Wächst der Rasen im Sommer zügig und erscheint er in seiner ganzen Pracht, ist dies eigentlich ein schöner Moment für jeden Gärtner. Doch diese Zeit geht auch mit einem Mehraufwand einher. Damit der Rasen ordentlich aussieht und gesund bleibt, müssen Sie öfters den Rasenmäher hervorholen und die Halme zurechtstutzen.

Mähen Sie häufiger den Rasen, geht dies meiner größeren Menge an Resten einher. Der Rasenmäher muss irgendwo entleert werden und was passiert mit dem Rasenschnitt?

Hier erfahren Sie, wie Sie mit den Resten des Rasens umgehen und wie Sie diesen entsorgen.

Welcher Abfall entsteht und darf dieser im Wald entsorgt werden?

Bei der Arbeit im Garten ist nicht nur der Rasen im Blickfeld. Auch die Hecke muss regelmäßig getrimmt werden und selbst kleine Bäume benötigen Ihre Aufmerksamkeit. Möchten Sie einen Pool in Ihrem Garten einbauen oder ein unterirdisches Rohrsystem verlegen, müssen Sie einen Platz für den Erdaushub finden.

Je nach Art des Abfalls gibt es hierfür unterschiedliche Möglichkeiten diesen zu entsorgen. Der Rasen gehört noch zu der einfachsten Variante und lässt sich auf verschiedene Weisen wiederverwenden. Die folgenden Abfälle entstehen im Garten:

  • Äste
  • Erdaushub
  • Steine
  • Laub
  • Holz
  • Rasenschnitt

Je nach Umfang der Überreste empfiehlt sich die Anmietung eines Containers. Dies ist zum Beispiel bei Steinen, Erdaushub und Holz der Fall, falls Sie für diese keine Verwendung mehr haben. Im Container ist genügend Raum vorhanden, sodass eine legale Entsorgung möglich ist.

Illegal wäre hingegen die Entsorgung des Rasens oder der sonstigen Gartenabfälle im Hausmüll. Dieser ist dafür nicht vorgesehen und es steht unter Strafe diesen zu zweckentfremdenden.

Rasen im Wald entsorgen
Den Rasen im Wald zu entsorgen könnte ein teurer Spaß werden und ein Bußgeld von bis zu 2.500 Euro nach sich ziehen

Ähnlich sieht es auch mit der Entsorgung im Wald aus. Es könnte für Sie naheliegend sein, die natürlichen Reste einfach wieder dem Wald zuzuführen. Dafür ist jedoch ein Bußgeld von bis zu 2.500 Euro vorgesehen. Der ökologische Abfall stört das Gleichgewicht des Waldes und den Boden. Der veränderte Nährstoffhaushalt könnte den Pflanzen schaden und die reine Menge des Abfalls stellt eine Beeinträchtigung für den Boden dar. Schließlich erhalten dort die Pflanzen nicht mehr ausreichend Licht und können nicht optimal wachsen. Ebenso besteht die Gefahr, dass Giftstoffe ins Grundwasser gelangen und zu einer schwerwiegenden Verunreinigung führen. Der Wald ist also nicht der geeignete Ort, um die Gartenabfälle oder den Rasen zu entsorgen.

Wohin mit Laub und Unkraut?

Auf Ihrem wohl gepflegten Rasen lassen sich nicht nur die Grashalme sehen. Im Herbst wird das Laub sich auf dem Rasen niederlassen und sollte so schnell wie möglich entfernt werden. Andernfalls entzieht es dem Gras das Licht und dieses kann nicht optimal wachsen.

Für die Entsorgung des Laubs werden von den örtlichen Reinigungsbetriebe in den meisten Fälle spezielle „Laubsäcke“ angeboten. Diese kosten wenige Euro und werden in bestimmten Zeiträumen im Herbst abgeholt. Dies stellt die einfachste und günstigste Möglichkeit dar, um größere Mengen des Laubs zu entsorgen.

Ebenso macht sich im Rasen auch so manches Unkraut breit. Dieses befällt nicht nur einen geschwächten Rasen, sondern kann zu Teilen auch bei gesünderen Varianten anzutreffen sein. Unkraut sollte nicht auf der Fläche liegen bleiben. Als Entsorgungsmöglichkeiten gibt es die Biotonne oder den Kompost. Dort richtet das Unkraut keinen Schaden mehr an und kann langfristig sogar einen Nutzen besitzen.

Ein Fall für die Biotonne

Wie lässt sich nun das Gras an sich entsorgen, wenn Sie im Sommer des Öfteren den Rasenmäher verwenden, um eine ordentliche Grünfläche zu erhalten?

Zunächst müssen Sie bei der Entsorgung darauf achten, dass es sich wirklich nur um die Grasnarbe handelt. Erde oder andere Abfälle sollten vom Rasen getrennt werden. Führen Sie umfangreiche Arbeiten durch, bei denen der Rasen manuell mit einer Schaufel abgetragen wird, sollten Sie dies bei der Entsorgung berücksichtigen. Die Erde gehört vom Rasen getrennt, sodass kein Mischabfall entsteht.

Die Grasnarbe an sich können Sie über den Biomüll abholen lassen. Hierfür stehen entweder gesonderte Müllsäcke oder eigene Tonnen zur Verfügung. Die Biotonnen variieren in der Größe und orientieren sich an der üblichen Abfallmenge.

Pflegen Sie einen Rasen mit einer Größe von rund 100m², fällt dabei ein Schnittvolumen von 30 bis 40 Liter an. Somit hätte der Rasen ausreichend Platz in einer 60 Liter Biotonne. Für eine größere Rasenfläche bietet es sich an, wenn eine Biotonne mit einem Volumen von mindestens 120 Liter zur Verfügung steht.

Zum Mulchen verwenden

Möchten Sie sich die Arbeit erleichtern, können Sie den entstandenen „Abfall“ auch einfach auf der Rasenfläche liegenlassen. Die Grashalme bieten Nährstoffe, die wunderbar als Dünger dienen. Damit lässt sich das Wachstum des Rasens stimulieren und er wird in seiner Gesundheit gestärkt.

Um den Mulch zu erhalten ist ein gewöhnlicher Rasenmäher nicht geeignet. Sie müssen hierfür einen speziellen Mulchmäher verwenden, der die Grasreste kleinhäckselt und anschließend auf der Rasenfläche verteilt. Die feinen Reste werden wieder von der Erde aufgenommen und dem Ökosystem zugeführt. Der Vorteil des Mulchmähers ist, dass die Reste feiner sind und kaum eine Beeinträchtigung darstellen. Es könnte aber dazu kommen, dass sich schneller ein Filz bildet, welchen Sie mit einem Vertikutierer abtragen müssen. Für kurze Zeit erhält der Rasen zudem weniger Licht.

Das Mulchen ist auch eine Variante, um gegen Unkraut oder andere unbeliebte Pflanzen im Beet vorzugehen. Geben Sie den Mulch gleichmäßig aus, sodass er eine dichte Schicht bildet. Dadurch, dass er kein Licht hindurchlässt, wird nun das Unkraut am Boden am Wachstum gehindert und stirbt ab.

Auf dem Kompost anlegen

Eine weitere natürliche Methode den Rasen zu entsorgen besteht in der Anlage eines Komposts. Dieser kann für jegliche organische Abfälle genutzt werden und erweist sich als nützlicher Helfer im Garten.

Auf dem Kompost sind die natürlichen Reste dem Zersetzungsprozess ausgesetzt. Mikroorganismen sowie Regenwürmer und andere kleinere Tiere wandeln die Abfälle in nützliche Erde um, die Sie danach wieder ausbringen können. Nach einigen Monaten des Wartens sind der Rasen und das Laub zersetzt, sodass es als natürlicher Dünger verwendet werden kann.

Nutzen Sie hierfür einen praktischen Holzkompostierer. Diesen können Sie ganz einfach in Ihrem Garten aufbauen und langfristig verwenden. Damit sparen Sie sich nicht nur die Entsorgungskosten, sondern gehen mit dem „Müll“ verantwortungsvoll um. Erkennen Sie in dem Rasen einen wichtigen Rohstoff und führen Sie diesen über den Kompost wieder dem Beet oder anderen Pflanzen im Garten zu.

Den Rasen fachgerecht entsorgen

Den Rasenschnitt, welcher beim Mähen anfällt, können Sie entweder in der Biotonne oder dem Kompost entsorgen. Dies hängt vor allem davon ab, wie groß die Menge ist und ob die Gegebenheiten vorhanden sind, die das Anlegen eines Komposts ermöglichen. Möchten Sie Ihrem Rasen zu einer besseren Gesundheit verhelfen, ist ein Mulchmäher eine exzellente Möglichkeit, um die Nährstoffe der Rasenreste dem Gras wieder zuzuführen.

Vermeiden sollten Sie das illegale Entsorgen im Wald. Dies steht unter Strafe und zieht ein Bußgeld nach sich. Bei größeren Arbeiten bietet sich das Mieten eines gesonderten Containers an. Über diesen können Sie auch gleich Äste und sonstige Abfälle wegschaffen.

Sehen Sie die Reste des Rasens als wichtigen Rohstoff und gehen Sie sorgsam bei der Entsorgung mit ihm um.

Hallo, Ich bin Sebastian und lebe seit wenigen Jahren überwiegend in Indonesien. Dort konnte ich endlich meine Leidenschaft zum Gärtnern ausleben. Meine gewonnene Erfahrung teile ich auf Gartenora.de damit diese Leidenschaft auch Ihnen eine große Freude bereitet.