Möchten Sie Ihren Rasen bewässern, dann können Sie Wasser in einem Regenfass sammeln. Mit einer Pumpe können Sie das Wasser aus der Regentonne pumpen und zum Beispiel für Ihren Gartensprenger nutzen.

Ihre Pflanzen werden sich über diese Bewässerung freuen und das gute ist, dass Sie das Nutzwasser ohne Abwassergebühren nutzen können. Anstatt den Regen also einfach nur ungenutzt auf Ihrem Grundstück versickern zu lassen, sollten Sie das kostbare Wasser auffangen und damit Ihren Garten bewässern.

Besonders umweltfreundlich ist es, wenn Sie eine Regenfasspumpe mit Solarenergie betreiben. Hier sehen Sie, wie Sie eine Regenfasspumpe komplett mit regenerativer Energie der Sonne antreiben können.

Wie funktioniert die Regenfasspumpe mit Solar

Wenn Sie auf der Suche nach einer Regenfasspumpe sind, dann werden Sie vor allem auf Modelle stoßen, die regulär mit Strom betrieben werden. Sie müssen die Pumpe also am Haushaltsstrom anschließen und erst dann können Sie die Pumpe nutzen.

Mit einer regulären Regenfasspumpe erreichen Sie eine Motorleistung von 300 bis 500 Watt. Damit können Sie etwa 3.000 bis 4.000 Liter Wasser pro Stunde bewegen. Der Druck beträgt dabei zwischen 1 und 2 bar. Solch eine reguläre Pumpe für die Regentonne ist also ausreichend, um einen oder sogar mehrere Rasensprenger im Garten mit Wasser zu versorgen.

Möchten Sie nun auf die Stromverbindung verzichten, dann müssen Sie eine Solarzelle anschließen. Leider ist dies gar nicht so einfach und eine kleine Solarzelle wird nicht fähig sein, die notwendige Leistung bereitzustellen.

Dadurch sind Regenfasspumpen im Solarbetrieb grundsätzlich schwächer in der Leistung, als die Varianten, die am Strom angeschlossen werden. Selbst eine deutliche Verbesserung in der Solartechnik wird wahrscheinlich keinen großen Leistungssprung bei den Regenfasspumpen verursachen.

Auf dem Markt sind zudem keine Regenfasspumpen mit Solar erhältlich. Einziger Ausweg ist, indem Sie eine Pumpe selber so umrüsten, dass diese Ihre Energie aus der Sonne bezieht.

Anstatt einer normalen Regenfasspumpe wäre auch das Umrüsten einer Teichpumpe denkbar. Diese sind in der Lage mehrere hundert Liter Wasser pro Stunde zu fördern. Damit sind diese zwar wesentlich schwächer als die konventionellen Pumpen, wenn Sie aber nur einen geringen Wasserbedarf haben, könnten Sie auch solch eine Pumpe umrüsten. Möchten Sie zum Beispiel nur eine Gießkanne befüllen oder einen mobilen Swimmingpool mit Wasser versorgen, dann könnte eine Teichpumpe nützlich sein.

Die Regenfasspumpe mit Solar selber bauen

Für reguläre Anwendungen, wie das Betreiben von Rasensprengern sollten Sie allerdings auf die normale Regenfasspumpe setzen. Diese können Sie so umbauen, dass die Pumpe mit Solarenergie betrieben wird.

Solaranlagen sind in Deutschland bereits sehr verbreitet. Auf Dächern sind diese zahlreich vertreten und auch andere Geräte können mit Solarenergie betrieben werden. Sie können zum Beispiel einen Solarbrunnen in Ihrem Garten aufstellen. Hierbei wird das Wasser nur durch die vorhandene Sonnenenergie bewegt.

Oder möchten Sie lieber eine Solardusche nutzen, die vollkommen unabhängig vom Stromnetz funktioniert? Dann können Sie eine Dusche samt Wassertank in Ihrem Garten aufstellen. Das Wasser wird in der Kunststoffhülle nur durch die Sonneneinstrahlung erwärmt. Sie können eine warme Dusche genießen und die Duschsäule kann frei in Ihrem Garten platziert werden.

Neben diesen Einsatzmöglichkeiten können Sie auch die Regenfasspumpe mit Solarenergie betreiben. Damit die Sonnenenergie nutzbar ist benötigen Sie vier Komponenten:

  • Solarmodule
  • Laderegler
  • Akku
  • Spannungswandler

Die Solarmodule nehmen die Sonnenenergie auf und wandeln diese in nutzbaren Strom um. Der Laderegler steuert den Stromfluss und im Akku wird der Strom gespeichert. Scheint die Sonne gerade nicht, kann die Regenfasspumpe trotzdem für eine begrenzte Dauer genutzt werden. Dank des Spannungswandlers kann diese kleine Solaranlage wie eine übliche Haushaltssteckdose verwendet werden. Am Ende liefert die Anlage einen 230V Strom, der identisch zum Haushaltsstrom ist.

Der Vorteil dieser Anlage ist, dass Sie die Regenfasspumpe ganz normal verbinden können, da der Spannungswandler vorgeschaltet wird. Bei der Wahl der Pumpe sollten allerdings die Grenzen des Spannungswandlers beachtet werden. Dieser stellt meist die Schwachstelle im System dar. Daher sollte die Pumpe so gewählt werden, dass der Spannungswandler nicht überlastet wird.

Es ist also förderlich, wenn Sie sich für eine Pumpe im niedrigen Leistungsbereich entscheiden. Der folgende Spannungswandler und die gesamte Anlage sind für den Einsatz in Kombination mit der Regenfasspumpe sehr gut geeignet.

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Als Regenfasspumpe ist ein Gerät mit 350 Watt Leistung ausreichend.
Die folgende Pumpe kann sehr gut mit der Solaranlage verwendet werden.
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  • maximale Fördermenge beträgt 2.700 l/h
  • maximale Eintauchtiefe liegt bei 5 m
Die Investition in diese Variante mit der Solaranlage ist nicht gerade günstig. Sie hat aber entscheidende Vorteile. Die Solaranlage kann für eine Vielzahl von Geräten verwendet werden. Da Sie einen Strom zur Verfügung stellt, der dem Haushaltsstrom entspricht, können Sie jedes Gerät, dass eine Steckdose benötigt dort anschließen. Sie erhalten also nicht nur eine Regenfasspumpe mit Solar, sondern sind im Garten sehr flexibel aufgestellt.

Einen mobilen Akku verwenden

Möchten Sie Ihre Regenfasspumpe mobil betreiben aber Sie möchten keine Solaranlage verwenden?

Dann sollten Sie sich die Option mit einem mobilem Akku genauer anschauen. Der mobile Akku ist zwar nicht so umweltfreundlich, er eignet sich aber dennoch für die Bereitstellung von Energie sehr gut.

Der Akku wird an einer üblichen Steckdose aufgeladen und ist in der Lage, die Energie wieder abzugeben. Daher wird solch ein leistungsfähiger Akku gerne auch als mobile Steckdose bezeichnet. Auf diese Weise können Sie den Strom mobil transportieren und überall mitnehmen.

So erhalten Sie zwar keine Solarlösung, wenn es Ihnen aber hauptsächlich darum geht netzunabhägnig zu arbeiten, dann können Sie diesen Akku nutzen.

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Der Einsatz eines Stromgenerators

Als dritte Variante für eine netzunabhängige Versorgung der Regenfasspumpe bleibt noch der Stromgenerator übrig. Der Stromgenerator wird mit Benzin betrieben, welcher den Strom erzeugt.

Dabei müssen Sie aber darauf achten, dass der Stromgenerator auch für Elektrogeräte geeignet ist. Manche Generatoren sind nicht für die Nutzung größerer Elektrogeräte ausgelegt. Hier sollten Sie sich also vorher genau informieren, welche Leistung durch den Stromgenerator erzeugt wird.

Fazit

Eine Regenfasspumpe im Solarbetrieb ist eine gute Idee, um ortsunabhängig die Pumpe betreiben zu können. Haben Sie das Regenfass in einer Ecke des Gartens und dort besteht keine Möglichkeit der Stromversorgung, dann müssen Sie auf Alternativen zurückgreifen.

Die Sonnenenergie ist reichlich verfügbar und dies sollten Sie nutzen. Mit einer kleinen mobilen Solaranlage können Sie die kostenlose Sonnenenergie auffangen und Ihre Regenfasspumpe anschließen.

Wenn Sie keine Solarenergie nutzen möchten, ist ein mobiler Akku eine günstigere Möglichkeit. Der Akku wird im regulären Netzbetrieb aufgeladen und gibt seine Energie wie eine übliche Steckdose ab.

Lassen Sie in jedem Fall das Regenwasser nicht einfach nur ungenutzt versickern, sondern nutzen Sie dieses, um mit einem Regenfass die Rasensprenger zu versorgen.

Hallo, Ich bin Sebastian und habe Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Nun hat es mich aus Deutschland hinausgezogen nach Indonesien. Hier sind die Bedingungen natürlich etwas abenteuerlicher und umso mehr muss Ich mich mit dem Thema Gärtnern auseinandersetzen. Meine Erfahrungen und Recherche teile Ich auf Gartenora, um das Gärtnern zu erleichtern.