Wenn von Dünger die Sprache ist, werden Sie wahrscheinlich an die teuren Düngemittel aus dem Fachhandel denken. Diese gibt es in den unterschiedlichsten Zusammensetzungen und erreichen eine ganz spezielle Wirkung.

Manchmal kann ein nützlicher und günstiger Dünger viel näher sein, als Sie denken. Die Holzasche gilt als Geheimtipp, um einige Pflanzen mit den benötigten Nährstoffen zu versorgen, sodass diese prächtig wachsen.

Wie geeignet ist Asche als Dünger tatsächlich und worauf müssen Sie bei der Anwendung achten?

Welche Asche ist als Dünger geeignet?

Asche gilt Gemeinhin als der Rest, der nach dem Verbrennen von organischen Stoffen zurückbleibt. Nicht jeden Rohstoff können Sie als Dünger verwenden und daher ist es wichtig, auf den Ausgangsstoff zu achten.

Wenn Sie Asche als Dünger verwenden möchten, ist damit in der Regel die Holzasche gemeint. Hierfür ist auch die Asche aus Ihrem Kamin geeignet, insofern es sich um ein unbehandeltes und natürliches Holz handelt.

Auch die Asche von Papier oder Pflanzen können Sie als Dünger verwenden. Wichtig ist, dass es sich um natürliche Rohstoffe handelt.

Nicht verwendbar für das Düngen des Bodens sind zum Beispiel bedrucktes Papier, Briketts oder behandeltes Holz. Diese enthalten Inhaltsstoffe, die nichts im Boden verloren haben und sogar einen Schaden anrichten können.

Belassen Sie es bei der Asche daher dringend nur bei Holz, Stroh, Papier und Pflanzen, welche nicht behandelt wurden. Diese enthalten nützliche Stoffe, die vom Boden und den heranwachsenden Pflanzen gerne aufgenommen werden.

Zusammensetzung der Holzasche

Holzasche - Calcium
Die Holzasche besteht zu einem Großteil aus Calcium

Eigentlich mag es verwunderlich sein, dass die Asche zum Düngen geeignet sein soll. Mag es sich doch eigentlich nur um verbrannte Reste handeln, die im Allgemeinen als Abfall gelten.

Doch ganz so einfach ist dies in Bezug auf den Garten nicht. Die Holzasche besteht zum Großteil aus Calcium. In der Holzasche beträgt der Anteil rund 25 bis 45 Prozent am Gesamtgewicht.

Des Weiteren enthält die Holzasche Magnesium und Kalium. Diese sind in einem Bereich von rund 5 Prozent vertreten. Phosphorpentoxid macht noch einen nennenswerten Anteil mit etwa 2 bis 3 Prozent aus.

Die weiteren Bestandteile sind u.a.:

  • Eisen
  • Mangan
  • Natrium
  • Bor

Diese Nährstoffe und mineralische Spurenelemente sind für die Pflanzen wichtig, um optimal zu wachsen und sich einer guten Gesundheit zu erfreuen.

Kritisch wird es hingegen, falls Sie behandeltes Holz oder eine ungeeignete Asche verwenden. Dann könnten Sie den Boden unerfreulicherweise mit Schwermetallen wie Blei, Cadmium oder Chrom vergiften.

Bei der geeigneten Asche sind diese gesundheitsschädlichen Stoffe aber nicht enthalten, sodass Sie ganz auf die positiven Eigenschaften setzen.

Welche Wirkung erzielt die Asche als Dünger?

Nutzen Sie den Boden bereits einige Jahre wirtschaftlich, werden diesem kontinuierlich Nährstoffe entzogen. Mit einem geeigneten Dünger können Sie dem zwar entgegenwirken, doch die Bodenqualität nimmt häufig mit der Zeit ab.

Boden entsäuern

Säuerlicher Boden
Bewirtschaften Sie den Garten Jahr für Jahr, wird der Boden zunehmend säuerlich

Dies erkennen Sie vor allem daran, dass der pH-Wert des Bodens in einen säuerlichen Bereich abdriftet. Asche ist stark basisch. Streuen Sie die Asche aus, werden saure Böden neutralisiert. Im optimalen pH-Bereich wachsen und nehmen Pflanzen die Nährstoffe besser auf. Damit ist die Holzasche als wirksame Alternative zum Rasenkalk zu sehen. Nutzen Sie einen Kamin, in welchem Sie natürliches Holz verwenden, können Sie die entstehende Asche weiterverwenden. Dadurch führen Sie die Asche einem sinnvollen Zweck zu und werten den Boden auf.

Nährstoffe bereitstellen

Pflanzen benötigen reichlich Nährstoffe, um optimal zu wachsen. Sind diese im Boden nicht vorhanden, müssen diese von Außen zugeführt werden. Die Holzasche gilt reich an Nährstoffen und enthält neben Calcium auch Kalium und Kalk. Lediglich Stickstoff fehlt im Inhalt, sodass Sie dieses zusätzlich ausbringen müssen.

Wirksam gegen Moos

Moos und andere Unkräuter breiten sich immer dann aus, wenn der Rasen geschwächt und der Boden weniger optimal ist. In einem sauren Boden wächst Klee im Rasen und auch Moos könnte das Grün verdrängen.

Mit Asche düngen ist eine einfache Methode, damit der saure Boden wieder einen gesunden pH-Wert annimmt. Dann fühlt sich Ihr Rasen besser und ist widerstandsfähiger gegen die Unkräuter.

Für welche Pflanzen ist die Asche verträglich?

Holzasche beweist sich als wirkungsvoll und effektiv, um die Eigenschaften des Bodens zu beeinflussen. Die Wirkung der Asche ist allerdings so intensiv, dass es schnell in die andere Richtung gehen kann. Ein überkalkter Boden ist ebenso für viele Pflanzen ein Problem.

Die Asche sollten Sie daher nur bei Pflanzen ausbringen, die mit einem kalkhaltigen Boden kein Problem haben und einen höheren Calciumbedarf besitzen. Sie sind relativ unempfindlich und auch eine Überdosierung der Asche verkraften sie ohne sichtbare Folgen. Verwenden Sie die Asche als Dünger bedenkenlos bei diesen Pflanzen:

  • Tomaten
  • Rosenkohl
  • Rosen
  • Gladiolen
  • Geranien
  • Fuchsien
  • Weinreben
  • Himbeeren
  • Waldmeister

Auch einige Zimmerpflanzen sind gegenüber dem hohen Kalkgehalt toleranter und verkraften es, wenn Sie die Asche als Dünger einsetzen.

Empfindlicher sind hingegen die folgenden Pflanzen. Sie fühlen sich auf einem leicht sauren Boden wohl, sodass bei der Asche die Gefahr besteht, dass der pH-Wert zu stark ansteigt. Verzichten Sie auf die Holzasche bei diesen Pflanzen:

  • Rhododendren
  • Heidelbeeren
  • Farne
  • Obst- und Gemüsepflanzen

Mögliche Risiken Düngung mit Asche

Asche analysieren
Bauen Sie im Boden Nutzpflanze an, sollten Sie die Asche im Labor analysieren lassen, um sicherzugehen, dass keine Schwermetalle oder Schadstoffe enthalten sind

Die Asche als Dünger verwenden ist bei Pflanzen, die zum späteren Verzehr gedacht sind, mit einem hohen Risiko verbunden. Selten lässt sich zweifelsfrei sagen, dass die Asche frei von Schadstoffen oder Schwermetallen ist. Beim Verbrennen können die Schwermetalle in der Asche zurückbleiben und nach dem Düngen von der Pflanze aufgenommen werden.

Möchten Sie eine größere Menge an Asche verwenden, dann lassen Sie diese vorab in einem Labor analysieren. Dort wird Ihnen bestätigt, ob die Asche unbedenklich und für den Einsatz als Dünger geeignet ist.

Gehen Sie lieber kein Risiko ein und Düngen Sie den Boden nur mit der Holzasche, falls Sie darauf Zierpflanzen großziehen. Bei diesen sind keine gesundheitlichen Risiken zu erwarten.

Fraglich ist nicht nur, ob Schwermetalle enthalten sind. Sie wissen auch nicht, wie die genaue Zusammensetzung der Holzasche ist. Folglich ist Ihnen nicht bekannt, wie viel Calcium und andere Nährstoffe Sie eigentlich ausgebracht haben. Sind Ihre Pflanzen sehr empfindlich, dann verwenden Sie lieber einen Flüssigdünger aus dem Fachhandel. Dort haben Sie eine größere Sicherheit über den Inhalt und können diesen besser dosieren.

Die richtige Anwendung

Das Ausbringen der Holzasche ist nicht kompliziert. Dennoch sollten Sie ein paar Grundregeln beachten, damit die Anwendung sich als effektiv erweist.

Zum Schutz der eigenen Gesundheit ist es angebracht Handschuhe zu tragen. Die Holzasche besitzt einen hohen pH-Wert, was die eigene Haut angreift.

Bringen Sie die Holzasche nur an windstillen Tagen aus. Dadurch besteht nicht die Gefahr, dass das Düngemittel verweht wird und eine ungleichmäßige Ausbringung in der Fläche besteht. Ein leichtes Befeuchten der Asche verhindert, dass diese vom Wind weggetragen wird.

Ein Ausbringen in Verbindung mit Stickstoffdüngern oder phosphathaltigen Düngern ist nicht zu empfehlen. Es können gefährliche Stoffe entstehen, die dem Boden schaden und eine Gesundheitsgefahr darstellen.

Wie viel Dünger müssen Sie pro m² verwenden?

Die Menge der Holzasche hängt maßgeblich vom pH-Wert des Bodens ab. Bewegt sich dieser in einem Bereich von 4, sollten Sie rund 200 bis 400 Gramm Asche pro Quadratmeter ausbringen. Diese Anwendung ist allerdings nicht jährlich vorzunehmen. Ein zeitlicher Abstand von 3 bis 4 Jahren reicht für die Erhöhung des pH-Werts aus.

Ist der Boden nur leicht säuerlich, dann reichen niedrigere Mengen von 100 bis 200 Gramm aus. Gehen Sie lieber behutsamer vor, um eine Überkalkung zu vermeiden. Dann können Sie mit der Asche düngen und langfristig den positiven Effekt nutzen.

Die Holzasche als Dünger verwenden

Nach einiger Zeit der Bewirtschaftung werden Böden sauer. Anstatt dies mit einem Rasenkalk auszugleichen, können Sie hierfür Holzasche verwenden. Die Pflanzen- oder Holzreste enthalten einige nützliche Nährstoffe, die sich positiv im Garten bemerkbar machen.

Stellen Sie sicher, dass es sich um Asche von unbehandelten und natürlichen Rohstoffen handelt. Haben Sie den Garten mit Asche gedüngt, können Sie in Ruhe abwarten, wie sich der pH-Wert verändert und in den gewünschten Bereich gelangt.

Bei empfindlichen Pflanzen stellt die Asche als Dünger jedoch ein gewisses Risiko dar, da die Menge der Inhaltsstoffe variieren und ein Überkalken möglich ist. Mit den üblichen Düngern aus dem Fachhandel ist eine genauere Dosierung möglich, sodass Sie selber abwägen müssen, ob die Asche als Dünger für Ihre Anwendung geeignet ist.

Hallo, Ich bin Sebastian und lebe seit wenigen Jahren überwiegend in Indonesien. Dort konnte ich endlich meine Leidenschaft zum Gärtnern ausleben. Meine gewonnene Erfahrung teile ich auf Gartenora.de damit diese Leidenschaft auch Ihnen eine große Freude bereitet.