Der Marder ist eigentlich als sehr scheues Tier bekannt. Er lässt sich nur schwer erblicken und verlässt seinen angestammten Pfad kaum. Umso wichtiger ist es, dass Sie alle Hinweise ernst nehmen, um einen möglichen Befall des Marders zu erkennen. Denn im Fahrzeug oder dem Hühnerstall kann der Marder einen hohen Schaden anrichten.

Eine verlässliche Fährte, die Sie zum Marder führt, ist dessen Kot. Entdecken Sie die Hinterlassenschaften auf dem Dachboden oder in der Nähe des Hauses, sollten Sie untersuchen, ob es sich dabei um Marderkot handelt. Bestätigt sich der Verdacht sollten Sie unverzüglich beginnen den Marder zu vertreiben.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, woran Sie den Marderkot erkennen und welche Informationen dieser bereithält.

Das Aussehen des Marderkots

Finden Sie die Ausscheidungen vor, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass es sich um einen Marder handeln muss. Der Kot könnte auch von Katzen oder anderen Tieren stammen. Daher ist es wichtig auf die folgenden Merkmale zu achten, die deutlich auf den Marder hinweisen.

Der Marderkot zeichnet sich dadurch aus, dass er wurstförmig ist. Mit einer Länge von 8 bis 10cm und einem Durchmesser von 1,5cm sind die Hinterlassenschaften relativ klein. Typisch für den Marderkot ist die leicht eingekringelte Form und das spitze Ende.

Der Marder ist ein Allesfresser. Hat er ein Huhn gerissen, frisst er dieses zu einem Großteil. Federn, Fell oder andere Bestandteile der Tiere kann der Marder nicht verdauen. Diese finden sich unverdaut im Kot wieder und deuten auf einen Marderbefall hin.

Neben den unverdaulichen Resten ist ein weiterer Hinweis auf den Kot des Marders der starke Geruch. Dieser ist deutlich intensiver als dies etwa bei anderen Tieren wäre.

Abgrenzungen zum Kot anderer Tiere

Für die Bestimmung, ob es sich tatsächlich um Marderkot handelt, sollten Sie den Kot von anderen Tieren unterscheiden. Denn nicht nur der Marder treibt nachts sein Unwesen, sondern auch Katzen, Igel oder Ratten können für die Verunreinigungen sorgen.

Katzenkot

Im Vergleich zum Katzenkot ist der Kot des Marders etwas dunkler. Die Farbe reicht von einem dunklen Braun bis zu einem Schwarz. Der Katzenkot enthält zudem keine unverdaulichen Reste. Beim Marderkot hingegen sind Fellreste, Samen oder Federn vorzufinden.

Auch beim Ort gehen Katze und Marder unterschiedlich vor. Katzen bevorzugen eine weiche Erde. Nach dem Geschäft werden die Hinterlassenschaften begraben. Die Katze verhält sich also ähnlich wie bei einem gewöhnlichen Katzenklo. Der Marder hingegen sucht sich einen festen Ort, zu dem er immer wiederkehrt. Dort hinterlässt er den Kot und lässt ihn offen liegen.

Igelkot

Die Abgrenzung zum Igelkot ist eindeutig. Igel legen nicht ein oder zwei größere Haufen, sondern verteilen den Kot über eine größere Fläche. Sie legen den Kot vorzugsweise auf Laub ab. Der Igelkot ist zudem kleiner und weist nur eine Länge von 3 bis 4cm auf. Ansonsten ist das Aussehen aber recht ähnlich. Die Farbe reicht von einem dunklen Braun bis zu einem Schwarz und es können Nahrungsreste enthalten sein. Dabei handelt es sich zumeist um unverdauliche Insektenpanzer, Samen oder Federn.

Rattenkot

Gerade in ländlichen Gebieten ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass in der Umgebung Ratten anzufinden sind. Ratten sind im Vergleich zum Marder aber wesentlich kleiner. Dies zeigt sich auch am Rattenkot, welcher nur zwischen 1 bis 2cm lang ist. Ratten besitzen keinen festen Ort für den Toilettengang, sondern sehen eine größere Fläche als ihr Revier.

Die Mardertoilette

Der Marder lebt in einem festen Revier, welches er vor Eindringlingen äußerst lautstark verteidigt. Innerhalb des Reviers sucht er sich einen festen Platz, welchen er zur Erleichterung nutzt. Es ist also unwahrscheinlich, dass sich der Marderkot an mehreren Plätzen wiederfinden lässt.

Motorraum - Marder
Schützen Sie vor allem den Motorraum vor dem Marderkot

Ein bevorzugter Ort als Mardertoilette könnte der Motorraum Ihres Autos sein. Der Motorraum ist vor allem im Winter ein gern gefundener Platz, da es dort etwas wärmer ist. Befindet sich der Marderkot direkt im Motorraum, brennt sich dieser nach dem Anlassen des Fahrzeuges regelrecht ein. Er lässt sich nur noch schwer entfernen und kann einen erheblichen Schaden anrichten. Vermuten Sie einen Marder in der direkten Umgebung sollten Sie vor jedem Start des Motors den Motorraum kontrollieren. Dabei finden Sie nicht nur den Marderkot, sondern sehen auch, ob manche Kabel angefressen wurden.

Damit es zu keinen Schäden kommt, bietet sich der Einsatz von Ultraschallgeräten gegen den Marder an. Diese senden einen Ton aus, welcher für den Marder äußerst unangenehm ist. Manche Geräte setzen gleichzeitig auf Strom und Lichtreize, um den Marder aus dem Motorraum fernzuhalten. Direkt im Motorraum hinterlässt das Tier nur selten den Marderkot. Meist liegt dieser um das Auto herum verteilt oder an ganz anderer Stelle.

Finden Sie den Marderkot, sollten Sie den Ort reinigen. Der Marder wird sich durch die Reinigung gestört fühlen und sein Geschäft woanders verrichten. Dadurch besteht ebenfalls ein größerer Schutz für Ihr Fahrzeug und Sie können Schäden vermeiden.

Ist der Marderkot schädlich?

Der Marder ist ein Wildtier und damit ist grundsätzlich die Gefahr verbunden, dass über den Kot verschiedene Krankheiten übertragen werden. Beim Marderkot bestehen die üblichen Hinweise, die mit Ausscheidungen verbunden werden. Diese sind kontaminiert mit Keimen und Bakterien. Handelt es sich um einen kranken Marder, können die Krankheitserreger sich bei Kontakt mit dem Marderkot übertragen. Daher ist bei der Reinigung darauf zu achten, dass Handschuhe getragen und der direkte Kontakt vermieden wird.

Ist eine Übertragung der Toxoplasmose möglich?

Ein Parasit, welcher in den letzten Jahren eine höhere Beachtung findet, ist Toxoplasma gondii. Dieser wird in der Regel über die Ausscheidungen der Katzen übertragen. Kommt Ihr Gemüse mit Katzenkot in Kontakt und reinigen Sie das Gemüse nicht gründlich genug, ist eine Übertragung auf den Menschen möglich.

Für die meisten Menschen stellt eine Infektion zum Glück keine große Gefahr dar. Das Immunsystem sollte mit dem Parasiten zurechtkommen, sodass dieser wirksam bekämpft wird. Zumeist verläuft eine Infektion symptomlos, wobei es vereinzelt zu Fieber oder Müdigkeit kommen kann.

Schwangerschaft - Gartenarbeit
Schwangere sollten auf Gartenarbeit verzichten, um die Übertragung von Parasiten zu verhindern

Eine größere Gefahr besteht jedoch während der Schwangerschaft. Bei Neugeborenen ist das Immunsystem noch nicht so stark ausgeprägt, sodass es zu Entzündungen, Lähmungserscheinungen und Krampfanfällen kommen kann. Daher gilt der Rat, dass Schwangere auf Gartenarbeit verzichten und nicht mehr für die Reinigung des Katzenklos verantwortlich sind.

Beim Marder scheint die Gefahr einer Übertragung des Parasiten aber unbegründet. Dieser gilt nicht als Zwischenwirt und lässt sich nicht im Marderkot nachweisen.

Übertragung von Würmern

Vor manchen Parasiten ist auch der Marder nicht sicher. Dieser gilt als Wirt für manche Wurmarten. Dazu gehören im Wesentlichen Haarwürmer. Die Haarwürmer stellen vor allem für Hunde und Geflügel ein großes Problem dar. Der Wurmbefall ist bei den meisten Hunden kaum mit Krankheitserscheinungen verbunden. Dennoch sollte eine Behandlung erfolgen, da manche Würmer auch auf den Menschen übertragbar sind.

Die Hinterlassenschaften des Marders

Vermuten Sie einen Marder in der direkten Umgebung, sollten Sie auf Hinweise achten, die das scheue Tier verraten. Neben den typischen Geräuschen des Marders ist auch der Marderkot ein wichtiges Indiz dafür, dass dieser sich bei Ihnen eingenistet hat.

Der Marderkot ist rund 8 bis 10 Zentimeter lang und weist eine dunkelbraune bis schwarze Färbung auf. Charakteristisch ist zudem der starke Geruch, der vom Kot ausgeht.

Haben Sie diese Spuren gefunden, sollten Sie eine Marderfalle ausbringen und diese mit einem Marderköder bestücken. Dann können Sie das Tier ganz einfach umsiedeln und Ihr Fahrzeug schützen.

Hallo, Ich bin Sebastian und lebe seit wenigen Jahren überwiegend in Indonesien. Dort konnte ich endlich meine Leidenschaft zum Gärtnern ausleben. Meine gewonnene Erfahrung teile ich auf Gartenora.de damit diese Leidenschaft auch Ihnen eine große Freude bereitet.