Tauben stellen für die meisten Personen eine weniger erfreuliche Begegnung dar. Treffen Sie die Taube auf dem Balkon, ist diese häufig für die Verunreinigungen verantwortlich. Daher versuchen Sie die Taube so effektiv wie möglich zu vertreiben.

Doch wovon wird die Taube überhaupt angelockt? Damit sich die Tauben nicht mehr auf Ihren Balkon oder den Garten verirren, sollten Sie wissen, was Tauben gerne fressen.

Oder gehören Sie zu der Gruppe der Taubenenthusiasten und Sie möchten gezielt erfahren, was Tauben fressen, um diese durch den Winter zu helfen? In diesem Ratgeber erfahren Sie alles über die Ernährung der Taube.

Ernährung der Tauben

Den Hauptbestandteil der Nahrung ist pflanzlich. Tauben besitzen im Vergleich zu anderen Vögeln die Besonderheit, dass sie nicht in der Lage sind Körner oder Samen zu zerkleinern. Sie verschlucken diese pflanzlichen Bestandteile komplett.

Darauf abgestimmt ist die Verdauung der Tauben. Im Magen befinden sich kleine Steine, welche die Zerkleinerung der Samen und Körner übernehmen. Dadurch ist auch die komplette Aufnahme dieser pflanzlichen Bestandteile möglich, ohne dass die Taube unter Verdauungsproblemen leidet. Die Steine nehmen Tauben über die gewöhnliche Nahrungsaufnahme auf. Beim Aufpicken der Körner mit dem Schnabel gelangen die Steine in den Magen, wo sie die wichtige Arbeit verrichten.

Zuchttauben

Zuchttauben - Ernährung
Für Zuchttauben ist die Fütterung von Taubengrit wichtig, um alle notwendigen Nährstoffe zu erhalten

Ziehen Sie Tauben groß, können Sie sich glücklich schätzen, dass diese Vögel wenig wählerisch bei der Wahl der Nahrung sind. Zum Grundbestandteil beim Füttern gehört Getreide. Dieses wird mit anderen Lebensmitteln vermischt und stellt alle benötigten Nährstoffe bereit. Je nach Jahreszeit unterscheidet sich die Ernährung leicht, wobei die folgenden Grundmittel für gewöhnlich vertreten sind.

  • Mais
  • Reis
  • Hirse
  • Erbsen
  • Bohnen
  • Erdnüsse
  • Hanf
  • Weizen
  • Buchweizen
  • Sesamsamen
  • Grünfutterpflanzen

Damit besitzen Tauben eine sehr vielfältige Auswahl an Futtermitteln. Tauben benötigen rund 25 bis 40 Gramm des Grundfutters täglich.

Züchten Sie Tauben, werden diese kaum auf natürlichem Wege die kleinen Steine aufnehmen, um die Samen zu zerkleinern. Als Ersatz gibt es hierfür Taubengrit, welcher nicht nur die Verdauung fördert, sondern mit verschiedenen Zusatzstoffen versehen ist. Somit wird gewährleistet, dass kein Mangel an Mineralstoffen vorliegt und die Tauben bestens versorgt sind.

Wovon ernähren sich Stadttauben?

Die Ernährung von Stadttauben weicht von den Zuchttauben deutlich ab. Sie ernähren sich hauptsächlich von Essensresten, die sie auf dem Boden oder in Mülltonnen vorfinden. In der Stadt ist das Nahrungsangebot für Tauben zumeist reichlich vorhanden. Daher steigt die Population der Tauben auf ein Maß an, welches für viele Personen unerträglich ist. Die Ausscheidungen der Tauben sind nicht nur optisch wenig einladend, sie richten auch einen Schaden an der Fassade und der Bausubstanz an. Daher werden einige Versuche unternommen, die Tauben aus der Innenstadt zu vertreiben. Doch die Taube erweist sich als flexibles Tier und ist daher das ganze Jahr in der Stadt anzutreffen.

Das Ernährungsverhalten der Stadttauben ist wenig natürlich und relativ ungesund. Die Lebensmittelreste sowie das Brot, welches noch häufig verfüttert wird, ist aufgrund des hohen Kohlenhydratanteils für die Tauben schwer verdaulich.

Was frisst eine Taube im Winter?

Während des Sommers ist die Taube bestens versorgt. Passanten werfen die Reste des Fast-Foods in den Mülleimer oder unterwegs fallen einzelne Bestandteile des Essens auf den Boden. Zu dieser Jahreszeit besteht für die Tauben keine Knappheit. Doch was frisst die Taube im Winter und wie können Sie die Tiere unterstützen?

Die rasante Vermehrung der Tauben führt im Winter zu einem starken Verdrängungskampf. Das reduzierte Angebot an Futter führt dazu, dass manche Tiere den gesamten Tag auf der Nahrungssuche sind. Bei den niedrigen Temperaturen erfordert dies eine große Kraftanstrengung. Am Ende bleibt den Tieren nichts anderes übrig, als sich von ungesunden Essensresten zu ernähren.

Da Tauben im Winter besonders geschwächt sind, sollten Sie es in Städten vermeiden diese aufzuscheuchen oder aus Spaß zu jagen. Die Stadttaube hat zwar einen schlechten Ruf, doch das Tier zusätzlich zu Quälen ist aus tierrechtlicher Sicht bedenklich.

Möchten Sie die Tauben auf Ihrem Balkon oder im Garten unterstützen, können Sie hierfür Taubenhäuser anbringen. Diese statten Sie mit Körner und Samen aus, sodass auch im Winter genügend Futter bereitsteht.

Geeignete Futtermischungen erhalten Sie in jedem Zoofachhandel. Damit ist sichergestellt, dass die Tiere auch bei niedrigen Temperaturen alle Nährstoffe aufnehmen und bestens versorgt sind.

Entdecken Sie verletzte Tauben, können Sie diese an eine Wildtierstation abgeben. Dort werden Sie behandelt und wieder aufgepäppelt. Des Weiteren gibt es vielerorts Vereine, die sich ebenfalls um die verletzten Vögel kümmern.

Futter für junge Tauben

Haben Sie ein Taubenhaus eingerichtet und es hat einer Familie so gut gefallen, dass dort Nachwuchs heranwächst, sollten Sie diesen nicht aus den Augen verlieren. Normalerweise sind die Eltern dafür verantwortlich die Jungen großzuziehen.

Während der ersten 10 Tage werden die Küken mit einer Kropfmilch gefüttert. Diese wird von den Eltern im Kropf selber hergestellt und den Küken zugeführt. Der Brei besteht zum Großteil aus Wasser sowie Protein und etwas Fett.

Wurden die Küken alleine gelassen, müssen Sie selber die Aufzucht übernehmen. Dies gestaltet sich als größere Herausforderung, doch mit der richtigen Durchführung sollte dies auch gelingen.

Als Futtermittel können Sie Mischungen erwerben, die im Fachhandel allgemein für Babyvögel konzipiert sind. Für junge Tauben ist wichtig, dass der Proteingehalt nicht weniger als 15% beträgt. Damit haben Sie eine relativ freie Wahl und können sich beraten lassen, was für die Küken am ehesten geeignet ist.

Damit junge Tauben nicht unter einem Mangel leiden, bietet es sich noch einen Vitamin-B-Komplex sowie ein Kalziumpräparat dem Futter beizumischen. Diese erhalten Sie ebenfalls im Zoofachhandel.

Verarbeiten Sie das Futter zu einem leichten Brei und führen Sie es den jungen Tauben zu. Ab einem Alter von 10 Tagen können Sie behutsam damit beginnen den Anteil der festen Nahrung zu steigern. Dann werden die Tauben bald so gestärkt sein, dass sie auf Futtersuche gehen und sich selbst versorgen.

Füttern der Taube

Tauben Füttern Großstadt
In der Innenstadt sollte das Füttern der Tauben vermieden werden, da diese als Schädlinge gelten

Kontrovers diskutiert wird das Füttern der Tauben. In Städten werden die Tauben als Schädling anerkannt. Es gehen Krankheiten von den Tieren aus und der Taubenkot führt zu einer stärkeren Verschmutzung. Mit einem Taubenschreck wehren sich die Bewohner gegen die Tauben auf dem eigenen Balkon und vertreiben diese.

Das Füttern führt dazu, dass die Anzahl an Tauben in Städten zunimmt und damit auch die Verschmutzung schwerer einzudämmen ist.

Einige Städte haben sich daher zu einem Verbot des Fütterns der Tauben entschieden. Werden Sie dabei beobachtet, dass Sie die Tauben Brot geben, kann dies zu einem spürbaren Bußgeld führen. Besonders Großstädte sind zu diesem Schritt übergegangen, um die Taubenpopulation unter Kontrolle zu bringen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • München
  • Stuttgart
  • Köln
  • Hamburg
  • Dortmund

Selbst wenn es nicht unter Strafe steht, sollten Sie das Füttern in der Innenstadt unterlassen. Das Nahrungsangebot ist bereits so groß, dass es nicht notwendig ist dort weiter unterstützend einzugreifen.

Erlaubt ist die Fütterung auf Ihrem Privatgrundstück. Möchten Sie die Tauben zum Beispiel im Winter stärken, ist auch hierbei auf das richtige Futter zu achten.

Verwenden Sie nur Lebensmittel, die über einen geringen Kohlenhydratanteil verfügen. Das Brot vom Vortag ist für Tauben weniger geeignet. Besser ist es, wenn Sie die bereits erwähnte Futtermischung verwenden, die Sie etwa im Vogelhaus ausbringen.

Die Ernährung der Tauben

Tauben sind zwar wenig wählerisch, doch für ihre Gesundheit ist es wichtig, dass die Ernährung nur zu einem geringen Teil aus Kohlenhydraten besteht. Besser ist es, wenn sie Proteine oder fettreiche Futtermittel zu sich nehmen.

In der Stadt greifen Tauben jegliche Lebensmittel auf, die ihnen zur Verfügung stehen. Daher wächst ihre Population und sie werden zunehmend als Schädling betrachtet.

Züchten Sie selber Tauben oder möchten Sie diese Füttern, dann achten Sie darauf nur geeignete Futtermittel zu verwenden. Auch Getreide, Samen oder Körner vertragen Tauben problemlos. Damit haben Sie erfahren, was Tauben fressen und können in strengen Wintern die überlebenswichtigen Mittel bereitstellen.

Hallo, Ich bin Sebastian und lebe seit wenigen Jahren überwiegend in Indonesien. Dort konnte ich endlich meine Leidenschaft zum Gärtnern ausleben. Meine gewonnene Erfahrung teile ich auf Gartenora.de damit diese Leidenschaft auch Ihnen eine große Freude bereitet.