Verwenden Sie eine Zisterne in Ihrem Garten, besteht das Ziel eigentlich darin mit diesem Wasser den Haushalt oder die Pflanzen zu versorgen. Regenwasser sammelt sich in der Zisterne und wird bei Bedarf zu den Verbrauchern gepumpt.

Dies ist nicht nur für die Umwelt von Vorteil, sondern senkt die Bewässerungskosten. Sie werden unabhängiger von der städtischen Wasserversorgung und nutzen den Niederschlag sinnvoll.

Nicht immer klappt dieser Vorgang problemlos. Schaltet sich Ihre Zisternenpumpe zwar ein, aber zieht kein Wasser, können dafür verschiedene Ursachen verantwortlich sein. Erfahren Sie, welche Gründe vorliegen könnten, die zu einem Ansaugproblem führen.

Luft im Gehäuse

Die Zisternenpumpe liegt für gewöhnlich auf dem Wasser. Sie gilt damit auch als Tauchdruckpumpe und das Wasser muss nicht erst über einen längeren Ansaugschlauch transportiert werden. Über einen Impeller in der Pumpe wird das Wasser befordert und es sollte den Verbraucher erreichen.

Vor dem Start des Pumpenbetriebes ist die Tauchdruckpumpe mit Luft befüllt. Erst nach dem Einschalten verdrängt das Wasser die Luft und die Pumpe läuft wie gewünscht.

Es kann allerdings passieren, dass die Luft nicht vollständig aus dem Gehäuse entweicht. Dies ist allerdings problematisch, da eine ordnungsgemäße Funktion nicht mehr gewährleistet ist.

Die Luft sammelt sich überwiegend an der Oberseite des Pumpengehäuses. Da es leichter als Wasser ist, beeinträchtigt es dort den Impeller. Der Impeller befindet sich bei den meisten Pumpen ebenfalls an der oberen Seite. Das Wasser ist nicht in der Lage die Luft zu verdrängen und wird vom Impeller nicht mehr angesogen. In der Folge ist der Wasserkreislauf gestört und die Zisternenpumpe funktioniert nicht richtig.

Damit die Pumpe problemlos das Wasser ansaugt, müssen Sie die Luft aus dem Gehäuse lassen. Dies gelingt, indem Sie die im Wasser befindliche Tauchdruckpumpe leicht zur Seite drehen. Zunächst ist die Luft dort wie in einer Taucherglocke gefangen. Indem Sie die Pumpe drehen, entweicht die Luft und das Wasser drängt nach.

Schalten Sie die Zisternenpumpe ein und sehen Sie unverzüglich den Unterschied. Wurde die Luft abgelassen, wird das Wasser wie gewünscht vom Impeller transportiert und zum Verbraucher gebracht.

Undichtigkeit

Die meisten Zisternenpumpen funktionieren nach dem Prinzip einer Tauchdruckpumpe und kommen daher ohne Ansaugschlauch aus. Es gibt aber noch eine Reihe von anderen Funktionsprinzipien, die mit einem längeren Ansaugschlauch ausgestattet sind. Dazu gehört zum Beispiel der fest installierte Hauswasserautomat.

Der Ansaugschlauch birgt zugleich das Risiko, dass das Wasser erst gar nicht zur Pumpe gelangt. Als Fehlerquellen kommen dafür infrage:

  • Schlauch
  • Dichtungen
  • Ventile

Vor allem der Schlauch erweist sich als Verschleißteil, welches mit den Jahren an Qualität verliert. Risse und kleine Löcher schmälern die Leistungsfähigkeit, sodass das Wasser nicht mehr angesaugt wird.

Am einfachsten ist es, wenn Sie die Möglichkeit besitzen die einzelnen Bestandteile auszutauschen. Mit einem neuen Schlauch oder Ventilen löst sich das Problem vielleicht und die Pumpe erreicht eine Leistung als wäre Sie gerade erst angeschafft worden.

Zum Abdichten sollten Sie zudem auf das richtige Material setzen. Verwenden Sie hochwertiges Teflonband, welches zuverlässig die Verbindungen abdichtet und für lange Zeit eingesetzt werden kann.

Verunreinigungen

Laub Zisternenpumpe
Laub in der Zisterne kann zu einem Verstopfen der Pumpe führen

Nicht immer ist die Zisterne komplett von der Umwelt abgeschlossen. Gelangen Blätter oder andere Verunreinigungen in das Wasser, ist die Zisternenpumpe selten dafür ausgelegt. Für diese Art der Pumpe ist es wichtig, dass das Wasser möglichst sauber ist. Bereits kleine Sandpartikel oder das Laub sorgen dafür, dass die Pumpe nicht mehr in der Lage ist das Wasser anzusaugen. Damit besteht ein großer Gegensatz zur deutlich widerstandsfähigeren Schmutzwasserpumpe.

Um diesen Problemen vorzubeugen, sollten Sie die Zisterne möglichst abgeschlossen lassen. Dadurch verhindern Sie, dass Laub in diesen Raum eindringt. Saugt die Pumpe das Wasser nicht mehr an, dann prüfen Sie selbstständig, ob eine Verstopfung vorliegt. Ziehen Sie sich Handschuhe an und überprüfen Sie sowohl die Pumpe als auch den Schlauch. Mitunter werden Sie eine große Überraschung erleben und erstaunt darüber sein, was die Pumpe alles angezogen hat.

Ohnehin ist es ratsam in regelmäßigen Abständen die Pumpe zu kontrollieren. Andernfalls führen die Verunreinigungen zu einer deutlich kürzeren Lebensdauer der Pumpe.

Förderhöhe

Ist Ihre Pumpe nicht leistungsstark genug, um die benötigte Höhe zu überwinden, bedeutet dies nicht, dass das Wasser nicht angesaugt wird. Das Ergebnis ist aber ein Ähnliches denn am Verbraucher kommt das Wasser möglicherweise erst gar nicht an.

Diese Gefahr besteht besonders, wenn das Wasser über eine größere Höhe bewegt wird. Wollen Sie mit der Zisterne Verbraucher in höheren Geschossen versorgen, bedeutet dies für Ihre Pumpe einen erheblichen Mehraufwand. Die Pumpe muss in der Lage sein den gewünschten Druck aufzubauen, um das Wasser in die entsprechende Höhe zu transportieren.

Bei der Zisternenpumpe besteht die Besonderheit, dass diese in der Regel auf der Wasseroberfläche schwimmt. Daraus ergibt sich, dass mit verändertem Wasserpegel auch die Förderhöhe schwankt. Ist weniger Wasser in der Zisterne vorhanden, muss die Pumpe eine größere Förderhöhe überwinden. Dies könnte ein Grund dafür sein, dass die Pumpe an regenreichen Tagen zuverlässiger funktioniert als nach einer längeren Dürreperiode.

Achten Sie auf die maximale Förderhöhe Ihrer Pumpe. Dann sollte es nicht vorkommen, dass die Verbraucher plötzlich im Leeren stehen und kein Wasser befördert wird.

Wenn die Pumpe kein Wasser mehr zieht

Schaltet sich die Pumpe ein, aber saugt kein Wasser, liegt dies in den meisten Fällen an einer undichten Saugleitung oder Luft im Pumpengehäuse. Überprüfen Sie die Verbindungen und wechseln Sie empfindliche Teile aus, sodass eine Undichtigkeit ausgeschlossen wird. Ein kurzes Drehen der Tauchpumpe lässt die Luft entweichen, sodass auch diese Fehlerquelle ausgeschlossen werden kann.

Sammelt sich des Öfteren Laub in der Zisterne ist zudem der Einbau eines Filters zu empfehlen. Dieser verhindert, dass die Blätter zur Pumpe gelangen und dort einen Schaden anrichten.

Mit den hier vorgestellten Maßnahmen werden Sie eine nicht funktionierende Pumpe mit einfachen Mitteln wieder zum Laufen bringen.

Hallo, Ich bin Sebastian und lebe seit wenigen Jahren überwiegend in Indonesien. Dort konnte ich endlich meine Leidenschaft zum Gärtnern ausleben. Meine gewonnene Erfahrung teile ich auf Gartenora.de damit diese Leidenschaft auch Ihnen eine große Freude bereitet.