Algen stehen als Nahrungsmittel hoch im Kurs. Sie sind reich an Nährwerten und wachsen zügig. Was auf den Tellern so mancher modernen Restaurants eine nette Abwechslung darstellt, ist im Garten oder dem Balkon allerdings kein freudiger Anblick.

Algen und Moos machen sich dort breit, wo für den Rasen oder andere Pflanzen kaum geeignete Wachstumsbedingungen vorherrschen. Die Algen hinterlassen eine deutlich grüne Farbe und stören das Erscheinungsbild. Es scheint, als wäre Ihr Garten kaum gepflegt.

Zudem bestehen bei Algen und Moos die Gefahr, dass der Boden rutschiger wird. Damit Sie und Ihre Gäste problemlos über die Terrasse laufen können, sollten Sie die Algen schnellstmöglich entfernen. Weshalb diese auftreten und welche Methoden sich als wirksam erweisen, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Der ideale Nährboden für Algen

Algen erweisen sich als sehr anspruchslose Pflanzen. Sie kommen wunderbar mit Untergründen zurecht, die über wenige Nährstoffe verfügen. Daher ist es ihnen auch möglich auf Pflastersteinen oder Holz sich auszubreiten.

Als einzige Voraussetzung zum Wachsen benötigen Algen reichlich Wasser. Dies trifft nicht nur auf Algen zu, die im Aquarium beheimatet sind, sondern auch auf die Varianten, die sich auf der Terrasse oder dem Gehweg ausbreiten.

Möchten Sie dauerhaft verhindern, dass Algen in einem bestimmten Bereich wachsen, sollten Sie diesen vor Regen und Feuchtigkeit schützen. Eine Überdachung bietet sich hierfür an, sodass der Niederschlag nicht mehr ungehindert auf Ihre Terrasse plätschert.

Neben den Algen breitet sich häufig auch Moos im Rasen aus. Bei beiden Unkräutern gilt, dass diese nur dann eine Chance haben, wenn es dem Rasen und den Nutzpflanzen weniger gut geht. Um eine Ausbreitung der Algen und des Moos zu verhindern sollten Sie den Rasen stärken. Hierfür bietet sich das Ausbringen eines Flüssigdüngers an. Dieser beinhaltet alle notwendigen Nährstoffe und sorgt dafür, dass der Rasen voller Kraft sich im Garten heimisch fühlt. Dann erhalten Algen oder Moos kaum eine Möglichkeit mehr den Rasen zu verdrängen.

Waschsoda für saubere Pflastersteine

Haben die Algen die Pflastersteine in Beschlag genommen, können Sie mit einfachen Mitteln die Algen entfernen. Ist der Befall nur gering, hält sich der Aufwand in Grenzen.

Zunächst entfernen Sie die Algen per Hand. Hierfür eignet sich ein Spachtel oder Fugenkratzer. Je nach Ausmaß des Algenbefalls kann dies einige Zeit in Anspruch nehmen. Gehen Sie dabei sorgfältig vor, um eine erneute Ausbreitung der Algen zu verhindern.

Sind die Algen nicht mehr auf den Pflastersteinen vorzufinden, dann bringen Sie das Gemisch aus Soda und heißem Wasser aus. Zur Anmischung können Sie rund 20 bis 30 Gramm Soda für einen 1 Liter Wasser verwenden.

Gießen Sie das Gemisch auf die Pflastersteine. Warten Sie einige Stunden ab und die noch verbliebenen Algen sollten den heißen Temperaturen zum Opfer fallen. Denn so widerstandsfähig sie eigentlich sind, reagieren sie auf das heiße Wasser sehr empfindlich. Nun müssen Sie keinen Spachtel oder Fugenkratzer mehr verwenden, sondern ein einfacher Schwamm genügt, um die Reste der Algen zu beseitigen. Einmal alle Algen entfernt, kommt darunter wieder der Pflasterstein in all seiner Pracht zum Vorschein.

Essig oder Salz

Als einfache Hausmittel werden Sie Essig oder Salz wahrscheinlich vorrätig haben. Möchten Sie unverzüglich mit dem Entfernen der Algen beginnen, müssen Sie nicht erst in den Fachhandel und einen teuren Unkrautvernichter kaufen.

Essig hat sich als Reinigungsmittel im Haushalt etabliert. Mit seiner Wirkkraft lassen sich Schimmel, Kalk oder andere Verunreinigungen relativ einfach entfernen. Ähnlich sieht es auch mit den Algen aus.

Zur Vorarbeit sollten Sie dennoch die Algen abkratzen. Damit haben Sie bereits die gröbste Arbeit vollbracht und können nun den Essig verwenden. Sprühen Sie einen den unverdünnten Obst- oder Weinessig direkt auf den Pflasterstein. Nutzen Sie eine Essigessenz, sollten Sie diese nur verdünnt auftragen.

Auch das Ausbringen von Salz bekommt den Algen nicht. Die Algen nehmen das Salz auf, welches daraufhin den Pflanzen die Flüssigkeit entzieht und diese absterben.

Sowohl bei Essig als auch Salz sind jedoch starke Einschränkungen vorhanden. Beide Mittel sind für den Boden unverträglich und eigentlich nicht dazu bestimmt im Garten verwendet zu werden. Sie verunreinigen nicht nur den Boden, sondern auch das Grundwasser. Bußgelder drohen und die einfachen Reinigungsarbeiten können teuer für Sie werden.

Setzen Sie lieber auf alternative Mittel, um die Algen zu entfernen und riskieren Sie nicht ein mögliches Bußgeld bezahlen zu müssen.

Hochdruckreiniger

Mit einem einfachen Kratzer vorzugehen, ist bei wenigen Quadratmetern noch möglich. Möchten Sie jedoch eine komplette Terrasse von den Algen befreien, müssen Sie zu anderen Mitteln greifen.

Der Hochdruckreiniger erweist sich in diesem Falle als nützlicher Helfer. Mit der Kraft des Wasser entfernen Sie nicht nur die Algen, sondern jeglichen Schmutz von den Pflastersteinen oder dem Holzboden. Die Anwendung geht zügig und stellt kaum eine große Herausforderung dar. Daher hat sich der Hochdruckreiniger als beliebtes Gerät etabliert, um die Terrasse auf Vordermann zu bringen.

In vielen Fachgeschäften lässt sich der Hochdruckreiniger für einen Tag ausleihen. Anstatt direkt das große Gerät zu kaufen, bietet sich die Leihe an, falls der Hochdruckreiniger nur selten zum Einsatz kommt.

Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten. Denn der Druck kann so hoch sein, dass die Steine aufrauen und der Holzboden splittert. Starten Sie zunächst mit einer niedrigen Intensität und schauen Sie, ob diese ausreicht, um die Algen zu entfernen. Entwickeln Sie selber ein Gefühl dafür, welchen Druck Ihr Boden verträgt.

Fugenbürste und Unkrautbrenner

Als zwei weitere nützliche Geräte im Kampf gegen die Algen erweisen sich elektrische Fugenbürsten und Unkrautbrenner. Die Bürsten sind vor allem so gestaltet, dass sie in die Zwischenräume der Pflastersteine gelangen. Haben sich die Algen dort ausgebreitet, stellt das technische Hilfsmittel eine große Zeitersparnis dar.

Auch elektrische Unkrautvernichter sind effektiv beim Entfernen der Algen. Die hohen Temperaturen führen zu einem Absterben der Algen, die Sie danach problemlos vom Pflasterstein abwaschen können.

Zum Betrieb dieser Geräte ist eine Stromverbindung notwendig. Mit einem Verlängerungskabel sollten sich alle Bereiche problemlos erreichen lassen, sodass eine umfangreiche Reinigung möglich ist.

Dem Algenbefall vorbeugen

Sind die Algen auf der Terrasse oder dem Garten zu finden, ist die Entfernung mit einigem Aufwand verbunden. Praktischer ist es, wenn die Algen erst gar nicht auftreten.

Algen benötigen zum Wachsen einen festen Halt. Dies gelingt am besten auf rauen Untergründen. Verlegen Sie auf Ihrer Terrasse einen glatten Stein, damit Algen dort nicht mehr auftreten. Besonders in sehr feuchten Umgebungen ist dies eine effektive und langfristige Maßnahme.

Zudem ist es wichtig die Feuchtigkeit zu minimieren. Neben der Überdachung sollte auch ein Gefälle beim Verlegen des Bodenbelages eingeplant werden. Dadurch fließt das Wasser ab und eine Staunässe tritt nicht auf. Algen fühlen sich auf dem trockenen Boden weniger wohl und treten seltener in Erscheinung.

Falls die Algen bevorzugt an der Wand auftreten, gibt es hierfür spezielle Fassadenfarbe. Diese enthält Nano-Partikel, welche verhindern, dass die Algen sich dort anhaften. Somit ist Ihre Wand dauerhaft vor Algen geschützt.

Einfach und effektiv Algen entfernen

Algen breiten sich überall dort aus, wo sie einen feuchten Boden vorfinden. Dafür benötigen Sie kaum Nährstoffe und selbst Pflastersteine stellen einen geeigneten Untergrund dar.

Der grünliche Belag vermittelt nicht nur den Eindruck, dass der Boden ungepflegt wäre, er ist auch rutschig und stellt eine Gefahr dar. Um kein gesundheitliches Risiko einzugehen, sollten Sie Wege frei von Algen halten.

Mit den hier vorgestellten Methoden ist es möglich die Algen innerhalb weniger Stunden zu entfernen. Achten Sie darauf, dass die Feuchtigkeit nicht zu hoch ist und die Algen werden seltener wiederkehren.

Hallo, Ich bin Sebastian und lebe seit wenigen Jahren überwiegend in Indonesien. Dort konnte ich endlich meine Leidenschaft zum Gärtnern ausleben. Meine gewonnene Erfahrung teile ich auf Gartenora.de damit diese Leidenschaft auch Ihnen eine große Freude bereitet.