Wühlmäuse sind in Gärten keine beliebten Gäste. Sie sind für einen hohen Schaden an Pflanzen und Bäumen verantwortlich. Bei den ersten Anzeichen, das Wühlmäuse sich in Ihren Garten eingenistet haben, sollten Sie Maßnahmen ergreifen, um die Wühlmäuse zu bekämpfen. Um diese wieder loszuwerden gibt es verschiedene Methoden. Eine sehr effektive und einfache Möglichkeit die Wühlmäuse aus dem Garten zu vertreiben besteht in der Verwendung von Wühlmausgas. Bei richtiger Anwendung werden die Wühlmäuse von dem Wühlmausgas vertrieben und nicht getötet. 

Wie müssen Sie das Gas jetzt einsetzen und welches ist das effektivste? 

Im Folgenden Ratgeber über Wühlmausgas möchte Ich Ihnen die Vorteile aufzeigen und wie Sie die Produkte richtig anwenden. So können Sie Ihren Garten vor dem Befall der Wühlmäuse schützen und müssen nicht tatenlos mitanschauen, wie diese die Pflanzen angreifen.

Weshalb die Wühlmäuse vertrieben werden sollten

Wühlmäuse gelten in Deutschland als reine Schädlinge. Sie ernähren sich fast ausschließlich von Pflanzen und deren Wurzeln. Dabei haben Sie es sowohl auf kleinere Nutzpflanzen, als auch auf größere Bäume abgesehen.

Das Problem hierbei ist, dass der Schaden erst verzögert wahrgenommen werden wird. Denn die Nager greifen die Pflanzen unterirdisch an. Wenn Sie die Pflanzen und deren Strukturen angreifen, können Sie das als Gärtner noch gar nicht wahrnehmen.

Erst wenn die ersten Pflanzen eingehen und die Schäden am Wurzelwerk so groß sind, dass die Pflanzen nicht mehr genügend Nährstoffe aufnehmen können, sind die wahren Auswirkungen der Wühlmaus zu sehen. Daher sollten Sie mit dem Bekämpfen der Wühlmaus nicht zögern und so schnell wie möglich Maßnahmen ergreifen, um die Wühlmaus zu vertreiben.

Das Gute für Sie ist, dass die Wühlmaus nicht unter dem Tierschutz steht. Im Gegensatz zum Maulwurf können Sie die Wühlmaus vertreiben und sogar töten.

Dabei müssen Sie aber darauf achten, dass sich in Ihrem Garten auch wirklich die Wühlmaus und nicht etwa der Maulwurf befindet. Die Unterscheidung fällt zum Glück sehr leicht. Die Hügel der Wühlmaus bestehen aus Wurzeln und die Eingänge sind schräg zum Erdboden angelegt. Dahingegen ist der Maulwurfshügel senkrecht zum Erdboden.

Sie können auch einen Test durchführen, um zu sehen ob die Wühlmaus noch aktiv ist. Dazu können Sie einfach einen Gang ausgraben und eine gewisse Zeit warten, bis die Wühlmaus den Gang wieder geschlossen hat. Nach wenigen Stunden sollte die Wühlmaus die Schäden ausgebessert haben. Beim Maulwurf wär dies nicht der Fall, dieser wird durch den Eingriff eher verscheucht und bessert die Schäden teilweise gar nicht aus. Dies ist also ein weiterer Hinweis, ob sich eine Wühlmaus oder ein Maulwurf in Ihrem Garten befindet.

Karbid im Garten einsetzen

Wenn Sie sich für Wühlmausgas interessieren, dann werden Sie bei Ihrer Recherche wahrscheinlich auch auf Karbid gestoßen sein. Karbid ist ein sehr effektives Mittel, dass zum Vertreiben von jeglichen kleinen Nagetieren eingesetzt werden kann. Gegen Wühlmäuse ist es ebenfalls sehr erfolgreich einsetzbar.

Mit Karbid können Wühlmäuse einfach vertrieben werden

Karbid ist im Einsatz gegen Wühlmäuse nicht tödlich. Die Wirkung beruht auf dem starken Geruch, welcher vom Karbid abgesondert wird.

Die Verwendung des Karbids ist sehr einfach. Im trockenen Zustand besteht das Karbid einfach nur aus Steinen, welche noch keinerlei Wirkung zeigen. Erst in Verbindung mit Wasser sondert das Karbid seinen starken Geruch ab. 

Die normale Erdfeuchte ist ausreichend, damit die Reaktion beginnt. Das Karbid zersetzt sich langsam und das Gas hat einen sehr lang anhaltenden Effekt. 

Zum Vertreiben der Wühlmäuse sollten Sie in jeden Hügel etwa eine Handvoll der Steine legen. Öffnen Sie den Hügel, legen Sie die Steine hinein und danach verschließen Sie die Hügel wieder. Einen Hügel, am Besten am Ende des Gartens sollten Sie geöffnet lassen. Dieser dient als Fluchtweg für die Wühlmäuse.

Für eine höhere Effektivität können Sie die Steine auch etwas weiter in den Gang schieben. Beachten Sie zudem, dass die Reaktion sofort beginnt und der Rauch abgesondert wird. Der Rauch darf nicht eingeatmet werden. In Verbindung mit der Feuchtigkeit ensteht zudem ein leicht entzündliches Gas. In der Nähe sollte also kein Feuer entfacht werden. Dazu zählt das Anzünden einer Zigarette ebenso wie das Grillen im Garten.

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Wühlmausgas zum Bekämpfen der Wühlmäuse

Die Wirkung des Karbid beruht auf einer chemischen Reaktion. Die Reaktion wird mit der Bildung von gefährlichen Gasen begleitet. Diese sind leicht entzündlich und für die Umwelt nicht immer volkommen harmlos.

Das Karbid ist ein spezielles Wühlmausgas und wenn Sie im Allgemeinen nach Wühlmausgas suchen, werden viele Angebote auf den Wirkstoff Calciumcarbid setzen. Es gibt aber auch Wühlmausgas, welches auf natürlichen Inhaltsstoffen beruht.

Die Vorgehensweise und die Wirkung ist dabei ähnlich. Das Gas wird im Gang platziert und der unangenehme Geruch soll die Wühlmaus vertreiben. Da das Wühlmausgas nicht tödlich ist, wird es auch als Vergrämungsmittel bezeichnet.

Ein Produkt auf natürlicher Basis ist das Wühlmausgas von Neudorff. Dieses nutzt Lavandinöl als Wirkstoff. Der Vorteil ist hierbei, dass das Mittel keine hohen Gefahren im Umgang aufweist. Die Wirkung wird allerdings im Vergleich zum Karbid als schwächer wahrgenommen.

Das Wühlmausgas von Neudorff besteht aus Kartuschen, welche angezündet und in die Gänge der Wühlmaus gelegt werden. Die Gänge werden wieder verschlossen und durch den Geruch sollen die Wühlmäuse vertrieben werden.

Es ist ausreichend für das Durchräuchern eines Gangsystems von über 40 Metern Länge. Sollte ein sehr großes Gangsystem bestehen, sollten mehrere Produkte erworben werden.

Hier sehen Sie das Wühlmausgas von Neudorff.

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Worauf bei der Verwendung von Wühlmausgas geachtet werden sollte

Das Wühlmausgas ist in der Regel hochgiftig. Für Karbid ist dies in jedem Fall zutreffend und für die meisten Biozide ebenfalls. Deshalb ist beim Umgang äußerste Vorsicht geboten.

Rauch beim Wühlmausgas
Durch den Rauch des Wühlmausgases werden die Wühlmäuse vertrieben

Von Kindern sollte das Wühlmausgas ferngehalten werden. Zwar weisen die meisten Dosen eine Kindersicherung auf, dennoch kann es passieren, dass Kinder an das Gift herankommen. In Verbindung mit Wasser entsteht nicht nur das unangenehme Gas, sondern auch das entzündliche Feuer. Daher sollte das Gas immer sicher und für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.

Aus Selbstschutz sollten bei der Anwendung des Wühlmausgases immer Handschuhe getragen werden. Eine Schutzbrille ist ebenfalls empfehlenswert. Der Rauch sollte zudem nicht eingeatmet werden. Nach dem Freisetzen des Rauches sollte der betroffene Gang schnell verschlossen werden.

Ein Feuer im Garten sollte für die nächste Zeit vermieden werden. Durch das Wühlmausgas können entzündliche Gase enstehen. Selbst das Anzünden einer Zigarette stellt eine hohe Gefahr dar.

Tötet das Wühlmausgas die Tiere?

Das Wühlmausgas ist im Gegensatz zum Wühlmausgift eine nicht-tödliche Maßnahme gegen die Wühlmaus. Auch wenn es sich zunächst sehr angsteinflößend anhört und das Gas nicht zu unterschätzen ist, ist das Gas ein Vergrämungsmittel.

Dabei wird so vorgegangen, dass zunächst die vom Garten fernen Löcher mit dem Gas ausgestattet werden. Schritt für Schritt wird sich zur Grenze des Gartens vorgearbeitet. Der Hügel an der Gartengrenze wird nicht mit dem Gas bearbeitet, sondern bleibt als Fluchtweg offen. So kann die Wühlmaus vertrieben werden, ohne dass ihre Gesundheit angegriffen wird.

Für die Wühlmaus stellt dieser Vorgang keinen sonderlich großen Stress dar. Jedoch sollten Sie bedenken, dass diese Bekämpfung gegen Maulwürfe nicht zulässig ist.

Wann sollten die Wühlmäuse bekämpft werden

Das Wühlmausgas kann das ganze Jahr über eingesetzt werden. Sollten Sie also eine Wühlmaus in Ihrem Garten vermuten, dann sollten Sie nicht zögern das Gas einzusetzen.

Am wirkungsvollsten zeigen die Produkte sich im Herbst bis zum Frühjahr. In den Wintermonaten sind die Wühlmäuse sehr aktiv auf Nahrungssuche. 

Gerade für Wühlmausköder sind die hungrigen Tiere besonders anfällig.

Alternativen gegen Wühlmäuse

Für das Vertreiben der Wühlmaus gibt es einige Alternativen. Wenn Sie Ihre Pflanzen vor der Wühlmaus schützen wollen, dann ist nicht nur das Vertreiben sinnvoll.

Pflanzen können mit Wühlmausgittern effektiv geschützt werden. Wenn Sie ein Hochbeet anlegen oder junge Bäume pflanzen, dann ist das Schützen der Wurzeln mit Hilfe von Drahtkörben und Wühlmausgittern anzuraten.

Dadurch können Sie verhindern, dass die Wühlmäuse überhaupt erst an die Wurzeln gelangen. Zudem ist das Wühlmausgas nicht immer 100% effektiv und muss unter Umständen wiederholt werden.

Das Wühlmausgitter ist eine sehr einfache und kostengünstige Methode, um die Gesundheit Ihrer Pflanzen nicht aufs Spiel zu setzen.

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Hallo, Ich bin Sebastian und habe Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Nun hat es mich aus Deutschland hinausgezogen nach Indonesien. Hier sind die Bedingungen natürlich etwas abenteuerlicher und umso mehr muss Ich mich mit dem Thema Gärtnern auseinandersetzen. Meine Erfahrungen und Recherche teile Ich auf Gartenora, um das Gärtnern zu erleichtern.