Marder sind sehr unangenehmen Zeitgenossen. Halten diese sich in Ihrem Haus oder Garten auf, können diese in den Motorraum Ihres Autos gelangen und einen gewaltigen Schaden anrichten. Da die Tiere sehr flink und zudem nachtaktiv sind, ist es sehr schwer diese auf frischer Tat zu ertappen.

Haben Sie das Gefühl, dass in Ihrer direkten Umgebung ein Marder ist? Nehmen Sie ungewöhnliche Geräusche wahr, die Sie nicht zuordnen können? Dann könnte dies der Marder sein. Doch welche Geräusche gibt der Marder überhaupt von sich und wie können Sie diesen erkennen?

Die Geräusche des Marders

Der Marder ist ein Jagdtier. Dies bedeutet, dass er normalerweise sehr ruhig und bedacht vorgeht. Schließlich möchte er seine Beute nicht warnen und diese womöglich verscheuchen. Daher werden Sie äußerst selten tatsächlich die Geräusche eines Marders wahrnehmen.

Geräusche gibt der Marder nur in besonderen Situationen von sich. Im Hochsommer, wenn Paarungszeit ist, ist der Marder etwas lauter zu Werke und kann etwas besser von Ihnen wahrgenommen werden.

Andere Situationen in denen der Marder sich bemerkbar macht sind auf Bedrohungen zurückzuführen. Will etwa ein fremder Marder in das Revier eindringen, ist dies von einem lauten Revierverhalten begleitet. Die Marder beginnen geradezu zu schreien und versuchen eine große Bedrohung auszustrahlen. Auch wenn der Marder sich durch einen Hund oder einem anderen Tier bedroht fühlt, gibt er laute, schrille Schreie ab.

Die Geräusche des Marders sind am ehesten mit denen einer Katze zu vergleichen. Da der Marder relativ klein ist, sind seine Schreie sehr schrill und hoch. Im Vergleich zu einer Katze kann der Marder eine größere Lautstärke an den Tag legen.

Werden die Marder in die Enge getrieben, geben Sie Geräusche von sich, die an ein Fauchen erinnern. Wenn Sie also eine Marderfalle aufstellen und der Marder in diese getappt ist, wird dies nicht durch laute Schreie begleitet werden, sondern durch ein sehr deutliches Fauchen.

So erinnert der Marder in seinem Geräuschverhalten am ehesten einer Katze. Der Marder kann allerdings deutlich aggressiver und furchteinflößender wirken, als eine Katze.

Wie klingt der Marder auf dem Dachboden

In freier Wildbahn klingt der Marder also sehr ähnlich wie eine Katze. Doch verändert sich sein Verhalten, wenn der Marder auf dem Dachboden ist? Vermuten Sie einen Marder auf dem Dachboden, dann sind seine Geräusche gute Anhaltspunkte und Hinweise auf seine Anwesenheit. Auf dem Dachboden wird der Marder eher seltener Schreie von sich geben oder fauchen. Schließlich ist er hier in Sicherheit und muss keine Drohgebärden von sich geben.

Der Marder ist auf dem Dachboden vor allem durch seine Bewegungen wahrnehmbar. Je nach Begebenheit des Dachbodens sind etwa ein rascheln oder trampeln zu vernehmen. Im Zimmer unterhalb des Dachbodens können diese Geräusche gut wahrnehmbar sein. Ansonsten verhält der Marder sich aber sehr ruhig und ist kaum wahrnehmbar.

Doch nicht jedes rascheln oder trampeln wird von dem Marder ausgelöst. Schließlich können sich auch andere Tiere auf den Dachboden verirren. Auf dem Dachboden könnte sich zum Beispiel eine Katze befinden. Haben Sie keine Katze, kann dies auch eine freilebende Katze des Nachbarn sein. Mäuse und Ratten geben ebenfalls Geräusche von sich, die an den Marder erinnern könnten.

Es gibt also einige andere Kandidaten, die sich ähnlich wie der Marder anhören. Wenn Sie unsicher sind, um welches Tier es sich handelt, dann gibt es noch weitere Hinweise, die auf den Marder deuten.

Vertreiben Sie den Marder

Treten die Geräusche fast ausschließlich in der Nacht auf, dann kann dies auf den Marder hinweisen. Denn der Marder ist nachtaktiv und hält während des Tages Ruhe. Hören Sie hingegen auch am Tag die Geräusche sehr eindringlich, wird es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um andere Tiere handeln.

Ratten und Mäuse sind eher kleine Tiere. Hören Sie laute Trittgeräusche, dann stammen diese wahrscheinlich nicht von diesen kleinen Nagetieren. Katzen sind von der Größe zwar mit dem Marder vergleichbar, diese bewegen sich aber noch vorsichtiger fort. Laute Trittgeräusche, gerade während der Abendstunden, sind deutliche Hinweise, die für den Marder sprechen.

Im Sommer ist die Paarungszeit des Marders. Vernehmen Sie während dieser Zeit Geräusche mehrerer Tiere, dann kann dies ebenfalls ein Hinweis auf die Anwesenheit der Marder sein.

Ihrem Verdacht auf die Spur gehen

Wenn Sie Ihre Neugier befriedigen wollen, dann können Sie zu einem Trick greifen, um den Marder sichtbar zu machen. Als Utensilien brauchen Sie etwas Katzenfutter und Mehl.

Das Katzenfutter platzieren Sie nun auf dem Dachboden. Außerhalb des Katzenfutters können Sie das Mehl verstreuen. Der Marder wird durch das Katzenfutter angelockt. Im Mehl lassen sich die Spuren des Marders erkennen. Diese sehen anders aus, die Spuren einer Katze.

So können Sie verifizieren, ob tatsächlich ein Marder anwesend ist und dieser die Geräusche von sich gibt. Bis diese kleine Falle anschlägt, können allerdings ein paar Tage vergehen. Der Marder hat mehrere Verstecke, in denen er sich während des Tages zurückzieht.

Die Spuren des Marders erinnern an Katzen. Beim Marder sind allerdings noch deutlich die Krallen zu sehen, während diese bei Katzen in den Spuren nicht zu sehen sind.

Wie können Sie den Marder vertreiben

Hat sich der Verdacht bestätigt, dass sich auf Ihrem Dachboden ein Marder rumtreibt, dann können Sie verschiedene Methoden austesten, um den Marder zu vertreiben. Denn der Marder kann auch auf dem Dachboden einen großen Schaden anrichten. Einerseits ist der Marder nicht gerade hygienisch und der Marderkot kann die Bausubstanz angreifen und andererseits kann der Marder den Dachboden zerkratzen. Wenn Sie durch die Geräusche des Marders sicherstellen konnten, dass dieser auf dem Dachboden lebt, dann können Sie folgende Möglichkeiten wählen. Diese haben sich auch zum Schutz des Automobils schon gelohnt.

Ultraschall gegen den Marder

Der Marder gibt selber sehr laute und schrille Geräusche von sich. Ironischerweise empfindet er diese Art von Geräusche selber als sehr unangenehm. Diese Art von Tönen signalisieren ihm eine Gefahr und er wird versuchen ein anderes Versteck zu finden.

Mit einem Ultraschallgerät können Sie diese unangenehmen Geräusche aussenden. Diese sind in einem so hohen Frequenzbereich, dass sie vom Menschen nicht mehr wahrgenommen werden.

Für eine höhere Effektivität greifen manche Geräte zusätzlich auf LED-Lichter zurück. Diese schrecken den Marder noch weiter ab. Sie haben hier also eine Vielzahl von möglichen Produkten zur Auswahl.

Damit Sie die optimale Wahl treffen, habe ich Ihnen eine Übersicht über die besten Ultraschallprodukte gegen den Marder erstellt.

Die Marder mit Gerüchen vergrämen

Marder haben nicht nur ein feines Gehör und reagieren auf bestimmte Geräusche sehr empfindlich, Sie besitzen auch eine sehr feine Nase. Mit bestimmten Gerüchen können die Marder sehr effektiv vertrieben werden.

Das Spray wird an den Stellen aufgetragen, an denen der Marder vermutet wird. Nimmt das Tier diese Gerüche wahr, wird es dieses Gebiet meiden. Damit die Gerüche ihre Wirkung beibehalten, muss das Marderspray in regelmäßigen Abständen erneuert werden.

Hier erfahren Sie, welches Marderspray sich für Ihre Anwendung lohnt.

Den Marder mit einer Falle fangen

Möchten Sie den Marder endgültig von Ihrem Dachboden vertreiben, dann geht dies am besten mit einer Lebendfalle. Mit dieser Marderfalle können Sie das Tier einfangen und in großer Entfernung wieder aussetzen.

Verboten ist hingegen das Töten der Tiere. Auch wenn viele Geschädigte Mordgelüste gegen das Tier hegen, sollten Sie sich an geltendes Recht halten und die Marder nicht verletzen.

Die Lebendfalle stellt eine sehr schonende Möglichkeit dar, das eigene Haus und den Garten vor den Tieren zu schützen. Die Falle wird mit einem Marderköder bestückt und dort aufgestellt, wo Sie das Tier vermuten. Nach ein paar Tagen wird dieses mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Falle gehen.

Wenn Sie den Marder effektiv vom Dachboden vertreiben möchten, dann finden Sie eine Übersicht über die besten Marderfallen hier.

Damit ist die Frage, wie der Marder klingt sehr ausführlich beantwortet worden. Mit geeigneten Mitteln lässt sich der Marder zügig vertreiben und Sie müssen keine Sorge haben, dass dieser einen Schaden anrichten kann.

Hallo, Ich bin Sebastian und habe Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Nun hat es mich aus Deutschland hinausgezogen nach Indonesien. Hier sind die Bedingungen natürlich etwas abenteuerlicher und umso mehr muss Ich mich mit dem Thema Gärtnern auseinandersetzen. Meine Erfahrungen und Recherche teile Ich auf Gartenora, um das Gärtnern zu erleichtern.