sie einen Rasenkalk anwenden. Diesen bringen Sie bei einem zu sauren Boden mit einem Streuwagen aus. Durch den Rasenkalk senken Sie den pH-Wert des Bodens und dieser befindet sich wieder im optimalen Bereich.

Einen Mulchmäher verwenden

Eine Alternative zum regelmäßigen Düngen in der Saison stellt der Mulchmäher dar. Bei diesem wird das Schnittgut nicht entsorgt, sondern so fein zerkleinert, dass es auf der Rasenfläche verbleibt. Dort sind die Rasensreste so klein, dass sie keine Beeinträchtigung darstellen. Die Nährstoffe werden dem Boden zurückgeführt und gehen nach dem Rasenmähen nicht verloren.

Auf diese Weise erhalten Sie einen hervorragenden organischen Dünger. Die Menge des Düngers können Sie reduzieren und die Umweltbelastung nimmt ab. Auch die Gefahr eines Überdüngens sinkt.

Ähnlich wie ein Mulchmäher funktioniert auch ein Mähroboter im Garten. Die Schneiden arbeiten so fein, dass das Schnittgut auf der Rasenfläche verleibt und dort wie ein organischer Dünger wirkt.

Möchten Sie nicht so häufig einen Rasendünger ausbringen, dann entscheiden Sie sich für einen Mulchmäher oder Mähroboter. Mit diesen Varianten führen Sie die Nährstoffe dem Rasen wieder zurück.

Optimal den Rasen düngen

Halten Sie sich an diese Grundregeln des Rasendüngens, werden Sie die besten Ergebnisse erzielen. Es mag zwar auf den ersten Blick keine große Herausforderung sein, doch gehen Sie nicht sorgsam vor, könnte die Rasenfläche überdüngt werden und Schäden entstehen.

Sind Sie sich unsicher, dann führen Sie vorab eine Bodenanalyse durch. Mit dieser erfahren Sie genau, ob ein bestimmter Nährstoffmangel vorliegt und welcher Dünger für die Anwendung am besten geeignet ist. Dann erhalten Sie einen hochwertigen Rasen, in welchem Unkräuter keine Chance haben und Kinder sich austoben dürfen.

Sebastian
Hallo, Ich bin Sebastian und lebe seit wenigen Jahren überwiegend in Indonesien. Dort konnte ich endlich meine Leidenschaft zum Gärtnern ausleben. Meine gewonnene Erfahrung teile ich auf Gartenora.de damit diese Leidenschaft auch Ihnen eine große Freude bereitet.

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