In den vergangenen Jahren ist das Marktvolumen für Bewässerungsprodukte Studien zufolge stark angestiegen. Durchschnittlich gab jeder Deutsche jährlich rund 8 Euro für Produkte wie Bewässerungspumpen, Gartenschläuche oder Teichfolien aus. Auch Garten- und Brunnenpumpen gehören zu den beliebtesten Bewässerungsprodukten. Sie sind für Hobbygärtner und Hausbesitzer unerlässlich, um für Be- und Entwässerung zu sorgen. Gemeinhin ist die Anschaffung einer Brunnenpumpe jedoch alles andere als kostengünstig. Folgerichtig besteht der Wunsch, die Pumpe so lange wie möglich zu erhalten. Der nachfolgende Artikel stellt hilfreiche Tipps zusammen, wie Sie die Pumpe richtig nutzen und folglich ihre Lebensdauer verlängern.

Typische Fehler bei der Installation von Brunnenpumpen vermeiden

Besonders Unterwasserpumpen sind im wahrsten Sinne des Wortes eine Sache für sich. Wer typische Fehler begeht, läuft am Ende Gefahr, auf dem Trockenen sitzen zu bleiben. Wichtig ist es, die Brunnenpumpe nicht auf dem Motorkabel aufzuhängen. Stattdessen muss das Gerät bei der Installation von einem Sicherungsseil oder einer Leitung abgefangen werden. Wer dies missachtet, riskiert einen Kabelbruch oder gar einen Absturz der Pumpe.

Ein weiteres Problem, das bei der Inbetriebnahme von Gartenpumpen häufig auftritt, ist der laute Geräuschpegel. Wie laut die Pumpe im Betrieb wirklich ist, hängt mit ihrem Motor und dem gewählten Standort zusammen. Wollen Sie die Pumpe leiser bekommen, sollten Sie also den richtigen Standort wählen. Um die Pumpe zu installieren, bieten sich beispielsweise Keller und Carports an. Sollte eine leise Pumpe vom Geräuschpegel her doch einmal lauter werden, können Sie wie folgt vorgehen:

  • Setzen Sie flexible Saugschläuche anstelle von festen Rohren ein. Diese übertragen die „Schwingungen“ nicht so stark, wie starre Rohre es tun. Folglich fällt der Geräuschpegel erheblich geringer aus.
  • Auch Schwingungsdämpfer helfen an einer fest fixierten Pumpe, den Lärm in Grenzen zu halten. Je weniger die Pumpe bewegt werden muss, desto leiser läuft sie.
  • Was Sie keinesfalls tun sollten, ist, die Brunnenpumpe mit Folien oder Teppichen abzudecken. Dann kann es passieren, dass die Pumpe aufgrund der mangelnden Luftzufuhr defekt wird. Mehr noch: Sobald der Motor durch die fehlende Luftzufuhr zu heiß läuft, besteht außerdem akute Brandgefahr.
  • Sie können stattdessen eine spezielle Verkleidung, den Pumpendom, einsetzen. Dieser lässt zu, dass noch ausreichend Luft in das Gerät kommt. Gleichzeitig reduziert dieses Hilfsmittel den Lärmpegel. Übrigens können Sie diese Verkleidung aus Gartenbausteinen, Dämmplatten oder auch Rigips leicht selbst zusammenbauen. Sie sollten hierbei lediglich darauf achten, ein hitzebeständiges und wetterfestes Material zu verwenden.
  • Bestenfalls kaufen Sie von Anfang an eine leise Wasserpumpe, die im Betriebsmodus höchstens 60 bis 80 dB laut ist.

Gartenpumpe ordnungsgemäß benutzen

Im Alltag passieren schnell Dinge, welche die Funktionsfähigkeit der Pumpe beeinträchtigen. Ein häufiges Problem ergibt sich daraus, dass die Pumpe nicht ordnungsgemäß Wasser ansaugt. Dann kann es notwendig sein, die Pumpe zu entlüften. Oftmals lässt sich das Problem allerdings mit dem Verschluss der Pumpe lösen. Dieser kann geöffnet werden, wodurch das Wasser bis zum Überlaufen durchläuft. Anschließend kann die Pumpe keine Luft mehr ansaugen, wodurch sie wieder tadellos funktioniert.

Bei der Nutzung sollte der Pumpenmotor nicht im Sand versinken. Sobald der Motor im Sand oder Schlamm untergeht, überhitzt er und „stirbt ab“. Es ist also darauf zu achten, die Brunnenpumpe nicht auf dem Brunnenboden abzustellen und auch nicht zu nah an der Wand zu lassen. Handelt es sich um eine Unterwasserpumpe, muss diese ständig bewässert werden. Sobald sie trockenläuft, fehlt ihr das „Schmiermittel“ und sie ist nach wenigen Minuten defekt. Um solche und andere Schäden zu vermeiden, ist die Brunnenpumpe idealerweise regelmäßig zu überwachen. Dies gelingt etwa mit einer Brunnenkamera, die Veränderungen aufzeigt.

Gartenpumpen richtig reinigen und pflegen

Grundsätzlich stellen Gartenpumpen in puncto Pflege nicht viele Ansprüche. Dank ihres witterungsbeständigen Materials müssen sie lediglich ein- bis zweimal im Jahr gründlich gereinigt werden. Hierzu sollten Sie zunächst einmal die Bedienungsanleitung sorgfältig lesen. Mitunter benötigen die Pumpen für Gartenbrunnen abhängig von ihrer Art unterschiedliche Pflege.

Ganz elementar bleibt bei der Reinigung, den eingebauten Filter in regelmäßigen Abständen zu pflegen. Selbst die besten Brunnenpumpen können infolge mangelhafter Reinigung verstopfen oder so überlasten, dass ihr Motor nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert. Folglich bedeutet das für Sie, Schläuche und Leitungsrohre regelmäßig von Verunreinigungen zu befreien. Sie sollten natürlich darauf achten, dass die Pumpe während der Reinigung nicht an einen Stromkreis angeschlossen ist.

Brunnenpumpe in trockenen und wetterfesten Räumen lagern

Sollte die Garten- oder Brunnenpumpe länger nicht eingesetzt werden, ist es notwendig, sie richtig abzustellen. Prinzipiell lässt sich solch eine Pumpe problemlos im Schuppen oder in einem Keller lagern, aber: Der Raum muss trocken und wetterfest sein. Bevor Sie die Pumpe über längere Zeit „einlagern“, sollten Sie das Restwasser entfernen. Verbleibt im Winter versehentlich Wasser in der Pumpe, können ihre Metallteile innen oder außen zu rosten beginnen. Selbst das stärkste Metallgehäuse kann infolge von Frost sprengen, infolgedessen die Pumpe nicht länger einsatzfähig ist.

Hallo, Ich bin Sebastian und habe Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Nun hat es mich aus Deutschland hinausgezogen nach Indonesien. Hier sind die Bedingungen natürlich etwas abenteuerlicher und umso mehr muss Ich mich mit dem Thema Gärtnern auseinandersetzen. Meine Erfahrungen und Recherche teile Ich auf Gartenora, um das Gärtnern zu erleichtern.