Fallobst entsorgen – Wie werden Sie das Fallobst los?

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Haben Sie in Ihrem Garten Obstbäume, dann werden Sie sich im Frühjahr über die Ernte freuen. Die Bäume lassen das Obst fallen und Sie können sich über die gesunden Früchte freuen.

Allerdings ist das Fallobst auch mit jeder Menge Arbeit verbunden. Lassen Sie es einfach liegen, lässt sich es nicht mehr verwenden und fängt an zu faulen. Auch Schädlinge könnten sich einfinden, um vom Fallobst zu zehren.

Können Sie die größeren Mengen selber nicht verarbeiten, bleibt Ihnen nichts mehr übrig als das Fallobst zu entsorgen. Welche Möglichkeiten gibt es das Fallobst zu entsorgen und wie gehen Sie dabei vor?

Wie können Sie Fallobst verarbeiten?

Anstatt das Fallobst zu entsorgen ist es wesentlich nützlicher, wenn Sie es selber verarbeiten. So können Sie die Entsorgung vermeiden und führen das Obst einem sinnvollen Zweck zu.

Wichtig ist, dass Sie das Fallobst so schnell wie möglich verarbeiten. Denn durch den Aufprall auf dem Boden entstehen Druckstellen, die schnell anfangen zu faulen.

Auch Raupen oder andere Schädlinge befinden sich am Boden und könnten das Fallobst als willkommene Einladung ansehen. Ratten oder Ameisen sehen die Früchte als Futterquelle und lassen sich im Garten nieder.

Es gibt also einige Gründe, weshalb das Fallobst unverzüglich verarbeitet werden sollte. Andernfalls bleibt Ihnen nur die Entsorgung, um weiteren Schaden zu vermeiden.

Wie können Sie mit dem Fallobst umgehen?

Fruchtsäfte

Bei kleineren Mengen bietet es sich an daraus Fruchtsäfte zu pressen. Ob Apfel oder Birne, das Obst hält genügend Saft bereit, um genossen zu werden. Hierfür benötigen Sie eine hochwertige Saftpresse.

Die Fruchtsäfte sind allerdings nicht lange haltbar. Daher sollten Sie nur so viel herstellen, wie Sie selber trinken können oder die überschüssigen Flaschen an Freunde und Nachbarn abgeben.

Marmelade

Fallobst - Marmelade
Das Fallobst lässt sich wunderbar zu einer Marmelade verarbeiten

Marmelade verbinden Sie vielleicht mit Erdbeeren oder Kirschen. Doch auch aus klassischem Fallobst, wie Äpfeln, lässt sich eine leckere Marmelade herstellen.

In Verbindung mit Zimt und Honig erhalten Sie ein wohlschmeckendes Gelee, welches Sie als Brotaufstrich verwenden können. Auch als Zutat in der Küche lässt sich die Marmelade weiterverwenden.

Einkochen

Fallen bei Ihnen große Mengen an Obst an, dann ist das Einkochen eine gute Möglichkeit die Früchte länger haltbar zu machen. Beim Einkochen erwärmen Sie das Obst im Wasserbad und lassen es danach abkühlen. Bis zu einem Jahr ist solches Obst haltbar und kann in der Küche verwendet werden.

Mosterei

Ebenso ist bei großen Mengen die Abgabe an eine Mosterei denkbar. Anstatt das Fallobst zu entsorgen, verarbeitet die Mosterei mit eigenen Maschinen die Früchte zu einem leckeren Saft. Für die Abgabe des Obstes erhalten Sie selber einige Flaschen und können diese wunderbar genießen oder als Geschenk weitergeben.

Einfrieren

Können Sie die großen Mengen nicht sofort verarbeiten, ist auch das Einfrieren denkbar. Hierbei müssen Sie das Obst entsprechend vorbereiten, damit es in der Tiefkühltruhe keinen Schaden erleidet. Pflaumen müssen zum Beispiel entkernt werden und Äpfel sowie Birnen gehören nur ohne Schale in die Gefriertruhe.

Durch das Einfrieren verliert das Obst übrigens keine Nährstoffe und ist nach dem Auftauen wieder genießbar. Sie müssen aber sicherstellen, dass keine Unterbrechung der Kühlung erfolgt.

Welche Möglichkeiten zur Entsorgung des Fallobstes gibt es?

Es gibt einige Wege das Fallobst selber zu nutzen. Frisches Obst sollten Sie so schnell wie möglich nutzen und verarbeiten. Waren Sie im Urlaub und finden Sie nun zahlreiches verdorbenes Fallobst vor, bleibt Ihnen nichts anderes übrig als dieses zu entsorgen. Folgend erfahren Sie, wie Sie Fallobst richtig entsorgen.

Biotonne

Verfaultes Fallobst entsorgen
Verfault das Fallobst, bleibt Ihnen nur noch die Entsorgung

Organische Abfälle gehören in die Biotonne. Je nach Bedarf kann die Biotonne ein Volumen von 120 Litern aufweisen. Dies dürfte ausreichend sein, um das meiste Fallobst im privaten Garten zu entsorgen.

Allerdings gibt es hierbei Einschränkungen. Das Fallobst darf ein Gewicht von 48 Kilogramm nicht überschreiten. Andernfalls würde die Biotonne zu schwer werden und Probleme für die Müllabfuhr bereiten. Entsorgen Sie nur kleinere Mengen in der Biotonne und nehmen Sie auf die Müllabfuhr Rücksicht. In einem Mehrfamilienhaus sollten Sie ebenso die Tonne nicht allein für sich beanspruchen.

Öffentliche Sammelstellen

Ist nicht genug Platz in der Biotonne vorhanden und möchten Sie das Obst so schnell wie möglich loswerden, können Sie hierfür Sammelstellen aufsuchen. Die meisten Städte und Gemeinde bieten entsprechende Anlaufstellen, wo Sie das Fallobst abgeben können. Ähnlich wie beim Laub oder anderen organischen Abfällen gibt es genügend öffentliche Stellen, um die Entsorgung vorzunehmen.

Das Fallobst spenden

Selber haben Sie keine Verwendung für die Früchte? Ist Ihr Kühlschrank voll mit Säften und Sie möchten nicht noch mehr Arbeit in die Herstellung von Marmelade oder Gelee investieren?

Dann gibt es genügend Abnehmer, die Bedarf an den Früchten haben. Erkundigen Sie sich in der direkten Nachbarschaft, ob vielleicht ein Tierpark oder ein Betrieb das Obst annehmen würde. Im Zweifel fragen Sie einen Bauer, wo Sie das Obst abgeben könnten.

Beim Spenden sollten Sie nur gesunde Früchte berücksichtigen. Sortieren Sie faules Obst aus, sodass die Tiere oder andere Abnehmer es gut vertragen.

Kompost

Als Alternative zur Biotonne können Sie im Garten einen Kompost anlegen. Dieser eignet sich für sämtliche organische Abfälle, die im Garten anfallen. Auch die Früchte können auf dem Kompost entsorgt werden.

Hierbei gilt es eine gesunde Balance zu behalten. Schmeißen Sie zu viel Obst weg, könnte dies die Mikroorganismen überfordern und Schädlinge anlocken. Halten Sie die Mengen überschaubar, damit das Fallobst auf natürliche Weise „verarbeitet“ wird.

Als Dünger verwenden

Liegen die Früchte auf dem Rasen, sollten Sie diese zügig aufsammeln. Andernfalls leidet der Rasen darunter, dass er nicht mehr ausreichend Sonne erhält. Auch die Grashalme werden platt gedrückt und müssen sich von der Belastung erst wieder erholen.

Obst erweist sich für den Gartenboden aber als nützlich. Sie können es etwa einen halben Meter tief in die Erde eingraben. Dort stellt es Nährstoffe bereit und in der nächsten Saison können Sie mit dem Rasendünger sparsamer umgehen. Möchten Sie den Rasen neu anlegen, dann bietet sich mit dieser Vorgehensweise eine optimale Vorbereitung des Bodens.

Das Fallobst bequem einsammeln

Kleinere Mengen können Sie bequem mit der Hand aufsammeln. Es mag zwar für den Rücken nicht besonders angenehm sein, doch etwas Gartenarbeit ist für die Gesundheit zuträglich.

Haben Sie einen größeren Garten mit zahlreichen Bäumen, könnte die Arbeit eine zu hohe Belastung sein. Abhilfe schafft ein Rollsammler. Dieses Gerät ist mit einem Drahtkorb ausgestattet, welcher flexibel genug ist, um die Früchte aufzunehmen. Sie müssen nur mit dem Gartensammler über die Äpfel oder Birnen fahren und diese werden wie von allein aufgenommen. Danach leeren Sie den Drahtkorb und freuen sich, dass selbst große Mengen ohne viel Aufwand eingesammelt wurden.

Fallobst entsorgen – So einfach geht es

Als Hobbygärtner bereitet es Freude, wenn die Obstbäume ihre Früchte fallen lassen. Können Sie doch endlich das Ergebnis der jahrelangen Aufzucht erleben.

Ist der Aufwand zu hoch oder ein Großteil der Früchte faul, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als dieses wegzuschmeißen. Die hier vorgestellten Möglichkeiten zeigen Ihnen praktische Wege auf, wohin die verfaulten Früchte gehören.

Lassen Sie das Fallobst nicht einfach im Garten liegen, sondern verarbeiten Sie es frühzeitig. Dann können Sie die Entsorgung vermeiden und selber die Früchte genießen.

Sebastian
Hallo, Ich bin Sebastian und lebe seit wenigen Jahren überwiegend in Indonesien. Dort konnte ich endlich meine Leidenschaft zum Gärtnern ausleben. Meine gewonnene Erfahrung teile ich auf Gartenora.de damit diese Leidenschaft auch Ihnen eine große Freude bereitet.

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