Möchten Sie die Reste in Ihrem Garten nutzen, bietet sich das Anlegen eines Komposthaufens an. Auf diesem entsorgen Sie zum Beispiel den Rasenschnitt und andere organische Abfälle. Mit der Zeit werden diese Abfälle zersetzt, sodass Sie einen nahrhaften Boden gewinnen.

Leider ist der Kompost nicht nur für Ihren Garten interessant. Auch Ratten könnten sich dort niederlassen und im Komposthaufen ein neues Zuhause finden.

Ratten gelten als Überträger von Krankheiten. Zudem suchen sie gezielt nach Futterquellen und können in das Haus gelangen. Um weitere Schäden zu vermeiden ist es ratsam die Ratten im Kompost unverzüglich zu bekämpfen.

Welche Methoden es gibt und wie Sie Ihren Kompost am besten gestalten, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Wovon werden die Ratten angezogen?

Zunächst ist es sinnvoll sich zu verinnerlichen, weshalb Ratten gerne den Komposthaufen aufsuchen. Denn eigentlich fühlen die Nager sich lieber im Untergrund wohl und verstecken sich vor den Menschen. Nur wenn die Ratten sich stark ausbreiten und der eigentliche Lebensraum nicht mehr genügend Platz bietet, suchen sich die Tiere einen neuen Ort.

Der Kompost könnte auf die Ratten aufgrund des Geruchs regelrecht anziehend wirken. Dies ist dann der Fall, wenn Sie Essensreste auf dem Komposthaufen entsorgen. Insbesondere Fleischabfälle gelten für die Wanderratte als Delikatesse, sodass sie im Kompost einen neuen Wohnort vorfindet.

Nicht nur die Lebensmittelreste sind verlockend für die Ratten. Im Winter, wenn die Außentemperaturen unter den Gefrierpunkt fallen, ist der Nager auf der Suche nach wärmeren Unterschlüpfen. Im Komposthaufen herrschen höhere Temperaturen vor. Damit gehören diese in den Wintermonaten als erste Anlaufstelle, wenn sich Mäuse und Ratten etwas aufwärmen möchten. Gegen die thermischen Prozesse innerhalb des Komposthaufen können Sie wenig unternehmen. Daher sind andere Bekämpfungsmaßnahmen notwendig, um die Ratten im Kompost zu vertreiben.

Wie bekämpfen Sie die Ratten im Kompost?

Lassen Sie die Ratten in Ruhe, breiten diese sich weiter aus und werden vor Ihrem Haus nicht Halt machen. Ratten vermehren sich rasend schnell und was zunächst noch nach einem einzelnen Nager aussah, könnte schnell zu einer echten Rattenplage heranwachsen. Daher ist es ratsam die Ratten im Kompost bei den ersten Anzeichen eines Befalls zu bekämpfen.

Achten Sie darauf, ob sich Rattenkot in der Nähe des Komposter befindet und suchen Sie den Boden nach weiteren Spuren ab. Häufig sind die kleinen Fußspuren auffällig und geben Ihnen eine Sicherheit darüber, dass sich die Ratte bei Ihnen eingenistet hat.

Führen Sie die folgenden Methoden durch, um die Ratte zu vertreiben und den Kompost wieder sicher für den Garten zu benutzen.

Den Kompost sichern

Stellen Sie in der Umgebung fest, dass Ratten sich dort häufiger aufhalten, sollten Sie den Zugang zum Kompost erschweren. Dies gelingt, indem Sie den Komposthaufen innerhalb eines Drahtgitters anlegen. Dieser kann mit einem Deckel ausgestattet sein, sodass rundherum ein Schutz besteht. Für Ratten gibt es kein Durchkommen und sie werden sich einen anderen Lebensort aussuchen müssen.

Das Gitter sollte eine Maschenweite besitzen, welche eng genug ist, damit Ratten keinen Zugang haben, aber andere Gartenbewohner weiterhin zum Komposthaufen gelangen. Regenwürmer werden zum Beispiel dringend benötigt, damit die organischen Abfälle verarbeitet werden.

Gerüche vermeiden

Ratten vertrauen auf der Suche nach geeigneten Futterquellen vorrangig ihrer Nase. Sie besitzen einen feinen Geruchssinn und können Lebensmittelreste noch aus weiter Entfernung riechen.

Während des Kompostierens entstehen einige Gerüche, die für die Ratte attraktiv sind. Gärstoffe locken die Ratten an und signalisieren, dass reichlich Nahrung vorhanden ist.

Daher ist es ratsam Küchenabfälle nicht auf dem Kompost zu entsorgen. Diese gehören in den Müll und sollten nicht offen herumstehen.

Ist die Geruchsbelastung trotz der Vorsichtsmaßnahmen hoch, können Sie Natron ausstreuen. Dieses bindet die Geruchsstoffe und verhindert, dass diese noch über eine größere Entfernung für die Ratten wahrnehmbar sind.

Zudem können Sie einen intensiven Geruch vermeiden, indem Sie organische Abfälle weitflächig im Kompost verteilen. Belassen Sie diese nicht nur an einem Ort, sondern sorgen Sie für eine gleichmäßige Verteilung.

Essensreste gehören nicht auf den Komposthaufen

Kompost - Organische Abfälle
Im Kompost sollten Sie nur organische Abfälle geben, um die Ratten nicht anzulocken

Häufig wird der Kompost als eine Art Abfallhalde betrachtet. Jegliche organischen Abfälle gelangen auf ihn und sollen sich dort zersetzen.

Essensreste sollten Sie lieber nicht auf dem Kompost entsorgen. Diese können nicht nur Ratten, sondern auch andere Schädlinge anlocken. Insbesondere Fleisch, Wurst und Käse sind für die Wanderrate eine Delikatesse.

Nutzen Sie den Komposter ausschließlich für pflanzliche Reste. Daran werden weitaus weniger Tiere einen Gefallen haben, sodass sich die Ratten lieber einen anderen Lebensort suchen.

Den Kompost bearbeiten

Lassen Sie den Komposthaufen überwiegend passiv vor sich hinrotten? Dann sollten Sie diesem wieder etwas mehr Aufmerksamkeit widmen.

Ratten im Kompost fühlen sich davon gestört, wenn Sie den Kompost bearbeiten und umgraben. Durch das Umgraben verbessern Sie zudem die Eigenschaften des Komposthaufens, sodass die organischen Prozesse verbessert werden.

Stechen Sie mit der Mistgabel in den Kompost und graben Sie diesen um. Die Ratten werden sich im Komposthaufen nicht mehr wohlfühlen und wirksam vertrieben.

Fallen aufstellen

Ist der Rattenbefall im Garten noch übersichtlich und handelt es sich um wenige Tiere, dann ist das Aufstellen von Rattenfallen empfehlenswert. Hier können Sie zu Modellen greifen, die die Ratten töten oder lebend fangen.

Bei Lebendfallen ist darauf zu achten, dass Sie den Nager zeitnah weit entfernt wieder aussetzen. Dadurch ist der Aufwand wesentlich höher, sodass es nur für einen geringen Befall anzuraten ist.

Möchten Sie die Ratten möglichst effektiv vertreiben, stehen hierfür tödliche Fallen zur Verfügung. Diese arbeiten entweder mit einer Schlagwirkung oder einem Stromschlag. Nach dem erfolgreichen Auslösen entsorgen Sie die Ratte und können die Falle erneut einsetzen. Der Aufwand hält sich in Grenzen und die Ratten im Kompost lassen sich wirksam bekämpfen.

Die Ratten im Kompost

Ratten fühlen sich von den Essensresten und der Wärme eines Komposthaufens angezogen. Sie finden dort häufig optimale Lebensbedingungen und haben Sie sich einmal eingefunden, vermehren sie sich rasant.

Um Schäden zu vermeiden und den Kompost gesund zu halten, sollten Sie frühzeitig Abwehrmaßnahmen gegen die Ratte einsetzen. Mit den hier präsentierten Tipps werden Sie die Ratten im Kompost los und müssen Ihren Garten nicht mit den Nagern teilen.

Hallo, Ich bin Sebastian und lebe seit wenigen Jahren überwiegend in Indonesien. Dort konnte ich endlich meine Leidenschaft zum Gärtnern ausleben. Meine gewonnene Erfahrung teile ich auf Gartenora.de damit diese Leidenschaft auch Ihnen eine große Freude bereitet.