Der Luftdruck ist eine wichtige Angabe bei der Nutzung der Wetterstation. Anhand des Luftdrucks lässt sich einschätzen, ob ein Hochdruck- oder ein Tiefdruckgebiet vorliegt. Dies hat Auswirkungen darauf, wie sich die Wetterlage ändert. Scheint morgen die Sonne oder ist davon auszugehen, dass es regnet?

Die Wetterstation im Garten erfüllt nicht nur die Aufgabe das derzeitige Wetter wiederzugeben, sondern auch eine Vorhersage zu treffen. Doch was hat es genau mit dem Hochdruck und Tiefdruck auf sich?

Erfahren Sie, wie es zu diesen unterschiedlichen Wettergebieten kommt.

Allgemeines zum Luftdruck

Die Luft ist nicht überall gleich verteilt. Sie ist ständig in Bewegung und in manchen Gebieten ist die Luft stärker verdichtet. Die Atmosphäre ist also keineswegs eine homogene Masse. Dies können Sie bereits daran erkennen, dass es während einer Flugreise zu Turbulenzen kommen kann. Liegt auf einmal ein wechselhafter Luftdruck vor, kann dies zu einem unvorhergesehenen Flugverhalten führen. Ein starkes Absinken für einen kurzen Moment könnte etwa die Folge sein.

Dass die Luft nicht überall gleich verteilt ist, hängt im Wesentlichen mit der Temperatur zusammen. Wie bei den meisten Materialien reagieren auch die Luftmoleküle auf die Temperatur. Erwärmt sie sich, dehnen sie sich aus und nehmen einen größeren Abstand zueinander ein. Dies liegt daran, dass mit einer höheren Temperatur die Moleküle sich stärker bewegen und mehr Platz benötigen. Das Gegenteil ist bei einer niedrigeren Temperatur der Fall. Die Moleküle bewegen sich weniger und rücken dadurch näher zueinander.

In der Luft kommt es vor, dass die Temperatur unterschiedliche Gebiete ungleichmäßig erwärmt. Es bilden sich daher „Gruppierungen“ von Luftdruckgebieten, die über ähnliche Eigenschaften verfügen. Diese bewegen sich über die Erde und treffen aufeinander. Die Bewegungen sind u.a. von der Drehbewegung der Erde und dem Wind abhängig.

Aufgrund dieser Eigenschaften bewegen sich Hochdruckgebiete auf der Nordhalbkugel immer im Uhrzeigersinn. Tiefdruckgebiete hingegen drehen sich immer entgegen des Uhrzeigersinns. Für die Südhalbkugel gelten die Bewegungen genau umgekehrt.

Wichtig bei der Einteilung eines Hochdrucks- oder Tiefdruckgebietes ist nicht der absolute Druck. Es kann also nicht gesagt werden, dass ab einem bestimmten Wert ein Hochdruckgebiet vorliegt. Vielmehr geht es um den Unterschied zu den umgebenen Luftmassen.

Ein Hochdruckgebiet liegt dann vor, wenn der Luftdruck in den nebenliegenden Gebieten niedriger ist. Anstatt des absoluten Wertes wird also immer der Vergleich zu bemühen, um eine Einschätzung eines Hochdruck- oder Tiefdruckgebietes abzugeben.

Entstehung des Hochdruckgebiets

Hochdruck - Schönes Wetter
Ein Hochdruckgebiet bringt wärmere Temperaturen und nur wenig Wolken

Wie kann es nun dazu kommen, dass ein Gebiet mit einem höheren Luftdruck entsteht?

Hierzu ist es notwendig, dass sich kältere Luftmassen über eine wärmere schieben. Die kältere Luftmasse weist eine höhere Dichte auf und da sie über der wärmeren liegt, führt dies zu einem Absinken der Luft. Es entsteht ein Gebiet, in welchem ein größerer Luftdruck vorliegt.

Der höhere Druck führt dazu, dass sich die Luft erwärmt. Dies wiederum sorgt dafür, dass sie nach oben steigen möchte. Um dies zu erreichen, strömt sie nach außen und sucht den Ausgleich mit einem Tiefdruckgebiet. Durch das Ausströmen der Luft erwärmt sich die Luft und die Luftfeuchtigkeit nimmt ab. Gleichzeitig wird neue Luft in das Hochdruckgebiet gesogen, um die entweichende Luft zu ersetzen.

Als Auswirkung ergibt sich daraus, dass bei einem Hochdruckgebiet die Wetterlage als schön bezeichnet wird. Es liegt kaum eine Wolkenbildung vor und es kommt zu höheren Temperaturen am Boden. Die Sonneneinstrahlung verstärkt den Effekt des Hochdruckgebiets. Die warmen Temperaturen bewirken einen höheren Auftrieb der Luft, sodass ein stabiles Hochdruckgebiet entsteht. Dies kann in Deutschland teilweise während des Sommers beobachtet werden. Liegen über mehrere Wochen hohe Temperaturen vor, ist dies auf eine Wetterlage mit einem oder mehreren Hochdruckgebieten zurückzuführen.

Die Entstehung des Tiefdruckgebietes

Tiefdruck - Niederschlag
Das Tiefdruckgebiet ist gekennzeichnet von mehr Niederschlag und niedrigeren Temperaturen

Auf der anderen Seite kann es natürlich auch vorkommen, dass ein Tiefdruckgebiet vorliegt. Diese Wetterlage ist mit viel Regen und niedrigen Temperaturen verbunden.

Für Mitteleuropa ist die Ursache meist im Atlantischen Ozean zu finden. Die kältere Luft wird von dieser Region nach Mitteleuropa getragen und führt dort zu dem eher ungemütlicherem Wetter.

Das Tiefdruckgebiet entsteht aufgrund eines ähnlichen Effektes wie beim Hochdruckgebiet. Es beruht darauf, dass kalte Luft sich erwärmt und nach oben steigt. In der Nähe zum Boden nimmt der Luftdruck ab. Während des Erwärmens nimmt die Luft eine größere Menge an Feuchtigkeit auf. Wolken entstehen und der Regen setzt ein.

Der Unterschied zum Hochdruckgebiet ist hierbei, dass mehr kalte Luft nach oben steigt als ersetzt wird. Beim Hochdruckgebiet steigt zwar auch Luft nach oben, diese wird aber wiederum durch die kältere Luft, welche auf der Luftmasse liegt, sofort wieder ausgeglichen.

Der Einfluss des Luftdrucks auf die Wetterlage

Nutzen Sie eine Wetterstation, um die Wetterlage für die nächsten Tage zu bestimmen, geschieht dies anhand des Luftdrucks. Die Messung kann dabei entweder von der Wetterstation selbst ausgehen oder es greift auf Daten im Internet zurück.

Da der absolute Luftdruck kaum eine Aussage über das Wetter zulässt, ist vor allem eine Änderung des Luftdrucks ein wichtiges Indiz. Steigt der Luftdruck, liegt ein Hochdruckgebiet vor und die Wetteraussichten deuten auf mehr Sonne und höhere Temperaturen hin. Sinkt der Luftdruck hingegen, kündigt dies einen Regen und niedrigere Temperaturen an.

Der Luftdruck als wichtiges Messinstrument

Falls Sie sich gewundert haben, wie die Wetterstation in der Lage ist eine Vorhersage über die Wetterlage zu treffen, wissen Sie nun grundlegend darüber Bescheid. Die Veränderung des Luftdrucks gilt dafür als Grundlage und ist für einen gewissen Zeitraum ein verlässliches Mittel, um eine Wettervorhersage zu treffen.

Da eine digitale Wetterstation genau an Ihrem Standort die Messung liefert, sind diese Aussagen genauer, als wenn Sie etwa dem Wetterbericht im Fernsehen vertrauen. Diese können nur allgemeine Vorhersagen liefern und müssen für Ihren Ort nicht zutreffen.

Bewirtschaften Sie einen Garten ist die Anschaffung einer Funkwetterstation daher von Vorteil. Mit dieser sind Sie laufend über die Wetterveränderungen informiert und können dementsprechend reagieren. Kündigt sich Regen an, müssen Sie weniger den Rasen bewässern und bei heißen Temperaturen sollten Sie die Bewässerung lieber am Morgen oder zu den Abendstunden ausführen.

Somit stellen sich bessere Erfolge ein und Sie sind nicht mehr vom regionalen Wetterbericht abhängig.

Hallo, Ich bin Sebastian und lebe seit wenigen Jahren überwiegend in Indonesien. Dort konnte ich endlich meine Leidenschaft zum Gärtnern ausleben. Meine gewonnene Erfahrung teile ich auf Gartenora.de damit diese Leidenschaft auch Ihnen eine große Freude bereitet.