Klee mag für die meisten Personen ein Glücksbringer sein, wenn der Klee allerdings im Rasen wiedergefunden wird, dann ist schnell Schluss mit der Glückseligkeit. Der Klee kann schnell zu einer Plage werden und den Rasen angreifen. Dabei geht der Klee im Rasen so aggressiv vor, dass er den Rasen verdrängen kann. Damit allerdings keine Lücken im Rasen entstehen und dieser wieder in voller Kraft erstrahlen kann, gibt es einige Möglichkeiten wie gegen den Klee im Rasen vorgegangen, oder diesem vorgebeugt werden kann.

Neben den Ursachen für Klee im Rasen erfahren Sie zudem einfache Tipps und Hausmittel, mit dem der Klee aus dem Rasen wieder vertrieben werden kann.

Ursachen für Klee im Rasen

Normalerweise sollte gesunder Rasen so widerstandsfähig sein, dass sich dort kein Klee ansammeln kann. Sobald der Rasen die gesamte Bodenfläche bedeckt, bietet sich dort eigentlich kein Platz mehr, in dem sich der Klee ausbreiten kann.

Bei einem gesunden Rasen gibt es tatsächlich keine Möglichkeit für den Klee sich breit zu machen. Deshalb ist der Klee im Rasen ein Zeichen dafür, dass ein Mangel vorliegt und es dem Rasen nicht besonders gut geht.

Welcher Mangel genau vorherrscht können Sie unter anderem an der Sorte des Klees ablesen. Im Allgemeinen ist jedoch ein Stickstoffmangel eine Ursache dafür, dass sich Klee im Rasen anreichern kann. Klee hat hierbei bessere Eigenschaften auf einen Stickstoffmangel zu reagieren, als der Rasen. Dies führt dazu, dass die Grashalme zurückgehen, während der Klee sich weiterhin gut verbreiten kann.

Je nach Kleesorte können allerdings auch andere Mängel vorliegen.

Wächst Weißklee auf Ihrem Rasen dann ist dies ein allgemeiner Hinweis darauf, dass der Boden entweder zu kalkhaltig, oder nährstoffarm ist. Weißklee kann nämlich schon mit wenigen Ressourcen gut zurechtkommen und kann sich daher auch auf eher schlechten Böden gut verbreiten.

Anders sieht es allerdings beim Sauerklee aus. Wie sein Name schon andeutet, bevorzugt er eher kalkarmen und sauren Boden. Finden Sie also Sauerklee in Ihrem Rasen sollten Sie mit einem pH-Messgerät den pH-Wert Ihres Rasens untersuchen.

Ein Klee der besonders an stickstoffarmen Böden angepasst ist, ist der Hornklee.

Klee im Rasen Vorbeugen

Nachdem die Ursachen nun erläutert wurden, ist es am einfachsten wenn die Ursachen für den Wuchs des Klees vorgebeugt wird. Da die Stickstoffarmut einer der Hauptgründe dafür ist, dass sich Klee im Rasen ausbreiten kann, sollten Sie also für mehr Stickstoff im Boden sorgen. Die Stickstoffarmut können Sie auf verschiedene Wege beheben.

Zunächst einmal sollten Sie sicherstellen, dass der Rasen ausreichend gedüngt wird. Ist die letzte Behandlung mit einem Dünger schon etwas zurück, dann ist der Klee ein ernstes Anzeichen dafür, dass der Boden wieder einen neuen Dünger benötigt.

Haben Sie allerdings vor kurzem erst den Rasen gedüngt und dennoch liegt ein Stickstoffmangel vor, dann sollten Sie nicht direkt mit dem nächsten Dünger den Rasen behandeln. Hierfür eignet sich vor allem Hornmehl. Mit Hornmehl können Sie dem Boden gezielt Stickstoff zuführen, ohne das Wachstum des Klees positiv zu beeinflussen. Sie sollten nämlich hierbei auch bedenken, dass normaler Dünger durchaus auch den Klee positiv beeinflussen könnte.

Zudem sollte auf eine ausreichende Bewässerung des Rasens geachtet werden. Gerade in den Sommermonaten besteht das Risiko, dass der Rasen austrocknet und die Grashalme schnell unterversorgt sind. Der Klee hingegen kommt auch mit weniger Wasser aus und kann daher bei Trockenheit sich besser verbreiten als der Rasen.

Zu guter Letzt sollte der Rasen auch nicht zu kurz gemäht werden. Klee hat nämlich den Nachteil, dass er sehr viel Licht benötigt, aber gleichzeitig nicht sehr hoch gewachsen ist. Stellen Sie also fest, dass sich Klee auf Ihrem Rasen breit macht, dann sollten Sie auch mal auf das Mähen verzichten und den Rasen lieber etwas länger wachsen lassen. Auf diese Weise entziehen Sie dem Klee das so dringend benötigte Licht und schwächen den Klee massiv.

5 Maßnahmen gegen Klee im Rasen

Klee im Rasen beseitigen

Hat sich der Klee allerdings schon stark ausgebreitet dann helfen die Vorbeugemaßnahmen nur noch in sehr geringem Umfang. Ist die Gesundheit des Rasens bereits so stark angegriffen, dass kahle Stellen zu beobachten sind und diese zunehmend vom Klee eingenommen werden, dann sollten Sie nicht zögern, sondern handeln.

Mit den folgenden 5 Tipps können Sie gegen den Klee vorgehen und zudem für einen gesünderen Rasen sorgen. Das oberste Ziel und auch der beste Weg um den Klee im Rasen zu beseitigen ist immer noch für einen gesunden Rasen zu sorgen.

Klee Wegdüngen

Wie bereits bei den vorbeugenden Maßnahmen gezeigt, ist das Düngen durchaus eine gute Möglichkeit, um den Klee im Rasen zu beseitigen. Beim Düngen sollte so vorgegangen werden, dass der Rasen zunächst gemäht wird. Hierbei sollte eine Länge des Rasens von 4cm allerdings nicht unterschritten werden.

Je kürzer der Rasen ist, desto einfacher hat es der Klee sich im Rasen auszubreiten. Wenn der Klee also bereits zu sehen ist, dann lassen Sie den Rasen ruhig etwas länger wachsen und düngen diesen trotzdem.

Bevor Sie mit dem Düngen anfangen sollten Sie allerdings noch weitere Vorsichtsmaßnahmen treffen. Da durch den Dünger auch der Klee an Kraft gewinnen könnte, sollte dieser vorher entfernt werden. Dies bedeutet, dass Sie alle Kleenester entweder mit einem Spaten entfernen, oder den Vertikutierer zur Hilfe nehmen.

In jedem Fall ist diese Vorbereitungsmaßnahme mühselig, sie ist allerdings notwendig, damit nur der Rasen vom Dünger profitiert und nicht etwa der Klee. Die Rasenstellen die der Klee besonders stark angegriffen hat sollten Sie zudem den Rasen nach säen. Sind Sie nämlich gründlich vorgegangen und haben den Klee beseitigt wird Ihr Rasen eher einem Schlachtfeld ähneln.

Den Klee allein durch Düngen zu vertreiben ist nur bei kleineren Flächen und einem eher mäßigem Kleebefall empfehlenswert. Der Vorteil ist allerdings, dass sobald der Klee einmal beseitigt wurde, dieser nicht so schnell wieder auftauchen wird.

Chemische Unkrautvernichter

Ist der Befall des Klees so stark, dass ein manuelles Entfernen mit Hilfe des Vertikutierers kaum möglich ist, dann müssen effektivere Mittel eingesetzt werden. Auch wenn chemische Mittel im Garten vermieden werden sollten, gibt es natürlich auch hier Unkrautvernichter, die gegen den Klee eingesetzt werden können.

Die Unkrautvernichter wirken dabei so, dass Sie nur zweikeimblättrige Pflanzen angreifen. Zu diesen gehört unter anderem der Klee. Einkeimblättrige Pflanzen wie die Grashalme werden von diesen chemischen Unkrautvernichtern verschont.

Die Herbizide entziehen dem Klee die Möglichkeit neue Nährstoffe aufzunehmen. Damit wird dieser auf lange Sicht absterben und der Rasen hat wieder mehr Platz um sich zu entfalten.

Chemische Unkrautvernichter wirken allerdings auch nicht sofort. Die Wirkzeit kann gut und gerne drei Wochen betragen und es ist also einiges an Geduld erforderlich, bis der Klee wieder verschwindet.

Zudem muss bei der Anwendung des Unkrautvernichters auf die Windrichtung und das Wetter geachtet werden. Diese haben einen großen Einfluss darauf, wie das Herbizid wirkt. So sollte es vermieden werden bei starken Winden die chemischen Unkrautvernichter auszubringen.

Ebenfalls sollte der Rasen für einige Stunden nicht von Kindern, oder Haustieren betreten werden. Auch wenn der Unkrautvernichter keine große Gefahr darstellt, sollte dennoch kein gesundheitliches Risiko eingegangen und der Rasen für wenige Stunden nicht betreten werden.

Ist die Behandlung einmal abgeschlossen und der Klee ist beseitigt ist eine grundlegende Pflegebehandlung des Rasens angebracht. Hierfür empfiehlt es sich den Rasen zu mähen und mit einem Dünger zu behandeln.

Dem Klee das Licht entziehen

Bisher scheint es ja so zu sein, dass der Klee dem Rasen in Sachen Stärke einiges Voraus hat. So kommt er auf nährstoffarmen Böden sehr gut zurecht und auch eine empfindsame Trockenheit macht dem Klee kaum zu Schaffen.

Eine Schwäche hat der Klee allerdings und diese ist, dass er hohe Lichtmengen benötigt um zu wachsen. Im Vergleich zum Rasen benötigt er sogar eine sehr viel größere Lichtmenge und genau diesen Umstand können Sie nutzen, um den Klee zu beseitigen.

Jetzt wird dem Klee nämlich der Kampf angesagt indem ihm das Licht entzogen wird.

Hierzu nehmen Sie eine undurchsichtige Plane und decken damit den Rasen ab. Dies führt dazu, dass der Klee kein Licht mehr erhält und binnen weniger Wochen hat dieser sich zurückgebildet. Wie lange Sie die Plane allerdings über dem Rasen legen müssen hängt von der Stärke des Befalls ab. Eine Dauer von maximal vier Wochen sollte allerdings ausreichend sein, um den Klee in jedem Fall loszuwerden.

Der Vorteil dieser Methode ist ganz klar, dass Sie sehr natürlich und gleichzeitig effektiv ist. Im Gegensatz zum chemischen Unkrautvernichter müssen Sie nicht mit chemischen Mitteln hantieren, die Ihren Garten eventuell stark belasten könnten.

Die Plane sieht optisch aber alles andere als hübsch aus. Zudem wird natürlich auch dem Rasen das Licht entzogen, weshalb dieser ebenfalls geschwächt wird.

Im Gegensatz zum Klee kann der Rasen allerdings besser auf diesen Lichtentzug reagieren und mit ein bisschen Pflege wird er innerhalb kürzester Zeit wieder in alter Kraft erstrahlen. Daher empfiehlt es sich den Rasen nach der Maßnahme einmal zu düngen und kahle Stellen mit neuem Saatgut auszubessern.

Klee durch Vertikutieren entfernen

Der Vertikutierer ist eine echte Geheimwaffe im Gartenarsenal. Mit Hilfe des Vertikutierers kann nicht nur für eine bessere Gesundheit des Rasens gesorgt werden, sondern er kann auch ideal den Klee im Rasen beseitigen.

Hierbei wird der Vertikutierer einfach so angewandt, dass der Rasen ganz normal bearbeitet wird. Durch die Bearbeitung wird der Klee so stark beschädigt, dass er langfristig nicht mehr weiterwachsen kann.

Der Klee ist nämlich durchaus empfindlicher als der Rasen und durch das Bearbeiten mit dem Vertikutierer werden die Wurzeln des Klees beschädigt.

Die zweite positive Wirkung ist zudem das durch das Vertikutieren dem Rasen mehr Sauerstoff zugefügt wird. Dadurch gewinnt er wieder an Kraft und kann den Klee mit Leichtigkeit verdrängen.

Im Anschluss kann der Rasen wiederum gedüngt werden, um einem erneuten Befall vorzubeugen.

Hausmittel gegen Klee

Wenn der Befall des Klees noch überschaubar ist und Sie den Anblick des Klees noch verkraften, dann können Sie auch mit einfachen Hausmitteln versuchen den Klee zu beseitigen. Diese haben den Vorteil, dass Sie sowohl die Natur, als auch Ihren Geldbeutel schonen und der Aufwand relativ gering ist. Ob die Hausmittel allerdings Wirkung zeigen ist nicht unbedingt garantiert.

Das bekannteste Hausmittel gegen Klee ist der Einsatz von kochendem Wasser. Das kochende Wasser wird dazu einfach über die betroffenen Stellen geschüttet und im Anschluss werden die abgetöteten Pflanzenreste aufgesammelt. Der Klee ist hier empfindlicher als der Rasen und so können Sie Schritt für Schritt den Klee aus Ihrem Rasen entfernen.

Hornspäne sind ebenfalls dafür geeignet den Klee im Rasen zu besiegen. Hornspäne enthalten den dringend benötigten Stickstoff, der den Rasen wieder zu alter Kraft verhilft. Denn wie bereits erläutert ist eine Hauptursache des Klees darin zu finden, dass der Boden zu wenig Stickstoff enthält.

Oftmals wird auch die Anwendung von Essig und Salz im Kampf gegen den Klee empfohlen. Dies ist allerdings nicht nur auf Grund seiner zweifelhaften Wirkung nicht zu empfehlen, sondern in den meisten Fällen auch verboten. Das Salz kann schnell ökologische Schäden anrichten und auch Ihr Garten wird sich über dieses salzige Geschenk kaum freuen.

Hallo, Ich bin Sebastian und habe Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Nun hat es mich aus Deutschland hinausgezogen nach Indonesien. Hier sind die Bedingungen natürlich etwas abenteuerlicher und umso mehr muss Ich mich mit dem Thema Gärtnern auseinandersetzen. Meine Erfahrungen und Recherche teile Ich auf Gartenora, um das Gärtnern zu erleichtern.