Damit der Rasen gesund in die Höhe wächst, benötigt er einen Boden, welcher optimale Wachstumsbedingungen bietet. Dazu gehören nicht nur gewisse Nährwerte, wie sie von einem Flüssigdünger bereitgestellt werden, sondern auch ein pH-Wert in einem Bereich von 7.

Ist der Boden zu sauer oder alkalisch, kann der Rasen einen Schaden nehmen. Unkraut könnte sich ausbreiten und der Rasen erscheint leicht gelblich. Damit dies nicht geschieht, ist ein Kalken des Rasens vorteilhaft. Mit dieser Methode erhöhen Sie den pH-Wert des Bodens, sodass ein säuerlicher Boden sich dem erstrebten Wert von 7 annähert.

Doch wann ist der beste Zeitpunkt, um den Rasen zu kalken und welche Anzeichen sollten Sie ernst nehmen?

Moos im Rasen

Ein Unkraut, welches sich in Böden ausbreitet, die zu sauer sind, ist Moos. Das Moos ist deutlich widerstandsfähiger und anspruchsloser als der Rasen. Der Rasen leidet auf einem sauren Boden und schafft es kaum sich gegen das Moos zu behaupten. Bemerken Sie, dass sich das Moos ausbreitet, können Sie mit einem Moosvernichter dagegen ankämpfen. Gehen Sie der Ursache nicht auf dem Grund, sorgt diese Maßnahme nur kurzzeitig für Erfolg und das Moos wird wieder zurückkehren.

Stellen Sie das Moos fest, ist dies ein guter Zeitpunkt, um dem Boden einen Test zu unterziehen. Nutzen Sie ein einfaches Testkit, welches Sie über die Bodenbeschaffenheit aufklärt. Liegt der pH-Wert tatsächlich unter dem empfohlenen Zielwert von 7, dann ist es an der Zeit den Rasenkalk auszubringen.

Möchten Sie auf professionelle Weise bestimmen, wie hoch der pH-Wert des Bodens ist, können Sie den Rasen auch bei einem Labor einsenden. Dieses wird eine Bodenanalyse vornehmen und genau bestimmen, ob der pH-Wert Probleme bereitet oder ein anderer Mangel vorliegt.

Das Rasenkalken im Rahmen des Vertikutierens

Im Frühjahr bietet es sich an den Boden auf die kommende Saison vorzubereiten. Damit stellen Sie sicher, dass der Rasen optimale Wachstumsbedingungen vorfindet und über die robuste Gesundheit verfügt.

Erwacht der Boden aus seinem „Winterschlaf“, tritt dieser nicht in bestem Zustand in Erscheinung. Es befinden sich jede Menge Reste des Vorjahres auf dem Boden und die Erde ist zu hart, als dass der Rasen dort problemlos wachsen könnte.

Daher wird im Frühjahr das Vertikutieren durchgeführt, um die alten Schichten über dem Boden zu entfernen. Gleichzeitig wird der Boden etwas gelockert, sodass die Rasensamen später besser mit Sauerstoff versorgt werden.

Im Anschluss an das Vertikutieren bietet es sich an einen leicht sauren Boden zu kalken. Die Erde ist aufnahmebereiter und der Kalk lässt sich effizienter verwenden. Somit sinkt die Menge, die Sie ausbringen müssen und der Effekt ist höher.

Auch Anfang September ist es angebracht, den Rasen nochmals zu kalken. Er wird nun auf den Winter vorbereitet und Maßnahmen wie das Vertikutieren und Aerifizieren nochmals durchgeführt. Daher ist auch zu diesem Zeitpunkt das Kalken des Rasens zu empfehlen.

Ideale Wetterbedingungen zum Kalken

Sie haben nun einen groben Zeitraum erhalten, indem es sich lohnt den Rasen zu kalken. Können Sie nun an einem beliebigen Zeitpunkt loslegen oder gibt es noch etwas zu beachten?

Das Kalken sollten Sie im Anschluss an das Mähen sowie dem Vertikutieren durchführen. Wie beim Düngen ist es auch beim Kalken von Vorteil, wenn es möglichst windstill und trocken ist. Dadurch wird der Rasenkalk nicht verweht und bleibt in der gewünschten Menge auf der Rasenfläche.

Kündigt sich für die nächsten Tage ein leichter Regen an, ist der Zeitpunkt zum Ausbringen des Kalks perfekt. Durch die Bewässerung dringt der Kalk nun besser in die Erde und hebt dort den pH-Wert auf das gewünschte Niveau.

Bei hohem pH-Wert das Kalken unterlassen

Den Rasen zu kalken ist nicht immer notwendig. Zwar wird ein viel genutzter Boden im Zeitverlauf leicht säuerlicher, weil Pflanzen und der Rasen Nährstoffe herausziehen, doch nicht immer ist diese Entwicklung so dramatisch, dass ein Kalken erforderlich wäre.

Sie müssen daher nicht automatisch im Frühjahr zum Rasenkalk greifen, sondern sollten zunächst einen Test des Bodens durchführen. Befindet sich dieser noch im grünen Bereich, dann verzichten Sie auf das Kalken. Andernfalls könnte der pH-Wert über das gewünschte Niveau gehoben werden, sodass ebenfalls eine Beeinträchtigung des Rasens vorliegt.

Der perfekte Zeitpunkt zum Kalken des Rasens

Ist der Boden leicht säuerlich, wirkt der Rasenkalk alkalisch und verhilft der Erde dazu, wieder den gewünschten pH-Wert von 7 zu erzielen. Drei Zeitpunkte gelten als optimal, um dort den Rasenkalk auszubringen.

  • Es breitet sich Moos oder anderes Unkraut aus und der Test des Bodens ergibt, dass der pH-Wert weit unter 7 liegt
  • Im Frühjahr nach dem Vertikutieren
  • Während der Vorbereitung des Rasens auf dem Winter – ebenfalls nach dem Vertikutieren

Richten Sie sich an diese Empfehlungen und führen Sie regelmäßig einen Bodentest durch, sind Sie auf der sicheren Seite. Ergibt der Test, dass der Boden hingegen zu alkalisch ist, sollten Sie lieber einen Eisendünger verwenden, welcher den pH-Wert etwas senkt. Somit halten Sie den Boden mit den geeigneten Maßnahmen immer im optimalen pH-Bereich und der Rasen freut sich darüber.

Hallo, Ich bin Sebastian und lebe seit wenigen Jahren überwiegend in Indonesien. Dort konnte ich endlich meine Leidenschaft zum Gärtnern ausleben. Meine gewonnene Erfahrung teile ich auf Gartenora.de damit diese Leidenschaft auch Ihnen eine große Freude bereitet.