Ein Magnesiumdünger kann Ihnen helfen, dass die Pflanzen und der Rasen wieder zu alter Stärke gelangt. Denn obwohl Magnesium eigentlich reichlich in der Erdkruste vorkommt, sind Böden nicht gerade mit viel Magnesium gesegnet. Grund dafür sind der Ernteentzug und das Auswaschen durch Regen. Wenn Sie einen hohen pH-Wert im Boden feststellen, können Sie auch einen Dünger nutzen, der zusätzlich zum Magnesium noch Rasenkalk bereitstellt.

Möchten Sie aber Ihrem Boden wieder eine gesunde Menge an Magnesium zur Verfügung stellen, dann ist der Magnesiumdünger eine gute Möglichkeit.

Hier erfahren Sie, welche Dünger mit Magnesium für Ihren Boden geeignet sind und wie Sie diese anwenden müssen.

Weshalb der Boden Magnesium benötigt

Für die Gesundheit der Pflanzen gibt es eine Zahl von wichtigen Pflanzennährstoffen. Zu diesen zählen Stickstoff, Phosphor und Kalium genauso wie Magnesium. Magnesium wird benötigt, damit die Pflanzen Chlorophyll aufbauen kann. Ohne das wichtige Chlorophyll kann die Pflanze die Energie der Sonne nicht in Form der Fotosynthese nutzen und würde nach kurzer Zeit eingehen. Damit zeigt sich schon, dass Magnesium einer der essenziellen Nährstoffe ist und mitverantwortlich für das Überleben der Pflanzen ist.

Im Boden kommt Magnesium normalerweise schon natürlich vor und Sie müssen nicht unbedingt einen zusätzlichen Dünger verwenden. Allerdings ist der Gehalt des Magnesiums stark vom pH-Wert und dem Untergrund abhängig.

Auf leichten, sandigen und sauren Böden ist Magnesium eher Mangelware. Gerade säure Böden stellen daher eine große Herausforderung für Ihre Pflanzen dar und dies sollten Sie mit dem schon angesprochenem Rasenkalk in den Griff bekommen.

Ein weiterer Grund, weshalb das Magnesium im Gartenboden nicht mehr so oft vorkommt, ist bedingt durch Niederschläge. Diese waschen das Magnesium regelrecht aus dem Bode und auf diese Weise können vier bis acht Gramm Magnesium pro Quadratmeter jährlich ausgewaschen werden. Damit wird dem Boden also regelmäßig Magnesium entzogen, aber nicht hinzugefügt, weshalb nach einer gewissen Dauer ein Magnesiummangel auftreten wird.

Wenn Sie den Rasen gesät haben, dann ist in der Wachstumsperiode der Bedarf an Magnesium am höchsten. Die Pflanzen benötigen jetzt viele Nährstoffe, um kräftig zu werden und in die Höhe zu wachsen. Auch in der Trockenperiode, wenn den Pflanzen nicht genügend Wasser zur Verfügung steht, greifen diese vermehrt auf das Magnesium zurück.

Im Garten öfter verbreitet sind schon Kaliumdünger. Kalium gilt als Gegenspieler zum Magnesium und wenn der Boden zu reich an Kalium ist, dann kann dies die Aufnahme des Magnesiums beeinträchtigen.

Woran erkennen Sie den Magnesiummangel

Magnesium ist ein Pflanzennährstoff, der für die Bildung des wichtigen Chlorophyll, also Blattgrüns, verantwortlich ist. Das Blattgrün ist direkt im Prozess der Fotosynthese eingebunden und wenn ein Magnesiummangel vorliegt, hat dies schwere Schäden bei den Pflanzen zur Folge.

Zunächst sollten Sie aber wissen, dass Pflanzen wahre Überlebenskünstler sind. Liegt nämlich ein Magnesiummangel vor, dann können die Pflanzen selber Methoden ergreifen, um den Magnesiumhaushalt zu steuern.

Um weiterhin junge Blätter und Triebe aufzubauen, wird das Magnesium aus den älteren Blättern zu den jungen Blättern transportiert. Insgesamt verringert sich aber die Magnesiumkonzentration in den Blattzwischenräumen.

Dies erkennen Sie daran, dass eine Blattaufhellung stattfindet. Dies wird auch als Chlorose bezeichnet und ist der erste Warnhinweis dafür, dass ein Magnesiummangel vorliegt.

Im weiteren Verlauf werden vor allem Veränderungen an den älteren Blättern zu erkennen sein. Denn die Pflanzen konzentrieren das Magnesium stärker in den jungen Trieben und Blättern. Es kommt zu einer Blattaufhellung zuerst der alten Blätter und danach auch der jüngeren Blätter. Auffällig ist dabei, dass die Blattadern weiterhin stark grünlich gefärbt sind und sich optisch deutlich abheben.

Neben der Färbung der Blätter werden Sie auch erkennen können, dass die Pflanzen das Wasser und andere Nährstoffe nur noch gemindert aufnehmen werden.

Die Blattdüngung

Erkennen Sie die ersten Symptome des Magnesiummangels, dann sollten Sie nicht zögern und Ihren Pflanzen die benötigten Nährstoffe wieder zuführen. Andernfalls leidet die Pflanze nur unnötig und die älteren Blätter werden unwiederbringlich absterben.

Normalerweise erfolgt eine Düngung im Boden. Dort werden die Nährstoffe am Boden über die Wurzeln aufgenommen und von der Pflanze verarbeitet.

Bei akutem Magnesiummangel dauert die Aufnahme über die Wurzeln allerdings zu lange. Zudem hat die geschwächte Pflanze ohnehin schon Probleme Nährstoffe über die Wurzeln aufzunehmen.

Als Lösung sollten Sie die Blattdüngung nutzen. Bei dieser werden die Nährstoffe direkt auf die Blätter der Pflanze aufgetragen und per Diffusion aufgenommen. Ganz so einfach ist dies bei Magnesium allerdings nicht. Denn Magnesium ist nicht wasserunlöslich und daher für die Diffusion nicht gerade geeignet.

Daher sollten Sie einen Magnesiumdünger nutzen, der speziell für die Blattdüngung geeignet ist. Hier ist das Magnesium in Salzen gelöst, welche per Osmose vom Blatt aufgenommen werden.

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Für eine bessere Wirksamkeit bietet es sich an, wenn die Pflanze generell etwas feuchter gehalten wird. Bei der Ausbringung müssen Sie zudem bedenken, dass die Verbrennungsgefahr aufgrund des hohen Salzgehaltes sehr hoch ist. Daher sollten Sie diesen Magnesiumdünger nur am Abend ausbringen. Dies stellt zudem sicher, dass der Dünger nicht verdunstet und die Blätter die volle Nährstoffmenge aufnehmen können.

Eine Bodenuntersuchung nutzen

Sind Sie sich unsicher, ob der Gehalt des Magnesiums im Boden ausreichend ist und der Grund für die Verfärbung der Blätter ist, dann kann eine Bodenuntersuchung Klarheit verschaffen. Im Rahmen der Bodenuntersuchung wird der Magnesiumgehalt im Boden bestimmt.

Ergibt die Bodenuntersuchung, dass zu wenig Magnesium im Boden vorhanden ist, können Sie diesem mit Magnesiumsulfat selber düngen. Für die Bodenanalyse müssen Sie die Erde aus Ihrem Garten entnehmen und diese der Landwirtschaftskammer oder einem Forschungsinstitut zusenden, wenn diese eine entsprechende Analyse anbieten. Auch das Gartencenter kann solch eine Analyse in speziellen Fällen für Sie durchführen. Allerdings dauert solch eine Analyse eine lange Zeit und bis Sie die Ergebnisse erhalten, kann es für Ihre Pflanzen schon zu spät sein.

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Möchten Sie nicht die Kosten in eine professionelle Bodenuntersuchung investieren, dann können Sie auch den pH-Wert selber bestimmen. Hierfür gibt es einfache Bodentester, die Sie online erwerben können. Diese werden mit der Erde aus Ihrem Garten und etwas destilliertem Wasser bestückt. Innerhalb einer Minute erhalten Sie schon das Ergebnis.

Deutet der pH-Wert an, dass der Boden sauer ist, dann sollten Sie unverzüglich damit beginnen den Magnesiumdünger auszubringen.

Magnesiumdünger ausbringen

Wenn Sie die Blattdüngung durchgeführt haben und jetzt eine eher langfristige Lösung suchen, dann sollten Sie den Magnesiumdünger für den Boden ausbringen.

Dies sollten Sie zu jeder Saison in regelmäßigen Abständen wiederholen, da dieser durch das Wachstum der Pflanzen und den Regen stark beansprucht wird.

Für eine optimale Düngung können Sie Bittersalz verwenden. Bei einem akuten Mangel wird die Ausbringung von etwa 100 bis 200 Gram pro Quadratmeter empfohlen.

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Langfristig können Sie dann jedes Jahr eine Düngung von 50 bis 100 Gramm Bittersalz pro Quadratmeter durchführen, um die Magnesium Menge im Boden ausreichen hoch zu halten. Sind keine Mangelerscheinungen mehr zu erkennen, können Sie auch einen einfachen Volldünger verwenden, der neben dem Magnesium auch andere Nährstoffe beinhaltet. Dadurch ist der Boden für die gesamte Saison über gut versorgt und die Pflanzen können ideal wachsen.

Fazit

Werden die Blätter Ihrer Pflanzen gelb und Sie nehmen das Wasser und die Nährstoffe nicht mehr so gut auf? Wachsen Sie langsamer, aber die Blattadern sind weiterhin stark grünlich?

Dann liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Magnesiummangel in Ihrem Boden vor. Der Mangel an Magnesium kann durch die Auswaschung des Regens oder ungünstigen Bodenverhältnissen erfolgen.

In einer Erstmaßnahme sollten Sie das Magnesium in Form eines Blattdüngers ausbringen. Danach empfiehlt sich die Gabe von Bittersalz für Ihren Boden.

Um zu prüfen, ob der Boden generell zu sauer ist und dies ein Grund für den Magnesiummangel ist, können Sie selber einen Bodentester online kaufen und die Erde Ihres Gartens auf den pH-Wert überprüfen.

Sehen Ihre Pflanzen also etwas kränklich aus, dann erwägen Sie, ob ein Magnesiummangel vorliegt und ergreifen Sie die richtigen Gegenmaßnahmen. Mit dem Magnesiumdünger sorgen Sie wieder für kräftig grüne und gesunde Pflanzen in Ihrem Garten.

 

Hallo, Ich bin Sebastian und habe Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Nun hat es mich aus Deutschland hinausgezogen nach Indonesien. Hier sind die Bedingungen natürlich etwas abenteuerlicher und umso mehr muss Ich mich mit dem Thema Gärtnern auseinandersetzen. Meine Erfahrungen und Recherche teile Ich auf Gartenora, um das Gärtnern zu erleichtern.