Erscheint Ihnen die Kokoserde für den eigenen Garten zu exotisch zu sein? Dann sollten Sie von diesem Misstrauen ablassen und einen Versuch mit dieser hochwertigen Erde wagen. Für die Anzucht ist die Kokoserde als Alternative zur herkömmlichen Anzuchterde gut geeignet. Die Kokoserde wird wie herkömmliche Pflanzenerde verwendet und lässt sich besser transportieren.

Doch welchen Nutzen bietet diese Erde wirklich und wie setzen Sie dieses exotische Produkt in Ihrem Garten am besten ein?

Hier erfahren Sie, wie die Anzucht gelingt und Ihre Pflanzen von der Kraft der Kokosnuss profitieren.

Kokoserde vorgestellt

Kokoserde für Garten
Nutzen Sie die natürliche Kraft der Kokosnuss für Ihren Garten.

Möchten Sie eine besonders natürliche Erde für Ihre Pflanzen einsetzen, sind Sie bei der Kokoserde genau richtig. Diese Erde besteht zu 100% aus natürlichen Bestandteilen. Es handelt sich hierbei nicht um Erde im engeren Sinne.

Die Erde wird aus den Pflanzenfasern der Kokosnuss hergestellt. Im Handel wird das Substrat verkauft, welches aus der Rinde der Kokospalme hergestellt wird. Es handelt sich um einen nachwachsenden Rohstoff, was die Anwendung gut ökologisch verträglich macht.

Falls Sie weitere Bedenken haben, können Sie diese im Bezug auf die Umweltverträglichkeit ablegen. Es werden keine neuen Kokospalmen gepflanzt, um die Erde zu gewinnen. Bei den Fasern, die für die Kokoserde benötigt werden, handelt es sich um Abfallprodukte. Bisher blieben diese Erzeugnisse ungenutzt.

Während der Herstellung wird keinerlei Chemie genutzt. Die Pflanzenfasern werden zunächst zerkleinert. Nach dem Zerkleinern erfolgt die Sterilisation, damit diese für einen langen Zeitraum haltbar sind. Im letzten Schritt erfolgt das Zusammenpressen der Pflanzenfasern. Nun sind die Pflanzenfasern bereit verschifft zu werden.

Im Baumarkt können Sie die Kokoserde gut von anderen Erden unterscheiden. Sie wird in Form von Quelltabletten, Pellets oder größeren rechteckigen Verpackungen verkauft. Trotz der Größe ist der Transport kein Problem. Das Gesamtprodukt wiegt nur wenige Gramm, da keine Feuchtigkeit enthalten ist. Im Vergleich zur Blumenerde ist sie nur etwa 1/3 so schwer.

Für den Garten ist diese Erde besonders gut geeignet. Sie ist frei von Schadstoffen und beinhaltet nur die Pflanzenfasern. Die Fasern sind biologisch abbaubar und auf den Einsatz von Chemikalien wird verzichtet. Besonders gut sind die Eigenschaften der Wasseraufnahme.

Möchten Sie einen Liter des Pflanzensubstrats selber herstellen, benötigen Sie dafür etwa 14 Quelltabletten und 500 ml Wasser.

Das folgende Produkt eignet sich hervorragend für die Anwendung in der Pflanzenaufzucht.

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Nutzen der Kokoserde

Im Gegensatz zu herkömmlicher Blumenerde findet keine Beeinträchtigung der Umwelt statt. Für die Herstellung von Blumenerde werden in der Regel Moore trockengelegt, um den Torf zu erhalten. Der Torf dient in der Erde als Wasserspeicher und lockert die Erde auf.

Die Kokoserde verfügt von Natur aus über diese Eigenschaften. Ein Zusatz von Torf oder anderen Produkten ist nicht notwendig. Dies schont die Moore, welche für das ökologische Gleichgewicht von großer Bedeutung sind. Stellen sie doch einen großen Lebensraum für die örtliche Tierwelt dar. Durch die Herstellung von Blumenerde wird dieser Lebensraum Schritt für Schritt zerstört.

Damit die Kokoserde etwas lockerer ist, wird das Substrat mit zerkleinerten Kokosnussschalen versetzt. Diese sind ebenfalls ein Abfallprodukt bei der Nutzung des Kokosnussfleisches.

Ein weiterer Nebeneffekt vom Abbau des Torfes ist die Freisetzung von CO2. Torf gilt als großer Speicher für das Klima-feindliche Treibhausgas. Beim Abbau des Torfes gelangt das Gas wieder in die Umwelt. Damit trägt die Nutzung der Blumenerde direkt zur Klimaerwärmung bei.

Blumenerde - Torf
Blumenerde mit Torf ist wenig umweltverträglich.

Anders sieht dies bei der Kokoserde aus. Hierbei handelt es sich um einen nachwachsenden Rohstoff. Die Klimaauswirkungen sind nur vom Transport abhängig und weitaus weniger stark, als bei der Blumenerde.

Inhaltsstoffe

Die Kokoserde als solche mag zwar positive Eigenschaften in Bezug auf die Fähigkeiten des Wasserspeicherns haben. Für die Pflanzen hält die Kokoserde allerdings keine weiteren Nährstoffe bereit. Damit die Pflanzen ausreichend versorgt werden, muss ein externer Dünger eingesetzt werden. Wie Sie düngen müssen, hängt von der Pflanze ab, die Sie anzüchten möchten.

Da die Kokoserde sehr locker und luftig ist, können die Wurzeln sich viel besser ausbreiten. Dadurch wird das Wachstum der Pflanze angeregt.

Mit diesen Eigenschaften ist die Erde sehr gut als Anzuchterde geeignet. Es muss lediglich darauf geachtet werden, dass ein externer Dünger hinzugegeben werden muss.

Schädlingsfrei

Beim Kauf der heimischen Blumenerde können unschöne Überraschungen auf den Gärtner warten. Können sich doch Insekten, Schimmelsporen oder Larven in der Erde befinden. Diese Schädlinge können die Anzucht in Gefahr bringen.

Bei der Kokoserde ist dies nicht der Fall. Es handelt sich um reine Pflanzenfasern, die sehr fein sind. In diesen Fasern ist es für die Schädlinge unmöglich zu überleben. Zudem kommen diese am Produktionsort kaum vor.

Dank der Kokoserde müssen Sie also nicht die Befürchtung haben, dass Schädlinge oder sonstige Pflanzenkrankheiten Ihre Anzucht vernichten. Damit ist die Erde insbesondere für sehr empfindliche Pflanzen gut geeignet.

Der Vergleich mit herkömmlicher Anzuchterde

Um die Anzucht zu erleichtern und optimale Bedingungen herzustellen, gibt es spezielle Anzuchterde im Handel. Diese ist gekennzeichnet durch ihre sehr dunkle Farbe. Auf den ersten Blick ist diese Erde zudem sehr fein im Korn.

Dadurch entsteht der Eindruck, dass die Anzucht optimale Wachstumsbedingungen erhalte. Wird jedoch das Wasser hinzugegeben, wird die vormals sehr lockere Erde, verdichtet und relativ fest.

Dies ist alles andere als vorteilhaft für das Wachstum der jungen Pflanzen. Nach dem Gießen kann das Wasser kaum ablaufen und sammelt sich in der Erde. Die Wurzeln sind der dauerhaften Feuchtigkeit ausgesetzt. Als Ergebnis können Sie beobachten, wie sich die Blätter langsam gelb verfärben und die Gesundheit der Pflanze bedroht ist.

Anders verhält es sich bei der Kokoserde. Diese enthält zur Auflockerung Schalen der Kokosnuss. Dadurch wird die Struktur feiner. Diese Form wird auch nach dem Gießen beibehalten. Die Erde ist durchlässig und das Wasser läuft ab, ohne dass die Wurzeln für längere Zeit unter Wasser stehen.

Einsatz von Quelltabletten

Kokosfasern
Die Kokosfasern haben exzellente Eigenschaften, die Sie für die Anzucht nutzen können.

Der Einsatz der Kokoserde für Ihre Anzucht ist ganz simpel mit den Quelltabletten möglich. Diese sind so angefertigt, dass diese die richtige Größe aufweisen, um für Jungpflanzen geeignet zu sein.

Bei der Aussaat müssen Sie mehrere Quelltabletten nutzen. Diese werden nebeneinander angeordnet in den Anzuchttopf gelegt. Danach gießen Sie die Quelltabletten mit Wasser.

Nach etwa fünf Minuten saugen sich die Quelltabletten vollständig mit Wasser voll. Ist noch etwas Wasser im Anzuchttopf vorhanden, gießen Sie dieses nun ab. Durch das aufgenommene Wasser haben die Quelltabletten sich deutlich vergrößert.

Umgeben werden die Quelltabletten von einem feinen Netz. Dieses sorgt für Stabilität. Im Rahmen der Aussaat müssen Sie das Netz an der Oberseite einschneiden. Die Samen werden in die Erde gedrückt. Als Unterstützung können Sie einen Pikierstab nutzen.

Nach der Aussaat bedecken Sie die Samen mit etwas Kokosfasern. Stellen Sie den Anzuchttopf an einen hellen Ort, können sich die Samen prächtig entwickeln. Wie bei herkömmlicher Erde ist das regelmäßige Gießen Pflicht.

Hat die Pflanze eine Größe erreicht, bei der sie nicht mehr für den Anzuchttopf geeignet ist, wird sie umgepflanzt. Dafür wird die Pflanze inklusive der Quelltablette in einen größeren Topf oder in den Garten eingepflanzt.

Das Netz bleibt weiterhin erhalten. Andernfalls könnten die Wurzeln beschädigt werden. Nach einer Weile zersetzt sich das Netz ohnehin von selber.

In diesen einfachen Schritten können Sie die Anzucht auf Ihrem Balkon oder dem Garten mithilfe der Kokoserde in Form von Quelltabletten durchführen.

Dünger für die Kokoserde

Wie bereits angemerkt, ist die Kokoserde zwar gut für die Anzucht geeignet, Nährstoffe fehlen allerdings. Diese werden von Düngern bereitgestellt.

Eine Möglichkeit der Bereitstellung des Düngers ist während des Quellvorgangs. Wurde die Quelltablette gerade mit Wasser übergossen, ist sie besonders aufnahmefähig für den Dünger.

Die andere Möglichkeit besteht in der Zugabe des Düngers mit dem herkömmlichen Gießwasser. Dafür können Sie auch einen Langzeitdünger nehmen. Dieser gibt die Nährstoffe über einen langen Zeitraum ab und bietet eine ausreichende Versorgung.

Welche Kokoserde kaufen?

Für die Anwendung der Kokoserde stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten offen. Sie haben bereits die Quelltabletten kennengelernt, die eine Option darstellen, wenn Sie Kokoserde kaufen möchten. Neben dieser Form gibt es die Kokoserde auch in anderen Varianten.

Kokossubstrat

Das Kokossubstrat lässt sich sehr individuell anwenden und Sie sind nicht auf eine bestimmte Form angewiesen. Das Substrat lässt sich in Einzelstücke zerteilen und in den Topf geben. Durch die hervorragende Speicherfähigkeit des Wassers benötigen Sie nur ein Bruchteil im Vergleich zu herkömmlicher Blumenerde.

Das folgende Substrat können Sie für die Aufzucht Ihrer Pflanzen nutzen.

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Humusziegel

In Ziegelform zusammengepresst können Sie die Kokoserde auch in dieser Form nutzen. Die Mischung aus Kokoserde und Quellerde sorgt für sehr gute Eigenschaften für die Pflanzenzucht. Komplett ohne dem Verwenden von Torf bestehen keine Einschränkungen für die Umwelt.

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Fazit

Herkömmliche Blumenerde mag zwar bisher das beliebteste Produkt unter den Gärtnern sein. Aufgrund der schlechten ökologischen Eigenschaften ist es allerdings sinnvoll, sich nach Alternativen umzuschauen.

Die Kokoserde ist eine prima Abwechslung zur Blumenerde. Sie besteht aus Kokosfasern, die in der Lage sind das Wasser viel effizienter zu speichern. Auf diese Weise gelingt die Pflanzenzucht besser. Wurzeln können sich besser ausbreiten und die Nährstoffaufnahme wird verbessert.

Allerdings muss bei der Anwendung beachtet werden, dass ein Dünger benötigt wird. Nur über diesen findet eine Bereitstellung der Nährstoffe statt.

Nutzen Sie die Kokoserde, um Ihren Pflanzen und der Umwelt etwas Gutes zu tun.

 

Hallo, Ich bin Sebastian und habe Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Nun hat es mich aus Deutschland hinausgezogen nach Indonesien. Hier sind die Bedingungen natürlich etwas abenteuerlicher und umso mehr muss Ich mich mit dem Thema Gärtnern auseinandersetzen. Meine Erfahrungen und Recherche teile Ich auf Gartenora, um das Gärtnern zu erleichtern.